1. Sonstiges

Weshalb die Wahl Trump’s nicht gleich der Untergang ist

Entgegen allen Er­war­tun­gen und Um­fra­gen wurde Trump von den Ame­ri­ka­nern zum neuen Prä­si­den­ten ge­wählt. Trump, die­ser Se­xis­ti­sche Ras­sist der keine Ah­nung von Po­li­tik hat und bei­nahe schon Fa­schis­ti­sche Züge auf­weist. Dement­spre­chend fal­len auch die Re­ak­tio­nen der Me­dien und Ex­per­ten aus. Ü­ber­all kann man davon le­sen, dass die De­mo­kra­tie mit Trump an der Spitze in Ge­fahr sei, dass Ame­rika und viel­leicht sogar der Rest der Welt dem Un­ter­gang ge­weiht sind. Viel wird auch vom roten Knopf ge­spro­chen, der ab An­fang des nächs­ten Jah­res Trump zur Ver­fü­gung steht. Alles in allem sehen die Pro­gno­sen düs­ter aus und es herrscht Welt­un­ter­gangs­sti​​​m­mung. Genau das treibt mich fast zur Weiss­glut. Klar Trump ist ein Ar­ro­gan­tes Gross­maul, der eine Mauer bauen und aus der Nato aus­tre­ten will zudem weiss man nicht ge­nau, wie sein po­li­ti­sches Pro­gramm aus­sieht oder ob er ü­ber­haupt eins hat. Trotz­dem finde ich diese Welt­un­ter­gangs­sti​​​m­mung ein­fach nur lächer­lich. Auch der Prä­si­dent der ver­ei­nig­ten Staa­ten be­sitzt NICHT die ab­so­lute Macht. Es exis­tie­ren immer noch Kon­troll­or­gane denen Trump Re­chen­schaft wird ab­le­gen müs­sen, zudem exis­tiert auch noch das Par­la­ment und der Su­preme Court. Ja die Re­pu­bli­ka­ner be­sit­zen die Mehr­heit im Par­la­ment und ja wahr­schein­lich wird Trump den Su­preme Court in naher Zu­kunft mehr oder we­ni­ger vollstän­dig nach sei­nen Wün­schen be­set­zen kön­nen. Aber was meis­tens Ver­ges­sen wird, ist, dass längst nicht alle Re­pu­bli­ka­ner hin­ter Trump ste­hen, auch die im Senat nicht. Be­kannt­lich kann der Prä­si­dent aber ohne Senat nicht allzu viel ver­än­dern bzw. be­schließen und es ist frag­lich ob Trump bei­spiels­weise den Mau­er­bau oder den Aus­tritt aus der Nato durch den Senat bringt. Ich bin der Ü­ber­zeu­gung, dass der Senat ver­nünf­tig genug ist lächer­li­che und ge­fähr­li­che Vor­schläge die von Trump kom­men zu blo­ckie­ren. Das Ame­ri­ka­ni­sche Sys­tem ist sta­bil ge­nug, um eine Des­po­tie zu ver­hin­dern und die de­mo­kra­ti­schen Werte zu schüt­zen.

Dann kommen wir noch zum Atomkrieg. Ohne die Unterstützung der Armee und des Senats kann Trump ganz sicher keinen Atomkrieg einfach so per Knopfdruck auslösen. Es müssten ähnliche Umstände wie zur Zeit des Kalten Kriegs herrschen, wovon wir aber weit entfernt sind. Wahrscheinlich wird Trump den grössten Einfluss auf den Supreme Court haben aber auch da wird er sich hüten allzu konservative republikanische Richter vorzuschlagen und eher auf gemässigte Richter setzen.

Egal wie es schlussendlich werden wird, jetzt lässt sich nur darüber spekulieren deshalb lasst uns einfach abwarten was Trump wirklich machen wird und vor allem fände ich es Angemessen, nicht gleich den Teufel an die Wand zu malen und vor lauter herje zu vergessen, dass das Amerikanische System nicht so leicht umgestossen werden kann, auch nicht von Trump.

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Comments to: Weshalb die Wahl Trump’s nicht gleich der Untergang ist
  • November 13, 2016

    Amis wollen keine zentralistischen und sozialistischen Staatsstruktur!
    Daru​m ist Trump der Europäischen Medien ein Dorn im Auge

    Meinung von Auslandschweizer

    Franz V. Boos (73), Michigan
    Ich, Franz V. Boos, bin einer der vielen Amerikaner, die mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik der vergangenen 50 Jahre nicht einverstanden sind. Umgesetzt wurde diese Politik langsam, aber konstant vor allem von der Demokratischen Partei. Obama hat die Tendenz zu einer zentralistischen und sozialistischen Staatsstruktur in den letzten acht Jahren stark beschleunigt. In der Blase von Washington hat er die Unzufriedenheit der Amerikaner nicht erkannt. Erst Trump, ein erfolgreicher Geschäftsmann und politischer Aussenseiter, hat es verstanden, die Meinung der breiten Bevölkerung zu formulieren und zu reflektieren.

    Pete​r Johannes (58), Utah
    In den letzten acht Jahren mussten wir miterleben, wie Obamas Sozialpolitik die USA schwächte. Armut und Zerfall der Mittelklasse haben stark zugenommen. Und zu viele Unternehmen lassen ihre Produkte in China und Mexiko herstellen. Die Regierung macht zu wenig für die Kriegsveteranen. Die Verschuldung der USA steigt täglich und unser Ansehen in der Welt hat gelitten. Donald Trump ist nicht der ideale Kandidat, doch im Gegensatz zu Hillary Clinton hat er den Mut, die Korruption und Geldverschwendung der Politiker einzudämmen, so dass die Vereinigten Staaten wieder eine respektierte Nation werden können. Hillary würde hingegen Obamas Politik der Verschuldung, der offenen Grenzen und der illegalen Einwanderung weiterführen.»

    Chr​is Schallberger (54), Kalifornien
    «Trump ist ein starker Leader und Geschäftsmann – kein Politiker. Mit der Art und Weise seiner Kommunikation bin ich nicht immer einverstanden, aber er vertritt wichtige Anliegen. Trump setzt sich für einen schwächeren Staat und einen stärkeren Privatsektor mit weniger Regulierung und besseren Freihandelsabkommen ein. Ich bin zuversichtlich, dass er fähige Leute in die wichtigen Positionen beruft. Trumps Politik wird unsere Sozialwerke nicht weiter belasten, mehr Sicherheit für unsere Bürger schaffen und dafür schauen, dass nur Einwanderer hierher kommen, die hart arbeiten und amerikanische Bürger werden wollen.»

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