1. Volkswirtschaftslehre

Zum Zahlen am Postschalter

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Schalter wirds teuer

Nicht nur am Schalter, sondern überall wo ein Geldtransfer stattfindet, kostet es Gebühren.

Wer mit Kreditkarte bezahlt oder eine Banküberweisung tätigt, lastet dem Empfänger Gebühren in unterschiedlicher Höhe an. Es ist darum nicht einzusehen, warum die Post von diesem bewährten Verfahren absehen sollte.

Geldschulden​ sind Bringschulden. Das heisst, eigentlich müsste der Schuldner, der Käufer, die Transferkosten übernehmen. Es ist dem Gläubiger, den Firmen, ebenfalls seit 1906 unbenommen, diese Kosten dem Schuldner anzulasten.

Ich habe schon vor vierzig Jahren vorgeschlagen, man solle Rechnungen mit zwei Beträgen ausstellen und es dem Kunden überlassen, wie er bezahlen will. Der Kunde kann den auf dem Einzahlungsschein aufgedruckten höheren Betrag am Postschalter einzahlen oder den tieferen Betrag überweisen.

Es bleibt zu bedenken, dass im Streitfall vor Gericht die Vorlage einer abgestempelten Post-Empfangsquittung​ als Beweis genügt. Bei allen anderen Zahlungsmethoden sind zusätzliche Aufwendungen nötig.

Die Aussage, Überweisungen wären einfacher und sicherer, stimmt aus der Sicht der Gläubiger. Für den Schuldner entsteht zusätzliche Mühe wie das Abschreiben vieler mehrstelliger Zahlen und so weiter.

Zudem lohnt sich aus volkswirtschaftlicher​ Sicht das Zahlen am Schalter. Mit dem Gang zur Post und dem unmittelbaren Umgang mit Geld werden Werte wie Haushalten und Sparen  hoch gehalten. Wohin ein mangelndes Geldbewusstsein führt, zeigt der Zustand der Vereinigten Staaten von Amerika überdeutlich.

 

 

 

 

 

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Comments to: Zum Zahlen am Postschalter
  • November 25, 2012

    Im Prinzip genügt es auf einen Zettel den Betrag z.b. Fr. 100.- zu schreiben mit der Bestätigung das jede Bank diesen Zettel als Zahlungsmittel entgegen nimmt auf der Post, Migro usw zu bezahlen.
    So mache ich das mit meiner Steuerrechnung und zahle auch immer mit meinen selbst gedruckten 100er bei der Post ein. (Ironisch gemeint)

    Klar finde ich auch das gewisse Bereiche in 100% ige Hand des Staat gehören, auch sollte man endlich überlegen das der Bürger direkt beim Staat sein Geld anlegen kann, statt dieser über eine Bank auf Kosten der Steuerzahler Kredite aufnimmt oder nur Grossinvestoren gewinne ermöglicht.

    Also ich habe von unseren Politiker auch noch nie gehört das die Verwaltung, Armee, Schulen und Regierungsaufgaben outgesourced werden soll. Kommt eigentlich nur dort vor wo Private und vermutlich der Filz profitieren kann wie wir eben bei der Swisscom, Bilag, Kraftwerke usw sehen.

    Also die Gemeindeverwaltungen hätte man eigentlich schon lange nach Indien outsourcen können.

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