1. Gesundheitswesen

Wenn der Urlaub im Spital endet statt am Strand

Es ist schnell pas­siert! Ein­mal in­bar­fuß in Scher­ben ge­tre­ten, mit dem Fuß um­ge­knickt, oder sich eine Lun­gen­ent­zün­dung oder sons­tige an­ste­ckende Krank­heit ein­gefs­n­gen und der Weg ins Kran­ken­haus steht bevor und das, ob­wohl Sie sich ei­gent­lich im wohl­ver­dien­ten Ur­laub be­fin­den und sich er­ho­len woll­ten. Auf eine sol­che Si­tua­tion soll­ten Sie am bes­ten gut vor­be­rei­tet sein, um sich Stress und vor allem auch un­nötige Kos­ten zu ersparen.

Anspruch an Schweizer Krankenkasse

Sie sind bei einer Schweizer Krankenkasse versichert? Grundsätz​​lich gilt der Versicherungsschutz dann auch außerhalb der Schweiz oder bei Unfällen, unabhängig von ambulanter oder stationärer Versorgung. Voraussetzung ist, dass eine medizinische Versorgung unabdingbar ist und eine Rückreise in die Heimat in dem aktuellen Zustand nicht möglich. Bei erfüllten Bedingungen zahlen die Kassen bis zum Doppelten des Betrages, der bei einer Erkrankungen in der Schweiz angefallen wäre, abhängig vom jeweiligen Behandlungskanton. Somit macht eine zusätzliche Reisevers​icherung in den meisten Fällen durchaus Sinn.

Die Schweizer Krankenkassen übernehmen nicht die Kosten für Medikamente, die im Ausland erworben wurden und auch keine freiwilligen Behandlungen. Bei Unklarheiten nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Krankenkasse auf.

Das sollten Sie dabei haben

Vergessen Sie nicht, Ihre Versichertenkarte mit in den Urlaub zu nehmen. Im Notfall stellt die Versicherungsgesellsc​​haft eine Bescheinigung aus und lässt Sie dem Behandelnden zukommen. Bei Reisen nach Europa lassen Sie sich bestenfalls eine europäische Krankenversicherungsk​​arte ausstellen.

Um weitere Leistungen abzurechnen, reichen Sie Originalrechnungen bei Ihrer Versicherung ein. Selbstbehalte sind direkt vor Ort zu bezahlen, den Rest bezahlt die Krankenkasse in der Schweiz.

Unterschied​​e in Usancen

Über den Leistungsanspruch bestimmen die Vorgaben des Krankenversicherungss​​ystems im Aufenthaltsland. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in der Selbstbeteiligung. Auf der Seite der KVG können Sie sich ausführlich über die jeweiligen Usancen der verschiedenen Länder informieren.

Zusatzv​​ersicherung oder nicht?

Da es außerhalb Europas keine europäische Krankenversicherungsk​​arte gibt, muss der Erkrankte die gesamten Kosten erstmal selbst bezahlen. Die Kosten liegen vor allem für Australien, Japan, Kanada, Neuseeland und USA sehr deutlich höher als in der Schweiz, weswegen Zusatzversicherungen sinnvoll sein können.

Angebote gibt es viele unterschiedliche. Sie sollten Vergleiche anstellen und überprüfen, ob durch eine Mitgliedschaft bei TCS oder bei Rega und über die Kreditkarte bereits Leistungen abgedeckt sind.

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