1. Politisches System

Wie manipulierbar ist der Mensch?

Wenn ich durch die Läden laufe – wo was plat­ziert wird und wie durch den Laden geführt wird, was im Fern­se­her zwi­schen den Fil­men läuft, die Pla­kate ent­lang der Strasse an­schaue, die An­zahl Werbebüros be­achte muss der Mensch doch ma­ni­pu­lier­bar sein. Sonst wären ent­spre­chende Bran­chen ar­beits­los und man könnte sich lo­cker das Geld und die Zeit für an­de­res spa­ren. Mehr über Ma­ni­pu­la­tion mal hier http://de.wikipedia.o​rg/wiki/Manipulation.​ An­dere Infos dazu können si­cher ge­fun­den wer­den.

Die SVP will nun un­sere Ver­fas­sung vor das Völkerrecht stel­len. http://www.blick.ch/n​ews/politik/neue-init​iative-lanciert-svp-w​ill-schweizer-ueber-i​nternationales-recht-​stellen-id3223273.htm​l.

Wenn ich die Ge­schichte an­schaue (die Ge­schichte kann sich be­kannt­lich auch wie­der­ho­len), mich an das Buch „Die Welle“ er­in­nere und die Kom­men­tare (weg von der Sach­lich­keit und gegen Par­tei­en/­Per­so­ne​n, gegen Par­la­ment und Bun­des­rat, un­ge­dul­dige des nicht um­set­zen wol­len, fern vom Schrei­ben von Kos­ten/­Nut­zen und Kon­se­quen­zen etc.) in den On­li­ne-­Me­dien lese, so un­ter­mau­ert es aus mei­ner Sicht die Gefährlichkeit der Idee die Ver­fas­sung über das in­ter­na­tio­nale Recht zu stel­len. Denn schliess­lich geht es um die Ge­setz­ge­bung, deren Um­set­zung samt Kos­ten/­Nut­zen inkl. ex­ter­nen Ef­fek­ten und den Kon­se­quen­zen. Stimm­ab­gabe aus Frust ist da wohl kaum zielführend. Denn ir­gend­wann könnte jeder selbst oder je­man­den der einem nahe steht be­trof­fen sein (man be­achte die Hetze gegen So­zi­al­hil­fe- und IV-Bezüger, gegen Asylbewerber).

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Wie manipulierbar ist der Mensch?
  • Februar 19, 2014

    Das Ergebnis überrascht. Die Lebenserwartung steigt und steigt und trotzdem sträubt sich ein gewaltige Mehrheit der Bürger gegen eine Rentenaltererhöhung. Bei Einführung der AHV wurden die Männer durchschnittlich 66 Jahre, bezogen als gerade mal ein Jahr Rente. Heute liegt die Lebenserwartung der Männer bei 80 Jahren. Also beziehen die Männer inzwischen 15 Jahre Rente (die Frauen sogar 20). Das wird auf die Länge nie und nimmer aufgehen. Immer neue Abgaben können nicht die Lösung sein. Die Zustände in Frankreich sollten eigentlich Aufklärung und Abschreckung genug sein.

    Kommentar melden
  • Februar 22, 2014

    Die Aufteilung der Antwortmöglichkeiten nach “tiefere Renten” und “höheres Rentenalter” ist nicht sinnvoll. Heute schon besteht die Möglichkeit, die AHV-Rente früher oder später zu beziehen, mit entsprechenden Abzügen bzw. Zuschlägen des Rentenbetrages. Würde das Rentenalter erhöht, so würden mehr Personen (die es sich leisten können!) die Rente mit einem entsprechenden Abzug früher beziehen, was dann wieder auf eine Reduktion des durchschnittlichen Rentenbetrages hinauslaufen würde – was ja offensichtlich unpopulär ist. Sinnvoll wäre es demnach gewesen, diese beiden Fragen in eine einzige zusammenzufassen, nämlich “Senkung der Leistungen”. Wetten, dass dann das Ergebnis noch eindeutiger (und meines Erachtens auch realitätsnäher!) ausgefallen wäre?

    Kommentar melden
  • Oktober 16, 2014

    Rentenaltererhöhung: Ab 50 wird’s schwierig, ab 60 so gut wie unmöglich, einen Job zu finden oder auch nur zu halten. Doch angenommen, die Wirtschaft zieht dereinst tatsächlich teure, langsamere, weniger flexible 68jährige den billigeren, agilen Jungen vor: woher nehmen wir die Tausenden von Arbeitsplätzen. Die werden nicht mehr, oben werden aber keine frei, unten drängen die Lehrabgänger nach. Höheres Rentenalter muss zwangsläufig bedeuten: weniger (ältere) AHVbezüger, dafür mehr (junge) Arbeitslosengeld-Bezü​ger.

    Kommentar melden
  • Oktober 26, 2014

    Das Menschen anfällig für Manipulation sind hat meines Erachtens wenig mit Bildung zu tun.

    Probleme beim objektiven Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen liegen in der Natur des Menschen. Menschen erinnern sich immer gern und völlig unbewusst eher an Informationen die ihren Erwartungen entsprechen als jenen die ihren Erwartungen widersprechen. Daraus ergibt sich das zum Beispiel aus den gleichen Nachrichten, selbst wenn sie zu gleichen Teilen positiv und negativ über Ausländer berichten (oder auch überwiegend positiv oder negativ), das sich sowohl der Ausländerfeind als auch der Ausländerfreund bestätigt fühlen kann. Kann man in vielen Bereichen des Lebens sehen.

    Und von diesen Wahrnehmungsfehlern aus ist es dann nur ein kleiner Schritt zur ungeprüften Übernahme von Behauptungen … Hauptsache sie bestätigen uns. Und das lässt sich natürlich für Manipulationen ausnutzen, wie es die SVP sehr gut beherrscht.

    Man merkt das häufig in Diskussionen: viele Menschen kommen gar nicht auf die Idee das ihre Standpunkte belegbar sein müssten, denn was Sie wahrnehmen sollte doch jeder andere auch wahrnehmen. Das Ihre Wahrnehmung subjektiv sein könnte kommt ihnen nicht in den Sinn. Es kommt dann häufig zu seltsamen Situationen, wo z. B. jemand so sicher ist das seine Wahrnehmungen stimmen das dieser jemand vom Diskussionsgegner – offensichtlich in absoluter Sicherheit das dies unmöglich sein müsste – Belege für irgendetwas fordert … wovon das Internet dann hunderte liefert.

    In der Kognitionspsychologie​ nennt man dieses Phänomen “Bestätigungsfehler” bzw. “Confirmation Bias”. Zusammen mit diversen anderen wahrnehmungsverfälsch​enden “Kognitionsfehlern” fasst man das unter dem Begriff “Kognitive Verzerrung” zusammen.

    Es gibt ein Buch von einem Christoph Kuch, heisst “sei nicht abergläubisch, das bringt Unglück”, in dem ein Zauberkünstler beschreibt wie man als “Mentalist” diese Sammlung an Wahrnehmungsfehlern für Shows nutzen kann. Zur Zeit lese ich ein interessantes Buch von “Ruben Mersch” mit dem Titel “Warum wir alle Idioten sind – typische Denkfehler und wie man sie vermeidet, geht in die ähnliche Richtung.

    Man kann sich dieser unbewussten Selbstmanipulation nur entziehen indem man sie sich bewusst macht.

    Kommentar melden
  • Oktober 26, 2014

    Das Problem bei der Manipulation ist, dass man es selber nicht merkt und auch nicht für möglich hält, dass man manipulierbar ist – manipulierbar sind nur die andern. Das macht es für die Manipulierer dann leicht zu sagen, die Leute hätten aus eigener Intelligenz in ihrem Sinne gestimmt und nicht etwa wegen einer Millionenpropaganda auf allen Kanälen.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Haben Sie bestens erkannt, aber das auch schon mal auf Ihre eigenen Statements hin überprüft, Herr Pfister? Ich frage mich das nun aber schon sehr.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Herr Stefan Pfister,
      Interessant​ stammt diese Aussage genau von Ihnen, einem Jungen Grünen…???

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Hmm, ja, Herr Lars von Limaa,
      aus meiner Perspektive schaut das so aus.

      Kommentar melden
  • Oktober 26, 2014

    Wenn das Schweizer Landesrecht über dem internationalen Völkerrecht steht, Frau Sägesser, so schützt uns das vor Manipulation!

    Denn​ Jene, welche das Völkerrecht manipulieren, können Sie nicht kontrollieren. Das Schweizer Recht aber können die Bürger selber bestimmen.
    Dass bei Abstimmungen Manipulationsversuche​ stattfinden, sei einmal unbestritten. Trotzdem Ist es viel schwieriger Millionen Stimmbürger zu manipulieren, als internationale, keinen Bürgern verpflichtete Weltregierungsgremien​ die finanziell auch noch am Tropf der Manipulierer hängen.

    Wenn die dann bereits manipuliertes Völkerrecht sprechen, müssen die Bürger gar nicht mehr manipuliert werden, weil das fremde Recht ja übergeordnet und der Schweizerischen Legislative entzogen ist. Damit wird jegliche demokratische Legitimation ausgehebelt.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Das Behauptung das Europarat oder UNO, die Verfasser übergeordneten Völkerrechts, keinen Bürgern verpflichtet sind ist typisch Knall’scher Unfug. In diesen Gremien sitzen Vertreter gewählter Regierungen, guter Mann, und zwar inklusive Schweiz. Aber ich weiss, das erkläre ich vergeblich.

      Die Idee das Schweizer Volk wäre manipulationssicherer​ wenn man ein vom Volk frei permanent veränderbares Landesrecht über ein in Jahrzehnten gewachsenes, breit international abgestütztes Völkerrecht stellt, ist – falls Sie diese Aussage ernst meinen – selbst für Ihre Verhältnisse geradezu erschütternd naiv.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Auch wenn es stimmen, Herr Wagner, sollte, dass unsere Regierung in den Gremien vertreten ist, welche das übergeordnete Recht beschliessen (was tatsächlich nur in ganz wenigen Unter– Hinter- oder Nebenkomitees der Fall ist) so wäre auch das ein Missbrauch unserer Demokratie.

      In der Schweiz hat nämlich gemäss der demokratischen Gewaltenteilung die Regierung (Exekutive) keine gesetzgeberischen (legislativen) Kompetenzen.

      Das ist kein Unfug, denn es sind unbestreitbare Fakten.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Hans Knall:

      Ich würde Ihnen dringend empfehlen sich über Dinge zu informieren, bevor Sie sich mit irgendwelchen Ihrer Meinung nach unbestreitbaren Fakten bis auf die Knochen blamieren.

      Das Sie behaupten das unsere Regierung nur in ganz wenigen Unter-, Hinter- oder Nebenkomitees vertreten ist, ist grober Unfug. Die Organe z. B. des Europarats wären einerseits der Ministerrat, in dem die Mitgliedsstaaten des Europarats durch ihre Aussenminister oder Botschafter vertreten sind, und die Parlamentarische Versammlung des Europarats, in dem Vertreter der Parlamente der Mitgliedsstaaten sitzen.

      Die Legislative in der Schweiz ist die Bundesversammlung … also sitzen Vertreter der Schweizer Legislative im Europarat.

      Zusätzl​ich erlässt der Europarat keine Gesetze, sondern nur Richtlinien … die gesetzliche Umsetzung liegt in der Kompetenz der Mitgliedsstaaten selbst.

      Mann-o-Man​n, Herr Knall!

      Kommentar melden
  • Oktober 26, 2014

    @Frau Sulliger. Den Zusammenhang habe ich so nicht explizit erwähnt richtig und danke des darauf Hinweisens. Aber was genau geschieht vor und während einem Wahl und Abstimmungskampf? Nicht wirklich anders anderes als bei Produktewerbung. Mal mehr und mal weniger professionell. Herausspüren, Plakate, Werbung. In der Politik für die Initiative, die Personen etc. etc. Jeder Politiker möchte entsprechend gewählt werden und zeigt sich von der Hochglanzseite. Jede Initiative möchte von den Initianten gewonnen werden und erzählt wird wohl auch kaum alles.
    @Herr Knall. Nicht ganz einverstanden. Die Geschichte hat uns einiges gelernt und wenn es keine Instanz gibt (also das Volksrecht über das Völkerrecht und die Menschenrechte gestellt wird), die uns vor Staatsübergriffen, legitimiert vom Volk gibt? Entsprechend auch den Hinweis zu den Kommentaren, die man in den online-Medien lesen kann…
    @Herr Pfister und Herr Wagner. Besten Dank für Ihre Beiträge. Ja, vor Manipulation ist wohl niemand gefeit. Ich hoffe, die Sensibilisierung findet statt und der Bürger kann sich der Möglichkeiten der Manipulation bewusst machen (auch dank den Büchertipps) und entsprechend „unvoreingenommen“ seine Meinung umfassend bilden.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Tut mir leid, Frau Sägesser, ich kann die an mich gerichtete Replik in Ihrer obigen Antwort nicht deuten. Aus Ihrer Formulierung kann ich auf keine eindeutige Aussage schliessen.

      Glauben Sie, dass von einer übergeordneten Instanz bestimmtes Recht, uns vor Staatsübergriffen schützt?

      Wenn ja, warum sind Sie sicher, dass die übergeordnete Instanz nicht vielmehr die Staatsübergriffe schützt? Die staatlichen Behörden können dann sagen, sie könnten nichts dafür, es sei ja schliesslich übergeordnetes Recht!

      Kommentar melden
  • Oktober 26, 2014

    @Frau Sulliger. Danke für Ihre Antwort. Ich erachte den Stimmbürger nicht als dumm. Im Rahmen seiner Möglichkeiten informiert er sich sicher. Doch kennt der Stimmbürger wirklich jedes Gesetz, jeden Vertrag der betroffen sein könnte und jede Möglichkeit der Auslegung eines Gesetzes? Nimmt sich jeder Stimmbürger die Zeit nachzuforschen oder glaubt er der bevorzugten Partei/was für ihn aufgrund seines Wissenstandes am plausibelsten klingt? Nimmt sich jeder Stimmbürger die Zeit nachzuforschen wen er wählen soll? Dies ist mit Aufwand verbunden und ich weiss nicht, ob sich jeder wirklich diese Mühe macht. Jene, die politisch interessiert sind sicher eher. Nun auf ihr Beispiel mit z.B. Lippenstift zu kommen. Kennen Sie die Lieferkette eines Produktes und nehmen Sie sich die Zeit verschiedene Läden zu besuchen und entsprechend Fragen zu stellen, zu prüfen und forschen? Als Kunde haben Sie zudem noch direkte Kontaktmöglichkeit was in der Politik nicht immer möglich ist (Verhandlungen etc.). Und das macht einen Unterschied. Schwieriger wird es so also herauszufinden was wirklich stimmt und was nicht (verhandelbar oder nicht; nicht betreffen oder doch…. etc. ).

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

  1. Ausländer- & Migrationspolitik
Migrationsboom: Noch nie wanderten so viele Menschen in die Schweiz ein wie in diesem Jahr. Das Land verändert sich. Die Probleme werden real. Sie brauchen Wohnungen, Schulen und Infrastruktur. Sie sind ein wichtiger Treiber, dass die Mieten steigen, Lehrer:innen vielerorts Mangelware sind und es auf den Strassen und Zügen immer enger wird.
  1. Politisches System
Mehr Frauen in der Politik: Wird sie dadurch besser? Auch Frauen können Unheil anrichten, das umso grösser wird, je mehr Macht sie haben. Den drohenden Blackout wegen Strommangels verdanken wir einer Frauenmehrheit im BR, die nach Fukushima in einem populistisch-emotionalen Entscheid den Ausstieg aus der Atomenergie beschloss.

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu