1. Sicherheit & Kriminalität

Zur Zeit Napoleons existierte noch gar kein Staat Schweiz.

Zur Zeit der Schlach­ten von Na­po­leon gegen die Schwei­zer exis­tierte die Schweiz noch gar nicht als Staat!

Wieder haben auch mehrmalige Versuche nicht funktioniert, zum Kommentar eines Lesers meine Antwort anzufügen. Sie verschwand sofort nach Drücken des entsprechenden Knopfes.  Ich muss es deshalb hier versuchen. Die Antwort geht an Herrn Herbert Barner:

Die Schweiz existierte damals noch gar nicht als Land, sondern war eine Gruppe verbündeter kleiner Staaten. Und sie hatte keine Armee, sondern einzelne Staaten (z.B.Bern) kämpften mit ihren eigenen Truppen. Deshalb haben sich die europäischen Mächte auf unserem unverteidigten Boden geschlagen, Suworow kam mit seinem russischen Truppen über den Gotthardpass und Napoleon gewann anfänglich alle Schlachten in Europa. Seither entstand der moderne Bundesstaat Schweiz mit einer eigenen Armee, die – trotz aller erkannten Schwächen – für alle potenziellen Angreifer jeweils alles in allem zu stark war. So konnten wir 200 Jahre lang verhindern, in Kriege gerissen zu werden. Jetzt, 200 Jahre später, sind wir wieder so schwach, dass wir in einen nächsten Konflikt einbezoge werden – sofern wir nicht ganz schnell wieder eine glaubwürdige Landesverteidigung aufbauen.

Die alte Schweiz, eine Gruppe von verbündeten Kleinstaaten, war schon seit dem Dreissigjährigen Krieg neutral und liess sich die Neutralität vom Wiener Kongress, d.h. nach der Niederlage Napoleons, von den europäischen Mächten anerkennen. Sie wurde uns nicht aufgezwungen, wie Herr Barner offensichtlich meint.,

Gotthard Frick

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Comments to: Zur Zeit Napoleons existierte noch gar kein Staat Schweiz.
  • April 19, 2014

    Danke für diese KLartellung. Ich habe Herrn Barners Statement auch gelesen. Es ist nicht das erst diese Art und nur keine Lust mehr, auf diese permanenten Wiederholungen zu reagieren.

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  • April 19, 2014

    Ich verstehe nicht ganz weshalb in die Vergangenheit geblickt wird, das bringt doch nichts. Die genauen Umstände waren damals ganz anders das man heute rückblickend beurteilen könnte, z.b. die Reisläuferei, Bevölkerungszahl, es nichts zu holen gab. Napoleon der Eidgenossenschaft ein Heer von 20`000 Mann als Brandprämie abgepresst hatte, usw.

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    • Juli 19, 2021

      “Als ein Ergebnis des Wiener Kongresses (1814-15) erliessen die Grossmächte Österreich, Frankreich, Grossbritannien, Preussen und Russland am 20.11.1815 anlässlich der Pariser Friedenskonferenz den “Acte portant reconnaissance et garantie de la neutralité perpétuelle de la Suisse et de l’inviolabilité de son territoire”. Diese erste völkerrechtl. Anerkennung der immerwährenden N. der Schweiz war in allen wesentl. Punkten vom Genfer Charles Pictet-de Rochemont formuliert worden, der darauf achtete, dass aus der Garantie kein Interventionsrecht der Grossmächte abgeleitet werden konnte.” (Historisches Lexikon der Schweiz)
      Daraus leite ich ab, dass die Grossmächte die Neutralität für die Schweiz festgelegt haben.
      Herr Mahler, es gab durchaus was zu holen, z.B. im Kanton Bern, was Napoleon wichtig war, für seine Pläne des Russlandfeldzugs:
      Die Franzosen plünderten die Staatskasse und die Goldbestände. Allein in Bern wurde über 24 Millionen Franken erbeutet. Das Fuhrwerk mit der schweren Goldbeute ist unterwergs zusammen-gebrochen.

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  • April 19, 2014

    Herr Frick, nicht das fehlende Eidgenössische Heer war wohl Grund für die fremden Heere auf Schweizer Boden, sondern die Bündnisse mit allen möglichen Ländern und dazu sogar das Zurverfügungstellen von Söldnertruppen. Das brachte doch andere Truppen auf unseren Boden!
    Hstorisches Lexikon der Schweiz:
    “Die alteidg. Neutralität wich von der späteren Neutralitätsauffassu​ng ab. Erstens war der Neutrale gemäss dem autoritativen Völkerrechtskompendi​um Hugo Grotius’ (“De iure belli ac pacis”) von 1625 verpflichtet, Kriegführenden den militär. Durchzug zu gewähren. Von dieser Verpflichtung löste sich die Eidgenossenschaft 1638. Zweitens galt der Abschluss von Defensivbündnissen nach damaligem Völkerrecht als zulässig. Dementsprechend schlossen die Eidgenossen gesamthaft oder in Teilen Allianzen, v.a. mit Frankreich, Österreich, Savoyen und Spanien. Das sich daraus ergebende Bündnissystem führte innenpolitisch zu sich teilweise widersprechenden Interessen. Drittens stellte die Schweiz Soldtruppen zur Verfügung und gestattete die öffentl. Anwerbung von Söldnern durch ausländ. Agenten….”

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