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Wie Schweizer Start-Ups die USA erobern

Die Unternehmer Julian Stylianou (31), Jakob Cevc (30) und Khanh Nguyen (30) stellen stolz auf der Consumer Electronics Show (kurz CES) ihr Produkt vor. Doch die CES in Las Vegas ist bereits die zweite Messe, auf der sie ihre Idee vorstellen. Auch auf der IFA Messe in Berlin präsentierten sie ihre Entwicklung. Es handelt sich um eine Art Box, welche im Haus oder in der Wohnung aufgestellt wird und durch Licht und Sound einen kompletten Tagesablauf simulieren kann. Auf diese Art und Weise sollen potenzielle Einbrecher abgeschreckt werden.

Die Box wurde “Kevin” benannt und konnte in Berlin noch nicht ihr volles Können zeigen. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie nur blinken, brachte aber noch keine Töne hervor. Trotz dessen gab es durchweg positive Resonanz und Julian Stylianou berichtete, dass bereits erste Kontakte mit Händlern und Investoren zustande kamen.

Die Prototypen, welche nun auch in Las Vegas vorgestellt werden, würden der Serienversion schon recht ähnlich sein. An der Hardware und auch am Design würde sich nicht mehr viel ändern, jedoch wird an der Software derzeit noch gearbeitet. “Kevin” zeigt allerdings jetzt schon erste Demoversionen, die alltägliche Dinge wie Staubsaugen, duschen oder aber auch Haustiere simulieren.

Die Prognosen stehen gut, dass “Kevin” ein echter Erfolg werden könnte. Das liegt vor allem daran, dass “Kevin” den ganzen Tag zum Einsatz kommt und nicht erst im schlimmsten Fall: wenn ein Einbrecher schon in der Wohnung ist. Andere Systeme oder Kameras schalten sich erst ein, wenn Sensoren Etwas erfassen. “Kevin” dagegen ist eine Art Bewohner des Hauses, der für Stimmung sorgt, wenn eigentlich niemand zuhause ist.

Auf der aktuellen CES Messe möchten die Schweizer Entwickler noch mehr Kontakte knüpfen, aber auch schon Fuß im US-Markt fassen. Auch hier ist das Interesse an “Kevin” groß – verschiedene große Nachrichtensender möchten über das Konzept berichten. Über die berühmte Internetplattform Kickstarter möchten die Jungunternehmer ihr Konzept Anfang 2018 vorstellen und Investoren könnten über diesen Weg bereits die ersten Geräte erwerben, welche in den Bereich der PC Komponenten zu rechnen sind.

Aber nicht nur die Erfinder von “Kevin” sind die einzigen Schweizer, die auf der CES Neuheiten präsentieren. Ungefähr 20 Start-Up Unternehmen wagen die ersten Schritte im land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dazu gehört zum Beispiel “Ausweis”, bei welchem es sich um ein Schloss-System handelt, welches digital über eine App gesteuert werden kann. Es öffnet nicht nur Türen, sondern auch Tore oder Garagen. Zusätzlich können verschiedene Zugriffsberechtigunge​​n verteilt werden.

Als interessant stellte sich auch “Sensoryx” dar. Hierbei handelt es um einen Handschuh, der in der aktuell angesagten Virtual-Reality eingesetzt wird. Sämtliche Bewegungen der Hand werden direkt und präzise erkannt und übertragen und das ganze ohne weitere Kameras oder Kabel. “Sensoryx” kann mit VR Brillen wie zum Beispiel von Google oder Samsung eingesetzt werden.

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