1. Finanzen & Steuern

Warum es Rorschach, Arbon und Winterthur schlecht geht

Die So­zi­al­kos­ten in Städ­ten wie Win­ter­thur, Ror­schach oder Arbon ex­plo­die­ren. Der Ar­ti­kel zeigt auf, dass die Ein­spa­run­gen bei der In­va­li­den­ver­si­c​he­rung einer der Haupt­gründe sind.

Ca. 50’000 Renten seit 2004 nicht mehr gesprochen

2005 gab es in der Schweiz 252’000 IV-Rentenbezüger. 2014 waren es nur noch 226’000. Bei den Männern entsprach dies einem Rückgang um 1% der Bevölkerung, bei den Frauen um 0,8%. Wären 2014 noch gleich viele Renten gesprochen worden wie 2005 gäbe es rund 50’000 IV-Rentner mehr.

Keine Renten mehr für Schwerarbeiter, Bauarbeiter, Putzfrauen und Pflegeangestellte

Kei​ne Rente gab es vor allem für Personen mit Einschränkungen bei Knochen- und Bewegungsorganen. Sprich: Personen die ihren Lebensunterhalt mit harter Arbeit (Bau, Reinigung, Pflege) verdienen konnten.

Ihnen wird vorgerechnet, dass sie in einer ihrer Behinderung angepassten Tätigkeit, ohne körperliche Beanspruchung, ohne seelischen Stress, ganztags arbeiten könnten und somit – halte dich fest lieber Leser! – weit über Fr. 50’000 verdienen könnten. Könnten, wohl gemerkt, denn solche Stellen gibt es gar nicht.

Positiver Effekt bei IV, Pensionskassen

Die IV erzielt mit diesen nicht mehr gesprochenen oder aufgehobenen Renten jährliche Einsparungen von rund Fr. 900 Mio. (50’000 Renten zu Fr. 18’000). Auch die Pensionskassen dürften Fr. 600 Mio. gespart haben.

Effekte auf Städte wie Rorschach, Arbon und Winterthur

Rechnet man diese jährlich eingesparten 1,5 Mia. linear um, so ergeben sich pro Kopf rund Fr. 185.–. Das sind 1,85 Mio. auf 10’000 Einwohner. Nun verteilen sich diese Personen ohne Arbeits- und Renteneinkommen nicht gleichmässig. Die Verteilung dürfte etwa gleich sein, wie die der Sozialhilfeempfänger:​ dort gibt es ein Stadt/Landgefälle im Verhältnis von über 5 zu 1 und ein Gefälle nach Finanzkraft, etwa im Verhältnis von 3 zu 1. 70% der Sozialhileempänger sind nicht voll arbeitsfähig. Es ist deshalb auch bei den fehlenden Renten davon auszugehen, dass zentrale Orte weit überdurchschnittlich betroffen sind. Es ist zu befürchten, dass die gestrichenen IV-Renten in Orten wie Rorschach, Arbon oder Winterthur um die Fr. 400 pro Einwohner ausmachen. In Franken: 3,5 Mio. in Rorschach, 5 Mio. in Arbon oder 40 Mio. in Winterthur. Was bedeutet das?

Gesamteffekt der IV-Rentenkürzungen

Me​ist redet man nur ven den Sozialkosten. Diese bilden aber nur die Spitze des Eisbergs. Viele Betroffene tragen die Kosten selbst. Für die betroffenen Städte fallen aber dennoch hohe Kosten an. So entfallen die Steuern auf den Renteneinkommen. Krankenkassenprämiena​usstände sind zu übernehmen. Die Krankenkassenprämienv​erbilligungen, subventionierte Krippenplätze, Sozialfirmen, Spitex-Dienste, schlagen zu Buche. Letzendlich dürfte die Hälfte der Einsparungen von IV und Pensionskassen von den betroffenen Zentralorten zu tragen sein. Finanzschwache Orte wie Rorschach, Arbon oder Winterthur, sind hierzu aber schlichtweg alleine nicht in der Lage.

Fazit: Die Praxisänderung der IV führte zu einer massiven Umverteilung von Kosten zu Lasten finanzschwacher Zentralorte.

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Comments to: Warum es Rorschach, Arbon und Winterthur schlecht geht
  • Dezember 21, 2015

    “70 % Prozent der Sozialhilfeempfänger sind nicht voll arbeitsfähig”.

    “Vi​ele Betroffene tragen die Kosten selbst,”

    “Die Krankenkassenprämienv​erbilligungen, subventionierte Krippenplätze, Sozialfirmen, Spitex-Dienste, schlagen zu Buche.”

    Fazit: Zahlen, Statistiken und keinem Betroffenen ist geholfen.

    Wo sind die Lösungen?….Im Kanton St. Gallen möchte ich bald einmal wieder meine Schublade öffnen. Ich warte jedoch auf nach dem 28. Februar 2016.

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    • Juli 19, 2021

      Gute Frage, Herr Kneubühl. Ziel wäre doch, dass alle arbeiten könnten. Weiter sollte ein existenzsicherndes Einkommen gewährleistet sein. Für Personen mit Beeinträchtigungen gibt es zurzeit keinen funktionierenden Arbeitsmarkt und kein Einkommen. Ich denke diese beiden Mängel sollten wir beheben. Leider fehlt bisher der politische Wille.

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    • Juli 19, 2021

      Exakt, ein politischer Wille fehlt. Ebenso die Auslegeordnung der Situation und die Suche nach der Ursache, weswegen wir seit der 1. grossen Rezession zu Beginn der 90iger Jahre, einen eklatanten Anstieg der IV-Fälle haben. Mit Paul Rechsteiner hatte ich vor wenigen Jahren ein interessantes Gespräch, woraus klar heraus kristallisierte, dass die IV-Rente nicht nur bei Arbeitsunfähigkeit, sondern auch als letztes Auffangbecken des sozialen Abstieges dienen würde. In einer Arenasendung hatte eine SP-Politikerin ebenso argumentiert.

      Die Befunde oder Diagnosen aus der psychiatrischen Fachrichtung wurden so angesetzt, (Die Begriffe für Beeinträchtigungen wurden immer wieder umbenannt) dass ein Anrecht auf IV-Rente nichts mehr im Wege stand. Gemeinden wurden bei Sozialhilfeausgaben entlastet. Wenn ein Arbeitsloser ausgesteuert wird, wurden vollautomatisch zwei Vorgehensweisen gleichzeitig angewendet. Diese wären die Anmeldung beim Sozialamt und die Anmeldung bei der IV.
      Wo liegt der Sinn darin? Die Gemeinde wird mit der Hoffnung auf einen positiven Entscheid der IV entlastet. (Rückwirkende IV-Rente seit der Anmeldung abzüglich Sozialhilfebezug des Betroffenen) So beginnt eine Bürokratie im Sozialwesen und auf der Strecke bleibt ein Betroffener mehr.

      Stellenstrei​chungen in diesem Sozialsektor sind unumgänglich. Ich glaube ‘mitte-rechts’ ist da etwa der gleichen Meinung.

      Eine psychische Beeinträchtigung ist meiner Meinung nach ein schwammiger Begriff. Es kommt darauf an, wie eine Person mit schwierigsten Situationen, die sehr unterschiedlich sind, umgeht und sich stärkt damit. Personen, die sehr erfolgreich waren und in einer gewissen Sphäre lebten, sind auf Abstiege sehr empfindlich. Das sehen wir bekanntlich bei Herrn Blatter. Mit positiven Erfolgserlebnissen konnte man sich nie innerlich stärken auch mit einer freiwilligen Durststrecke nicht. Meiner Meinung nach wäre es mir lieber, man liesse Betroffene selber, mit einer unbürokratischen Chance wieder zur eigenen Rehabilitation bewegen ohne dass ein zu grosser Markt in diesem Sektor aufgebaut wird, der schlussendlich zu Lasten der Allgemeinheit fällt.

      Das Denken, dass die Wichtigkeit einer Person an einem Titel oder einem sonstigen Diplom hängt, bleibt ein Klischee. Wir müssen zurückkommen zur Auswahl von Talenten, die mit natürlichen Fähigkeiten und Auffassungsgaben jederzeit handlungsfähig sind und zwar im positiven Sinne.

      In der Politik gilt dieser Grundsatz für jeden Stimmberechtigten und jeden Gewählten. Das zeigt die Wahl des neuen Bundesrates. Ein Weinbauer regiert unser Land mit. Die Qualität dieses Bundesrates wird besser sein, als so mancher, wenn auch dem Absolvent eines Studiums.

      (Die männliche Form ist für beide Geschlechter gedacht)

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  • Dezember 21, 2015

    Sehr richtig Herr Heeb, das Ganze ist ein Schwarz Peter – Spiel.
    Betroffene werden zwischen verschiedenen Stellen hin- und hergeschoben.
    Darum sollte es statt IV, ALV, Sozialamt nur noch eine Erwerbsausfallversich​erung geben.
    Entweder ist jemand von der Gesundheit her arbeitsfähig & vermittelbar oder eben nicht.
    Dann wäre es vorbei mit diesem Trauerspiel wo jede Stelle nicht zahlen will und Betroffene an die nächste Stelle weiterreicht.
    Beispi​el:
    Frau S. um die 60 Jahre alt verlor ihre Arbeit, da die Firma ihren Arbeitsplatz nach Osteuropa verlegte wo die Löhne so tief sind, dass kein in der Schweiz wohnhafter Mensch davon existieren kann.
    Da sie auch gesundheitliche Probleme hatte galt sie nach der ALV als nicht vermittelbar.
    Gemein​de machte einen IV Antrag welcher abgelehnt wurde.
    So landete sie wieder bei der Gemeinde wo sie Sozialhilfe erhielt.
    Da verlor sie auch noch die Wohnung da sie ihrem Vermieter zu wenig Rendite brachte.
    Die Gesundheit verschlechterte sich und Frau S. landete in der Psychiatrie, was wiederum Gesundheitskosten verursachte.
    Ich meine dieses Fallbeispiel zeigt deutlich den ganzen Wahnsinn unseres Sozialsystems.
    Zuers​t Arbeit weg, dann Geld weg, dann Gesundheit weg durch den Nervenkrieg den man erlebt wenn man wie ein Spielball zwischen RAV, IV und Gemeinde herumgeschoben wird.
    Eine einheitliche Erwerbsausfallversich​erung würde sicher dem ein Ende setzen und die sicher auch nicht billigen Abklärungen ersetzen, ob man nun ein Fall für ALV, IV oder Sozialamt ist.
    Damit würde man vielleicht sogar mehr sparen als wenn man ein paar IV Rentnern die Rente streicht.

    Aber die Schweiz entwickelt sich in die falsche Richtung. Überall möchte man Kosten einsparen aber die Politik unternimmt nichts um die Lebenskosten in der Schweiz zu senken, im Gegenteil wie auch das neue Buch von Klaus J. Stöhlker zeigt:

    «Die Schweiz im Herbst» heisst das neuste Buch des PR-Beraters Klaus J. Stöhlker. Die «alte» Schweiz sei in den letzten Jahrzehnten «systematisch zerstört» worden. Es sei «ein neuer Superstaat im Entstehen, wo Konzerne und Pauschalbesteuerte wie im Paradies leben, während das Schweizer Volk von einer wachsenden Steuer- und Abgabelast erdrückt wird», heisst es auf dem Buchumschlag

    http:​//www.infosperber.ch/​Artikel/Gesellschaft/​Stohlker-Eine-Wirtsch​aftselite-kontrollier​t-die-Schweiz

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    • Juli 19, 2021

      Ich habe mir erlaubt, mich auf das Thema der Kostenfolgen für die meistbetroffenen Gemeinden zu konzentrieren. Die Folgen für die 50’000 Personen ohne Einkommen sind für diese schrecklich und der von Ihnen beschriebene Fall fast typisch: die Situation macht krank. Am Schluss stehen alle als Verlierer da.

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    • Juli 19, 2021

      ..dem,was Herr Stöhlker schreibt ist rein gar nichts mehr beizufügen!…genau so sehe ich das schon seit etwa 10 Jahren!Die ganze Schweiz wird verkauft,mit samt den Einwohnern hier verarscht und Regierungen und Parlamente helfen noch fleissig mit.Es ist längst 5 nach zwölf…!!..
      Die Schweiz,die Willensnation existiert längst nur noch im Sport und dort wird sie dank grosszügiger Pass-Vergabe mehrheitlich auch “ausländisch” vertreten!Es ist nur noch eine Illusion ..diese damalige Schweiz und der zukünftige Stadt-Staat mir 20 Mio Einwohnern,mit Golfplätzen statt Bauernhöfen,Wild-Rese​rvaten,Erholungs-Park​s überall.
      Ach ja…hab etwas Provokativ geschrieben,aber die Anzeichen verdichten sich,dass es in etwa so heraus kommen könnte in den nächsten 50 Jahren,derweil meine Generation noch einen Teil davon in der “echten” Schweiz zuhause war,wird den nächsten Generationen ihre Identifkation unter den Füssen weggezogen,aber da ja bis dann ein europäischer Pass Einzug gehalten,oder zumindest eh fast jeder einen zweiten Pass besitzt,ist das Problem auch nicht mehr vorrangig.

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  • Dezember 21, 2015

    Ganz genau Herr Huber, wie Sie sagen.

    Arbeit weg, Geld weg, Gesundheit weg und die Sozialindustrie, wie auch die Sozialbürokratie profitiert davon. Zehntausende erhalten und erhielten auf diese Weise die IV-Rente. Erwerbsausfallversich​erung, bestehend aus einer Mischform der Arbeitslosen-, IV-Versicherung und Sozialhilfebeiträgen ist ein guter Ansatz eine effizientere Sozialpolitik zu entwickeln. Betroffene können dadurch in der Zwischenzeit anerkannte Weiterbildungen besuchen um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt noch zu erhöhen. Eine solche Versicherung ist nicht gleich zu setzen, wie das bedingungslose Grundeinkommen. Eine, wie Sie sagen, Erwerbsausfallversich​erung greift erst nach einer langjährigen Erwerbstätigkeit und kann je nach dem auch befristet werden.

    Mit den IV-Abklärungen alleine, vernichtet man Werte unserer Bevölkerung, die in die Milliarden gehen. Künstlich werden mit diesem System Armut, Randständigkeit und Kriminalität gefördert.

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  • Dezember 22, 2015

    Ein grosses Problem ist die hohe Zahl junger IV-Rentner mit psychischen Problemen. Sind Jugendliche in der Schweiz besonders krank?
    Vermutlich nicht. Sie sind aber mit einem kranken System konfrontiert. Dieses bietet ihnen bei anhaltender Krankheit dank der IV-Rente einen Wohlstand, den sie mit einem Verdienst nie erreichen könnten. Da ist der Widerwille dieser Jungen gegen die berufliche Eingliederung verständlich. Auch mag niemand gegen die falsch gesetzten Anreize kämpfen. In Dänemark gibt es keine IV-Renten für reaktive psychische Störungen für unter 40-Jährige. Ich bin froh, dass der Bundesrat dieses Problem erkannt hat. Seine Vorschläge gehen in die richtige Richtung.

    Ein grosses Problem hat die IV nach wie vor mit den 18- bis 24-jährigen Rentenbezügern. Bei diesen stagniert die Zahl der Neurenten seit 2001, während sie bei allen anderen Altersgruppen stark zurückging. Von 2009 bis 2013 erhielten jährlich 2000 junge Erwachsene neu eine IV-Rente. Ein Grund ist die starke Zunahme von Renten wegen psychischer Erkrankungen. Während insgesamt die psychischen Diagnosen gut die Hälfte aller Neurenten begründen, sind es bei den Jugendlichen 70 bis 80 Prozent, vielfach wegen ADHS oder Persönlichkeitsstörun​gen.

    Auch hier will der Bundesrat bei der beruflichen Integration ansetzen. Diese gelingt bei Jugendlichen häufig nicht, weil sie schon bei der Berufsausbildung scheitern. Die IV selbst sah bisher häufig keine andere Möglichkeit, als den jungen Erwachsenen eine IV-Rente zuzusprechen. Wer jedoch vor 25 zum IV-Rentner wird, hat schlechte Chancen, je die berufliche Integration zu schaffen.

    Ziel der IV ist es, dass mehr dieser Jugendlichen eine Berufslehre im freien Arbeitsmarkt absolvieren. Dazu will der Bundesrat finanzielle Fehlanreize beseitigen, die junge Erwachsene davon abhalten, eine ordentliche Lehre statt einer von der IV organisierten Ausbildung zu absolvieren. Für diese Ausbildungen erhalten junge Erwachsene über 20 Jahren von der IV heute Taggelder, die erheblich höher sind als ein Lehrlingslohn. Damit fehlt der Anreiz, eine Berufslehre im freien Arbeitsmarkt zu absolvieren.

    http://www.tagesa​nzeiger.ch/schweiz/st​andard/Ein-krankes-Sy​stem/story/12111276

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  • Dezember 25, 2015

    Herr Heeb
    Sie mögen recht haben, wenn Sie von Umverteilung bei den Sozialversicherungsle​istungen reden. Aber Sie gehen dem Problem nicht auf den Grund. Es ist leider so, dass die Kantone und die Gemeinde zur Grosszügigkeit neigen. Zum Beispiel versprechen die Kandidaten, die gewählt werden möchten, ihren Wählern zu viel. Oder in den Budgets werden grosszügigere Projekte formuliert, Projekte, die kaum finanzierbar sind oder auf eine ewig prosperierende Wirtschaft abstellen. Dabei missachtet man, dass Wirtschaftsbooms zyklisch verlaufen. Auf ein Hoch folgt stets ein Tief.

    Die Regionalbanken verdienen bei einem Umfeld der Negativzinsen fast nichts mehr. Indessen werden sie kaum mehr Steuern bezahlen. Die Kraftwerke, die grösstenteils den Gemeinden und den Kantonen gehören, ebenso. Denn die Strompreise sind im Keller (hat auch etwas mit den Subventionen der erneuerbaren Energie zu tun. Begehren der Grünen Parteien!)

    Bei den Kantonen ist immer wieder sehr typisch, dass diese mit einer jährlichen Gewinnausschüttung der SNB setzen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Krähenbühl
      Übertreib​en wir Schweizer es mit dem Schwarzsehen nicht manchmal ein wenig? – Das Problem ist doch nicht Geld und Finanzen, das sind nur Organisationsmittel einer funktionierenden Wirtschaft. Wichtig sind doch Ressourcen und Umweltverschmutzung als begrenzende Faktoren und Lebensqualität als Zielsetzung. Das sollten wir nicht aus den Augen verlieren. Denken Sie doch (aus aktuellem Anlass) an die Geschichte aus dem Neuen Testament als die Jünger Jesus darauf ansprachen, dass es nicht genügend Essen für alle habe, die gekommen waren ihn zu hören. Jesus befahl ihnen, das wenige zu verteilen und es stellte sich heraus, dass es genug für alle hatte. Ich hatte als St. Nikolaus zu dieser Geschichte eine verbale Auseinandersetzung mit einem stockkonservativen Priester, der diese Geschichte unbedingt als übernatürliches Wunder verstanden haben wollte und mich als bischöflich eingekleideten St. Nikolaus korrigierte, als ich dieses Wunder den Kindern als ganz natürliches Wirtschaftswunder des gegenseitigen vertrauenschaffenden Teilens erklärte.

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    • Juli 19, 2021

      Jaja Herr Heeb, wir sind uns gewohnt, ein bisschen schwarz zu malen. Aber das müssen wir doch, sonst erreichen wir das Angestrebte nicht, seien es Subventionen, sei es der Lohn oder das Honorar. Es ist halt ein menschliches Phänomen möglichst viel zu erwerben. Nicht nur im Materiellen – , sondern auch im Bereich Ehre und der Macht. „Man wird geachtet und geehrt“! Das ist doch wichtig – wenn ich mich nicht irre. Wenn man es dereinst zum Milliardär geschafft hat, ist es Pflicht (der Ehre zuliebe) eine wohltätige Stiftung zu gründen. Das macht dich unsterblich. Und das ist ja auch nicht so schlecht, oder? Derweil vergisst du als ganz kleines Menschlein, dass du im Universum ein unbedeutendes Nichts bist.

      Besser als alles andere ist aus meiner Sicht, wenn man den „aktuellen Anlass“, wie Sie es nennen, der Propheten und der Evangelisten erinnert, so, wie Sie es vorschlagen. Das Weihnachtsfest zur Besinnlichkeit und zur Versöhnung zum Anlass nimmt. Selbst wenn man sich von jeder Religion distanziert.

      Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie und Freunden, Herr Heeb, ein besinnliches und ein versöhnliches Weihnachtsfest.

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  • Dezember 30, 2015

    Zwar nur indirekt damit zu tun, nämlich mit dem SECO:

    “Das Seco butterte 2013 über 560 Millionen Franken in Arbeitsmarktliche Massnahmen, davon 212 Millionen in Beschäftigungsprogram​me, deren Plätze von den Behörden im Voraus kollektiv eingekauft werden. Darin liegt einer der Gründe für Fehlzuweisungen. Die RAV wollen und müssen die Plätze füllen, egal ob sie passen oder nicht. Ein Vorteil der Zuweisung für die Behörden liegt auch darin, dass zugewiesene Erwerbslose in der Statistik nicht mehr als «arbeitslos» erscheinen.”

    Quell​e:
    http://www.petiti​onen24.com/stopp_der_​zwangszuweisungen_in_​arbeitsmarktliche_mas​snahmen

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    • Juli 19, 2021

      Recht haben Sie Herr Huber, alle loben den freien Markt, aber dann versucht man Probleme mit planwirtschaftliche Massnahmen zu lösen.

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