1. Bildung & Forschung

Was die Universität Zürich und der FC Sion gemeinsam haben

Freier Fall

Was haben die Universität Zürich (UZH) und der Fussballclub Sion gemeinsam? Nicht viel, dürfte man annehmen. Ich denke doch: Beide ehemals höchst erfolgreichen Institutionen durchlaufen derzeit eine endogen verursachte-, gravierende institutionelle Krise.       Und es gibt nicht wenige Stimmen, welche nicht von „besseren Zeiten“ sondern  vom „freien Fall“ sprechen. Während Präsident      Constantin weiter ungehindert dem Credo „wer zahlt bestimmt“ nachleben darf, steht Frau Regierungsrätin und Universitätsrats-vors​itzende Aeppli in der Pflicht! 

Die Universität Zürich (UZH) genoss in der Vergangenheit im In- und Ausland ein sehr hohes Ansehen. Sie war immer unter den Top 100 Universitäten in den  internationalen Hochschul-Ranglisten zu finden Nun ist dem nicht mehr so: die UZH findet sich gemäss dem im vielbeachteten Hochschulmagazin Times Higher Education veröffentlichen, jährlichen internationalen Universitätsranking nur noch auf dem 121. Platz.

Wie steht es mit der Loyalität an der Universität Zürich? 

Bezeichnend​ für den an Zürich’s Alma Mater herrschenden Jekami-Betrieb und das akademischen Intrigen-Stadel sind sowohl die Äusserungen zur Relevanz eines Universitätsrankings durch den zurückgetretenen Rektor, Herr Professor Dr. Andreas Fischer,           auf Seite 8 des Geschäftsberichts 2012 als auch der Bückling der Universitätsleitung vor der linken Professorenschaft im Falle Ritzmann. Nachdem der Kapitän das sinkende Schiff verlassen hatte, durfte der Züricher Studierendenzeitung entnommen werden, dass sich einige Tage vor dessen Abgang und wohl hinter dessen Rücken, ein Teil der Prorektoren mit sogenannt „oppositionellen“ Professoren getroffen haben soll. War etwa der amtierende Rektor, Herr Professor Jarren, auch unter besagten Personen?

Die Universität kann derzeit nicht mehr punkten 

Und als wäre der Intrigen, Ränkespiele und Amtsgeheimnisverletzu​ngen nicht genug, welche von gewissen Tageszeitungen und dem Staatsfernsehen in regelmässiger Folge gezielt geschürt und gestreut werden,  sticht dem Leser des Feuilletons der renommierten Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Freitag, 1. November 2013 auch noch eine institutionsschwächen​de Geschichte unter dem Titel „Alma Natter – Zürcher Universitätsskandal“,​ ins Auge. In ihrer derzeitigen Verfassung kann die Universität Zürich, wies NZZ vom   31. Oktober 2013 richtig schreibt, nicht mehr punkten.

Aufräumen mittels institutioneller und personellen Erneuerung

Der Schaden – und es handelt sich um mehr als nur einen Reputationsschaden – ist angerichtet. Die Universität hat sich der Lächerlichkeit ausgeliefert. An Führungs- und Kommunikationskompete​nz mangelt auf beiden Führungsebenen, sowohl auf Stufe Universitätsrat als auch auf Stufe Rektorat. Es bedarf zwingend einer institutionellen und personellen Erneuerung der Universität. 

Dazu gehören neben einer strikten Trennung von akademischer- und operationeller Führung des Tagesgeschäftes der Universität auch personelle Ablösungen im verpolitisierten Universitätsrat und – sollte sich die Geschichte in der Zürcher Studierendenzeitung bewahrheiten – die Auswechslung zumindest eines Teils der amtierenden Prorektoren. Die Universitätsratsvorsi​tzende, Frau Regierungsrätin Aeppli, soll ihre Führungsrolle endlich wahrnehmen. Falls sie das weiter nicht tun will oder kann, so wird ihr Rücktritt zwecks Bewältigung dieses monumentalen universitären Gaus unumgänglich.

 

 

 

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Comments to: Was die Universität Zürich und der FC Sion gemeinsam haben
  • November 13, 2013

    Bildung und Bildungsinstitutionen​ rücken weiter nach links. Das gilt leider auch für die Volksschule. Der Lehrplan 21 zum Beispiel ist von A-Z linksideologisch durchtränkt.
    Besonders traurig daran ist, dass die FDP und die anderen Mitteparteien die SVP im Kampf gegen diese Entwicklung im Stich lassen. Sie lassen lieber die Linken agieren, als zusammen mit der SVP Gegensteuer zu geben.

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    • Juli 19, 2021

      Ja Herr Infortunata, es ist traurig.
      Je weiter man selbst nach rechts rutscht, desto mehr scheint der Rest der Welt nach links zu rutschen.
      Es ist tragisch, so alleine dazustehen….

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    • Juli 19, 2021

      Leider ist das Gegenteil der Fall, Herr Wolfata. FDP und CVP sind im Laufe der letzten zehn Jahre massiv nach links gerückt.

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    • Juli 19, 2021

      Begriffe wie “Links” und “Rechts” sind immer relativ.
      Das war es schon vor 100 Jahren und das wird es auch in 100 Jahren noch sein.

      Zudem ist “Links/Rechts” auch sehr abhängig von Kultur, Geschichte und Geographie. So wird ja bekannterweise Barack Obama zur Zeit heftigst als “Sozialist” und “Kommunist” (also als “Linker”) betitelt für Anliegen welche unsere Rechtsparteien als zentral einstufen.

      Viele Grüsse

      J. Wolf

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    • Juli 19, 2021

      Herr Infortuna

      sehe es auch so/scheint in den Städten derzeit im Trend.

      Man schaue nach Bern (Stadt).

      Immer mehr Rot/Grünes Machtgehabe – viele sog. “Bürgerliche” mit Linksdrall.

      Im Mainstream treiben lassen (z. B. das Land in das EU-Debakel etc. fahren), ist einfacher, als gegen den Strom zu schwimmen und die eigene Bevölkerung zu vertreten.

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  • November 16, 2013

    Herr Amrein:
    Was sie da mit dem Universitätsranking anrichten ist absolut verheerend Herr Amrein. Dazu müssten sie halt verstehen wie die Methodologie des Ranking gemacht wird:
    Kurz gesagt : die Rangliste Times Higher Education bewertet “technische” Fächer/Disziplinen/Fa​kultäten höher als “Humane” Fächer/Disziplinen/Fa​kultäten. Deshalb ist die ETH weit vorne. die Uni Zürich wie sie schreiben Rang 121.
    Kurz gesagt: die Rangliste beruht darauf dass Studenten und Professoren befragt werden. Die Wissenschaftsarbeit und deren Reputation wird nicht berücksichtigt. Die Leistungen der Fakultäten sind nicht berücksichtigt. Die Rangliste ist nicht sehr aussagefähig. Die Rangliste hier http://www.timeshighe​reducation.co.uk/worl​d-university-rankings​/2012-13/world-rankin​g

    Was sie natürlich total vernachlässigen (Tunnelblick) ist dass es mehrere Ranglisten weltweit gibt. Jajajaja. Die von ihnen angegebene ist die am schlechtesten fundierte. Verwendet fast niemand.

    Hier eine weitere Rangliste http://www.shanghaira​nking.com/ARWU2012.ht​ml Uni Zürich Platz 59 das ist doch HERVORRAGEND. Die verwendete Methodologie ist schlüssig und nachvollziebar. siehe http://www.shanghaira​nking.com/ARWU-Method​ology-2012.html

    Eine andere Rangliste die im Nachvollzug der Ränge schlüssig und nachvollziehbar ist ist die vom Center for World University Rankings CWUR aus Saudi Arabien.
    Die Universität Zürich hat hier den Rang 74 !!!!!!!!!!!!! http://cwur.org/top10​0.html http://cwur.org/top10​0.html
    wie das Ranking erstellt wird – Methodologie http://cwur.org/prepr​int.pdf
    Das CWUR veröffentlicht die einzigen weltweiten Leistungstabellen, die sowohl die Qualität der Ausbildung
    u n d Schulung der Studenten als auch das Prestige der Fakultätsmitglieder und die Qualität ihrer Forschungsarbeit ermittelt, ohne sich dabei auf Befragungen und Datenübermittlungen der Universitäten zu verlassen. Um die 100 besten Universitäten zu ermitteln, verwendet CWUR sieben Richtwerte und aussagekräftige Indikatoren:
    1) Qualität der Fakultätsmitarbeiter,​ gemessen anhand der Anzahl der Akademiker, die internationale Auszeichnungen, Preise und Medaillen gewonnen haben 2) Veröffentlichungen, gemessen anhand der Anzahl der Forschungsarbeiten, die in renommierten internationalen Magazinen veröffentlicht wurden 3) Einfluss, gemessen anhand der Anzahl der Forschungsarbeiten, die in einflussreichen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden 4) Zitate, gemessen anhand der Anzahl zitierter Forschungsarbeiten 5) Patente, gemessen anhand der Anzahl der internationalen Patentanmeldungen 6) Beschäftigungsstatus der Ehemaligen, gemessen anhand der Anzahl ehemaliger Studenten, die in einer der 2.000 Top-Unternehmen in einer Führungsposition tätig sind (bezogen auf die Grösse der Universität) 7) Qualität der Ausbildung, gemessen anhand der Anzahl der ehemaligen Studenten, die wichtige internationale Auszeichnungen, Preise und Ehrungen erhalten haben (bezogen auf die Grösse der Universität)
    Neben seinen Beratungsangeboten für Regierungen und Universitäten liefert das Center for World University Rankings umfassende Universitätsrankings,​ auf die sich Studenten, Akademiker, Verwaltungsmitarbeite​r von Universitäten und Regierungsbeamte aus der ganzen Welt verlassen können.

    Sie sehen : Times Education berücksichtigt nicht die Forschungsarbeiten und deren Reputation , CWUR aber macht das.

    Unter uns gesagt: es wird weltweit ausschliesslich die Rangliste von CWUR verwendet, da aussagefähiger.

    Ab​er ich weiss: sie werden weiterhin mit der Times Education Rangliste argumentieren …… die Lernfähigkeit ist begrenzt ….. ich verstehe sie.

    siehe eine andere Rangliste hier schneidet Uni Zürich sehr gut ab Rang 90 http://www.topunivers​ities.com/university-​rankings/world-univer​sity-rankings/2012

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  • November 16, 2013

    Herr Amrein: von den Universitätsrankings verwenden sie die am wenigsten und am schlechtesten fundierte.
    hier eine Uebersicht der weltweiten Uni-Rankings. Die Uni Zürich ist immer vorne dabei auf Top-Plätzen.

    http://www.shanghaira​nking.com/ARWU2012.ht​ml
    http://www.theguardia​n.com/higher-educatio​n-network/table/2013/​sep/10/qs-world-unive​rsity-rankings-2013
    ​- http://cwur.org/top10​0.html
    http://www.topunivers​ities.com/university-​rankings/world-univer​sity-rankings/2012


    Sie sehen ihre Aussage ist völliger Gugus betreff das Ranking Uni Zürich.

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