1. Sonstiges

Wohnen in Zürich: Mehr Kreativität, mehr Freiheit!

Stadt und Kan­ton Zürich wach­sen, aber unsere Fläche ist beschränkt. Oft wird auch über die stei­gen­den Miet­preise ge­klagt. Viele po­li­ti­sche Grup­pie­run­gen reden von „verdichtet“ bauen, d.h. dass mehr Men­schen pro Qua­drat­me­ter Bodenfläche an­zu­sie­deln wären. Doch dies wird gro­tes­ker­weise ge­rade bei gemeinnützigen Wohn­bau­ten nicht gemacht!

 

Um eine grössere Verdichtung unseres Siedlungsgebietes zu erreichen, braucht es einerseits kreative Ideen, andererseits aber auch einen Abbau von unnötigen Regulierungen, damit diese kreativen Ideen umgesetzt werden können. Die kürzlich vorgestellte Idee eines Architekten, Wohnungen auch auf einer Autobahnüberdeckung zu bauen, ist deshalb äusserst willkommen. Denn dieser Vorschlag nutzt die Bodenfläche nicht nur mehrfach für verschiedene Zwecke, sondern dämmt auch die Lärm- und Schadstoffemissionen von Fahrzeugen auf der Autobahn.

 

Zum anderen sollte aber auch das Dickicht an Regulierungen gelichtet werden. Gebäude sollten höher sein dürfen als heute und sollten so aussehen dürfen, wie es der Bauherr wünscht. Warum sollen denn Gebäude in der Stadt Zürich nur maximal 80m hoch sein dürfen wie bisher? Warum gibt es so viele komplizierte Regeln, von denen dann wiederum Ausnahmen gemacht werden in noch komplizierteren, und kostspieligen Verfahren ohne echten Mehrwert?

 

Eine Liberalisierung der Bau- und Zonenordnung mit der Lockerung oder gar Abschaffung vieler Restriktionen würde die Möglichkeiten beim Bauen vervielfachen und die Kosten senken! Es würde auch helfen, den beschränkten Platz, den wir haben, effizienter zu nutzen. Die Politiker in Stadt und Kanton sind gefordert, endlich robuste Reformen anzupacken.

 

 

Ad​rian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

 

 

 

ww​w.jfz.ch

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Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Wohnen in Zürich: Mehr Kreativität, mehr Freiheit!
  • Juli 26, 2012

    Genau: Das Proletariat soll endlich dichter wohnen! Wir Freisinnigen haben uns eh schon die schönen Wohnlagen mit Sicht auf den See gesichert.

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    • Juli 19, 2021

      Und in ein paar Jahren lebt die Arbeiterklasse in Kaninchenställen wie in den asiatischen Grossstädten.

      Woll​en wir dies wirklich???

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    • Juli 19, 2021

      Über der Autobahn zu wohnen wäre viel schöner als neben der Autobahn.

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    • Juli 19, 2021

      Hat doch nur Vorteile wenn man wie in Hong Kong Hundezwinger mieten kann. Damit wird sicher auch die 2kw Gesellschaft besser realisiert werden können. Oder das Bett wie auf einem Flugzeugträger mit 3 anderen teilen. Man muss halt die Ansprüche herunterschrauben.
      It’s not a bug it’s a feature.
      Freude herscht!
      Ironie off.

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  • Juli 26, 2012

    Herr Ineichen
    Es gibt sicher möglichkeiten wie Wohnraum besser genutzt werden könnte. Dies wird aber teilweise durch unnötige Vorschriften verhindert. Ein Beispiel dazu ist die Ausnutzungsziffer die verhindert, dass eine Gebäudehülle komplett zum Wohnen genutzt werden kann.

    Trotzdem muss genau überlegt werden, was man ändert. Schlussendlich hat die Schweiz ihren eigenen Charakter. Ob wir da z.B. in Richtung Hochhäuser gehen wollen darf sicher hinterfragt werden.

    Die letzten Jahre ist die Schweiz immer mehr verbaut worden. Zuerst sollten die Ursachen analysiert werden und wenn möglich auch bekämpft werden. Dazu nur ein paar Stichworte:

    -Der Verkehr hat immer mehr zugenommen. Dies hat dazu geführt, dass immer mehr Strassen gebaut wurden. Was ist nun die Ursache? Sicher das Bevölkerungswachstum.​ Aber viel gravierender ist doch das Problem, dass die Leute nicht mehr dort wohnen wo sie arbeiten. Ich frage sie weshalb? Weil es in der Nähe der Arbeitsplätze keine erschwingliche Wohnungen gibt in denen die Leute wohnen möchten.
    Die Arbeitsplätze müssen wieder vermehrt über das ganze Siedlungsgebiet verteilt werden. In der heutigen Zeit sollte dies doch viel einfacher sein, da die Kommunikation im Vergleich zu früher bedeutend einfacher über Distanzen erledigt werden kann.

    -Auch an den Wochenenden sind die Strassen voll. Die Städter drängen aufs Land oder ins Tessin, da es in den Städten nicht mehr attraktiv ist, ein Wochenende zu verbringen.
    Dies ist auch ein grosser Grund, dass es so viele Zweitwohnungen hat.

    -Die Wohnfläche pro Person nimmt immer mehr zu. Sicher auch ein Grund dafür ist, dass der Mensch mehr Zeit im Haus verbringt als früher. Die Lebensräume um viele Häuser sind nicht mehr attraktiv genug.
    Kinder dürfen wegen der vielen Gefahren nicht mehr auf die Strasse.
    Die Kriminalität nimmt zu, viele Leute getrauen sich nicht mehr auf die Strasse.
    Somit baut sich jeder seine kleine Welt in seinen 4 Wänden. Dies braucht natürlich mehr Platz.

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  • Juli 26, 2012

    Natürlich, dann würden noch mehr Millionärs-Oasen entstehen wie in Vitznau während die Einheimischen “Normalen” ja auch in Barackendörfern leben kann weil die Wohnungen zu teuer sind.
    Eine neue Feudalherrschaft muss mit allen Mitteln verhindert werden!

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  • Juli 26, 2012

    Höhere Gebäude? Sehe ich keine praktischen Einwände. Höchstens ästhetische, aber die sind zweitrangig.

    Wohnu​ngen auf Autobahn-Überdeckunge​n? Klingt abenteuerlich, aber wenn es funktioniert und die Lärmbelastung nicht zu gross ist, warum nicht?

    Mehr Bauland einzonen – denn was könnte sonst mit “Liberalisierung der Zonenordnung” gemeint sein? – sicher nicht. Dann würde ja der Anreiz zum verdichteten Bauen wieder wegfallen, wenn man beliebig in die Breite bauen kann.

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    • Juli 19, 2021

      Hallo Herr Pfister

      Einen Blick in die staedtische Bau- und Zonenordnung (BZO) genuegt, und Sie werden mich verstehen (a), warum Bauen so teuer ist in der Stadt Zuerich und (b) dass man vermutlich viele Regeln ersatzlos streichen kann, und noch mehr vereinfachen kann.

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  • Juli 26, 2012

    http://www.beobachter​.ch/natur/forschung-w​issen/technologie-inn​ovation/artikel/urban​e-verdichtung_wohnen-​auf-der-autobahn/
    Da​chte mir auch schon dass das Überdachen von Autobahnen sehr sinnvoll sein könnte. Ich glaube das stand bei den gewählten und gekauften in Bern und anderswo auch schon zur Debatte. Soll aber zu teuer sein wie es geheissen hat. Allerdings soll die Überdachung für Fr.1000.- m2 realisierbar sein, eigentlich ein Schnäpchen bei den heutigen Bodenpreisen. Gewiss werden aber solche Begehren bewusst mit dem Vorschieben von Gesetzen verhindert.
    Es könnte ja sein das die Immobilien dann an Wert Verlieren wenn Autobahnen überbaut werden dürfen und die Bodenspekulantenlobby​ ihre Pfründe in Gefahr sieht.

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  • Juli 26, 2012

    Wäre langsam an der Zeit vernünftige Hochhäuser zu bauen und die Regeln zu entrümpeln. Für mich ist das in Zürich ein grünlinkes Nichteinhalten von Wahlversprechen vom Kampf gegen die Zersiedelung und der 2000Watt-Gesellschaft​. Bereits die Entlassung aller ausserhalb der Innenstadt liegenden unter Heimatschutz stehenden Häuser würd sehr viel bringen.

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  • Juli 30, 2012

    @Alex Schneider: Zynismus bringt uns hier nicht weiter. Schade dass Sie die Diskussion nicht ernst nehmen.

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