1. Abstimmungen & Initiativen

Vom Staat als verbindendes Regulativ Oder: Wer regiert hier

Ist die staats­recht­li­che De­mo­kra­tie heute wirk­lich noch real exis­tent, das so­ziale Gesamtgefüge also auch tatsächlich mit­ein­be­zie­hend, oder ist die ‘Herrschaft des Volkes’ längst wei­test­ge­hend ver­kom­men zu einer Far­ce; zum schönen Scheine auf dem Pa­pier – die Bürger der Völker auf Er­den, statt fühlende und den­kende Le­be­we­sen, le­dig­lich noch entmündigtes und be­vor­mun­de­tes ‘Humankapital’ von Plutokraten und mul­ti­na­tio­na­len Konzernen?

Braucht es eigentlich überhaupt verbindende und verbindliche Regulatorien in der Welt, oder wäre es vielleicht besser, diesen Planeten frei von jedwedem Regulativ zu gestalten?

In nachfolgender gesamtgesellschaftlic​her Abhandlung sollen diese Fragen auf der Meta-Ebene beleuchtet werden. Kleine Anmerkung vorab: Es erscheinen, wenn man mit der Maus über die Verweise fährt (wie fast überall auf dieser Seite), erweiternde Informationen bzw. der Kerngehalt dieser Links.

Wenn man die heutigen Staatengebilde der westlichen Welt (aber auch weit darüberhinaus) einmal etwas genauer betrachtet, dabei nicht ausser Acht lassend, dass in massivem Ausmass weitere Bestrebungen hin zur totalen Zentralisierung den Weg in gültige, jedoch grundlegende Bürgerrechte massiv antastende Gesetze finden, und damit die Souveränität der einzelnen Nationen – zugunsten eines im Gleichgespann mit der neuen oligarchischen Aristokratie agierenden, dem irrsinnigen Machtwahn verfallenen, sich beinah jedweden demokratischen Kontrollmechanismen entziehenden, elitären Technokratenklüngels in Brüssel, London, Berlin, Paris, Rom, Madrid, Athen, Lissabon, Washington, Peking, Moskau, Frankfurt, New York, Singapur etc. – sukzessive immer weiter unterwandert wird, kommt man nicht umhin, einzugestehen, dass die einzelnen Staaten gezielt in zutiefst asoziale, undemokratische und parasitäre Institutionen verwand​elt wurden (und weiter werden), in denen vor dem Gesetze zwar schon alle gleich, jedoch auch ein paar wenige ‘gleicher’ sind, und je länger je ‘gleicher’ gemacht werden…

Um dies noch etwas zu verdeutlichen, hierzu ein Zitat von Jean-Claude Juncker:

«Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.»

Der Staat ist an sich ja grundsätzlich keine antisoziale und undemokratische Institution, die durch sinnlose Regulierungen und einem massiven, jedoch unnötigen Bürokratiekomplex in parasitärer Art und Weise von den produktiven Aktivitäten seiner Bürger lebt, solange er sich fundamental an die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (nicht den erneuerten Verschnitt davon, genannt ‘EMRK’, sondern die Originalfassung von 1948, an welcher u.a. auch der kürzlich verstorbene Stéphane Hessel mitwirkte, und die in dieser Fassung leider nie ratifziert wurde), und die in der Verfassung (bzw. für die BRD im Grundgesetz) verbrieften, und im Kerngehalt unantastbaren Grund/Bürger/Menschen​rechte hält, sondern ein die Individuen verbindendes Regulativ zum besten Wohle des einzelnen als auch der Gemeinschaft aller Bürger im Ganzen.

Grundsätzlic​h könnte man natürlich sagen – und ich kenne persönlich ein paar Vertreter sowohl extrem libertärer, als auch radikal anarchischer Grundeinstellungen, die genau diese Wunschvorstellung auch tatsächlich vertreten -, dass ein solches staatliches Regulativ zum besten Nutzen für den einzelnen als auch das Ganze, sowohl dem einzelnen als auch dem Gesamtgefüge der Völker im einzelnen wie auch insgesamt, mehr Hindernis als Hilfe ist, und daher bestenfalls keinerlei ordnendes System vonnöten sei, zumal ein übergeordnetes, regulierendes System die freie Selbstentfaltung schon an sich unterwandere, und zudem allein schon die Natur des Menschen den Staat per se in keiner Weise erforderlich mache.

Das ist mE. grundlegend auch richtig, jedoch, in Anbetracht der aktuell vorherrschenden Umstände im zwischenmenschlichen Dasein auf Erden insgesamt, leider utopisch, zumal ein Gesamtgefüge ohne ordnende Struktur wohl nur in einer zur Gänze rein altruistisch funktionierenden Wertegemeinschaft auch tatsächlich zum besten Wohle und Nutzen aller gereichen würde, und angesichts der Implikationen des Dreckskapitalismus leider nicht der heutigen Realität entspricht.

Sind Werte, wie Wahrhaftigkeit, Offenheit, Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit, Respekt, Achtsamkeit und Vorausschau – Werte also, welche wesenhaft auf Altruismus gründen – in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt noch allgemein präsent, oder gibt es wenigstens noch einen weit verbreiteten Wunsch sich dieser wieder bewusst zu werden, und insbesondere auch unbedingt und ernsthaft ihnen entsprechend zu handeln?

Wenn ich mich umschaue in der Welt und unter den Menschen, bin ich diesbezüglich sehr skeptisch, denn leider ist diese natürliche Ehrenhaftigkeit, auch durch die weitverbreitet herrschenden Gesinnungen und Ideologien (die Triebe der Egozentrik und Gier sind hiezu nur zwei Beispiele von vielen möglichen), in grossflächigem Stile höchstens noch spärlich erkennbar.

Und diese Unvernunft gründet wesenhaft in den aktuell herrschenden, inhärenten Systemzwängen – $.

Max Frisch hat dies – bei seiner Dankesrede zum grossen Schiller-Preis anlässlich der Ehrung seines Lebenswerks – bereits 1986 in meisterhafter Manier sozialkritisch beleuchtet: “Am Ende der Aufklärung steht das goldene Kalb!

Auch wenn ein rein natürliches Zusammenleben in Wohlstand, Frieden, Freiheit und Glück ganz ohne Staat und andere supranationale Regulative selbstverständlich das Endziel jedes einzelnen die Freiheit wertschätzenden, die Selbstbestimmung hochachtenden und gleichzeitig liebenswerten Individuums sein muss bzw. müsste, entspricht dies bei genauerem Hinschauen, aufgrund all der Systemzwänge und der weitverbreiteten Ignoranz und Lethargie, ehrlicherweise nicht der aktuellen Realität.

Viele Menschen scheinen dieser Tage beinah schon unter Dauerhypnose zu stehen.

Also braucht es, zumindest in näherer Zukunft, zwingend ein die Menschenwürde bewahrendes bzw. diese wiederherstellendes Regulativ zum besten Wohle aller Individuen.

Denn bei genauerer Betrachtung des historischen Verlaufs (und insbesondere der letzten Dekade), muss der aufmerksame Beobachter definitiv besorgt konstatieren, dass die von den ‘neuen Herrschern der Welt‘, über das Zentralbankenwesen gesteuert und mittels multinationaler Grosskonzerne, ganzer Bataillone von Technokraten, Lobbyisten und Paragraphenverdrehern​ verwirklicht – über die Köpfe bzw. den Wunsch und Willen der Menschen hinweg – sukzessive vorangetriebenen, weitreichenden Veränderungen in dieser Zeit, massgeblich am Ast der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Selbstbestimmung aller Völker der Erde gesägt haben.

Bereits 1966 schrieb der amerikanische Historiker und ‘Insider’ Dr. Carroll Quigley in seinem Buch ‘Tragedy and Hope: A History of the World in Our Time’ (Deutsche Ausgabe: ‘Katastrophe und Hoffnung: Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit’) über die Pläne gewisser mächtiger Kreise:

»[D]ie Machtinteressen des Finanzkapitalismus verfolgten ein zusätzliches weitreichendes Ziel: Sie wollten ein weltweites Finanzsystem errichten, das von privaten Händen kontrolliert wurde und das in der Lage war, das politische System in jedem Land sowie die gesamte Weltwirtschaft zu beherrschen. Kontrolliert werden sollte dieses System auf feudalistische Art und Weise durch die konzertierte Aktion der Zentralbanken dieser Welt, die ihre geheimen Maßnahmen auf häufigen privaten Treffen und Konferenzen abstimmten. Die Spitze dieses Systems sollte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, in der Schweiz, bilden, eine Privatbank, die sich im Besitz der Zentralbanken der Welt befindet und von diesen kontrolliert wird; und diese Zentralbanken sind selber wiederum private Unternehmen.«

(Que​lle: BIZ – Basel im Mittelpunkt der Finanz-Globalisten)

Obschon die Schweizer Bundesbehörden sich weigern, dies zu bestätigen bzw. zu dementieren, schrieb der Tagesspiegel in seinem Wirtschaftsteil bereits 2010, dass die BIZ, auf exterritorialem Gebiete in Basel stehend, abseits jedweder demokratischen Kontrollmechanismen faktisch über dem Rechtswesen steht und – trotz Milliardengewinnen – auch keinerlei Steuern bezahlt.

Die Schweiz ist – Dank ihrer vielgelobten Diskretion -, neben der Londoner City und einigen anderen, selbstverständlich ein wahres Nest dieses zerstörerischen Klüngels.

Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler sprach hiezu – anno 2011 in der Zeit – eine deutliche Sprache:

“Seit fünf Jahrhunderten herrscht die weiße Minderheit mit immer anderen Ausbeutungssystemen über den Planeten. Erst die Plünderungen und der Völkermord in Südamerika, […] Dann der trianguläre Verkehr: Sklaven von Afrika nach Amerika, Zucker nach Europa. Dann 150 Jahre lang Kolonialmassaker, und heute das schlimmste all dieser Systeme: die Weltdiktatur des globalisierten Finanzkapitals. Die entfesselte Profitgier. Die totale Ausbeutung des Menschen. Die Zerstörung der Natur. Laut Weltbank haben die 500 größten multinationalen Konzerne im vergangenen Jahr 53,8 Prozent des Weltbruttosozialprodu​ktes kontrolliert. Das ist ein Reichtum, eine Macht, wie sie kein Kaiser, König oder Papst je hatte.

[…]

Ich glaube, dass diese neoliberale Wahnidee das Kollektivbewusstsein nachhaltig verwüstet hat.

[…]

Ihr glaubt, wir seien brave Bergler, aber unsere Herrschaftsschicht ist unfassbar selbstherrlich, vielleicht die arroganteste in ganz Europa.

ZEIT : Wie kommen Sie darauf?

Ziegler: Sie ist die ungebrochenste. Der letzte fremde Soldat auf Schweizer Boden war ein Soldat Napoleons. Seitdem hat Europa Revolutionen, Kriege, Verwüstungen erlebt, faschistische und kommunistische Diktaturen. Nur die Schweiz: nichts. Dieselbe Herrschaftsstruktur seit Jahrhunderten. Immer dieselben Leute, die auf dem Gotthard sitzen und der Welt Lektionen erteilen. Ein historisch korruptes Alpenalbanien!”

Pa​ssend zu diesen paar “vom Gotthard herab Lektionen erteilenden Leuten”, überreiche ich das Wort nun erneut kurz unserem lieben Menschenfreund Jean-Claude Juncker, der bei einer Veranstaltung am 20. April 2011 in Brüssel folgende, in solchen Kreisen offenbar gängige, Weisheit anmerkte:

“Wenn es ernst wird, muss man lügen!”

Und wenn dann eine aktuell hochrangige ‘Persönlichkeit’, wie eben z.B. ein Jean-Claude Juncker, gerade mal eine gute Dekade nach seiner eingangs hervorgehobenen süffisanten Bemerkung – “…bis es kein Zurück mehr gibt.” -, zudem aktuell noch mit grimmiger Miene nachfolgendes im Spiegel verlautbaren lässt, muss sich ein fühlendes Wesen mit gesundem Menschenverstand, beim aufmerksamen Blick auf die Welt, doch ernstlich fragen, ob diese neuen Herrscher der Welt nicht womöglich gar Arges – was nicht im entferntesten dem Willen und den Wünschen der Menschen entsprechen dürfte – im Schilde führen:

“Wer glaubt, dass sich die ewige Frage von Krieg und Frieden in Europa nie mehr stellt, könnte sich gewaltig irren. Die Dämonen sind nicht weg, sie schlafen nur.”

[…]

“Mich frappiert die Erkenntnis, wie sehr die europäischen Verhältnisse im Jahr 2013 denen von vor 100 Jahren ähneln.”

Aha! Deutliche Worte von einem leibhaftigen Dämonen in Menschengestalt mit viel zu weitreichenden Machtbefugnissen!

Wenn man ernsthafte Probleme gewaltigen Ausmasses auf globaler Ebene wirklich nachhaltig lösen will, gilt es, wie immer bei Problemlösungen, die ungewollten Wirkungen zurück zu ihrer Ursache zu verfolgen, um ebendiese Ursache zu beheben.

Die tägliche Nachrichtenh​etzjagd nach dem neusten Update dieser globalen und “europäischen Verhältnisse” – ganz unabhängig davon, ob es sich um die medialer Propaganda gleichende Copypaste-Berichterst​attung der Massenmedien, oder um tatsächlich fundierten und investigativ recherchierten Qualitätsjournalismus​ handelt -, sei es über Lehmann-Brothers, Fannie Mae, Griechenland, Portugal, Spanien, Irland, Zypern, WEF, G8, G20, Klimagipfel, Steuerparadiese, die EZB, die FED, Armut, Elend, Mord, Totschlag, Raub, Folter, Krieg usw. sind nur die Symptome von gezielter Unterwanderung staatlicher Souveränität zugunsten eines von einigen wenigen beherrschten Superzentralismus.

D​iese weitreichende mediale Hetzerei nach den täglichen Neuigkeiten verhindert oftmals eine vertiefte Betrachtung der herrschenden Strukturen, und führt, gepaart mit der Verkümmerung von Sitte in der Gesellschaft, verbreitet zu Unaufmerksamkeit und damit auch zu einer scheinheiligen Rechtsstaatlichkeit der Doppelmoral, was sich hinwiederum – wie der Investigativjournalis​t Jürgen Roth in seinem Buch ‘Spinnennetz der Macht’ eindrücklich aufzeigt – auch in äusserst eigenartig anmutenden, und an Vorgehensweisen von Diktaturen erinnernden Staatspraktiken gegen Gedankenverbrecher äussert. Im Interview mit dem Kulturstudio werden diese fahlen Praktiken deutlich benannt:

“Es gibt inzwischen eine Vielzahl Fälle der Psychiatrisierung unbequemer Bürger, auch Querulanten genannt, die häufig von den Gerichten abgesegnet werden und von denen die breite Öffentlichkeit nichts erfährt.”

All diese Symptome zeigen deutlich, dass die aktuellen Regulative auf ganzer Linie versagt haben, was aber grundsätzlich nicht direkt an den Staaten und seinen Regierungsvertretern selber liegt.

Die Ursache all dieser Symptome bildet m.E. massgeblich der Blutadel, welcher auf Erden schon viel zu lange und nachwievor, aus dem diesigen Hintergrund heraus – mit Hilfe eines systematisch installierten, in sich vernetzten, pyramidal-hierarchisc​hen Machtapparats, gemäss dem grundlegenden Prinzip ‘Ordnung aus dem Chaos’ – die Fäden auf der Meta-Ebene spinnend, in jeden Bereich der Gesellschaft vorgedrungen ist und weiter gezielt vordringt – “bis es kein Zurück mehr gibt!”.

Folgende Aussage, falls sie denn – am rein privaten Kaffeekränzchen der Bilderberger anno 1992 – vom freundlichen Herr David Rockefeller auch tatsächlich so getätigt wurde, spricht jedenfalls Bände!

„Es wäre für uns nie möglich gewesen, einen Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir während dieser Jahre im Licht der Öffentlichkeit gestanden hätten. Aber die Welt ist auf einem komplexen und vorbereiteten Weg hin zur Weltregierung. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Welt-Bankiers ist sicherlich der nationalen Souveränität der letzten Jahrhunderte vorzuziehen.“

Viel​ deutlicher geht – glaube ich – nicht mehr…

Oder doch?

“Und wenn die ganze Welt des Ordens Tempel ist, dann werden die Mächtigen der Erde selbst sich beugen und uns die Weltherrschaft lassen.” (Dr. Phillip Georg Blumenhagen in „Zeitschrift für Freimaurerei“, Altenburg, 1828, S. 320)

Nun stellt sich abschliessend die Frage nach möglichen Lösungen zur Verhinderung einer totalitären einen Weltregierung, sowie zu alternativen Möglichkeiten für ein die Würde des lebendigen Wesens an erste Stelle setzendes Zusammenleben aller Individuen und Völker auf Erden.

Ich habe dazu persönlich einige ganz unterschiedliche Theorien, Ideen und Vorstellungen, allerdings würde ich es nicht wagen, diese jetzt noch als abschliessende Lösungen anzufügen, weshalb ich diesbezüglich eine offene, kreative, befördernde, sachliche und respektvolle Diskussion in vielfältigster Art und Weise sehr begrüsse. In dieser Diskussion soll grundsätzlich alles erlaubt sein, ausser Aufrufe zu Gewalt. Ich kenne diese Vorstellung zwar, aber sie ist definitiv – um abschliessend auch noch selber deutliche Worte zu wählen – Bullshit!

Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, und so schön diese Vorstellung für den einen oder die andere vielleicht sein möge, gilt prinzipiell, dass Gewalt nur in einem einzigen Fall legitim ist, nämlich im konkreten Falle von unumgänglicher Selbstverteidigung aus Notwehr.

Was es braucht, ist ein grossflächiger, mutiger Aufstand des Gewissens!

Keine​ Scheu, denn – wie Brecht schon vor langem weise bemerkte – wo Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand Pflicht!

Und da vom global herrschenden Machtgefüge keine essentiellen Schritte zu erwarten sind, obliegt dies einzig und allein der planetaren Zivilgesellschaft!

Quellen:

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: Vom Staat als verbindendes Regulativ Oder: Wer regiert hier
  • Dezember 2, 2013

    Ich finde diese Ansicht ein Bisschen zu weit her geholt. Das Streben nach mehr Macht ist nicht jedem gegeben, so wie Überwindung, Aktivität, Erreichen von Zielsetzung. Ja wie wäre es, wenn Afrika die Industriemacht Nr. 1 wäre? Und wir Europäer eine Dritte-Welt-Zone? Oder wenn in Amerika vor 2’000 Jahren das Christentum entstanden wäre? Der grössere Teil der Menschheit hat keine Zeit und keine Lust dazu, solche Gedanken zu machen. Verschiedene friedliche Machtfaktoren braucht es, sonst zerstören wir uns gegenseitig und somit uns selbst. Was der andere erreicht und macht, sofern er direkt keine Schäden an dritten hinterlässt, muss einem Individuum gleichgültig sein. Das ist in der Schweiz und in Europa möglich jedoch die grösste Herausforderung. Der nächste Schritt in der Zukunft ist der Aufstieg der Entwicklungsländer. In dieser Zone sind Ungerechtigkeiten deutlicher sichtbar, weil das Demokratieverständnis​, so wie wir es kennen dort in den Kinderschuhen steckt. Die Zukunft wird es zeigen. Ein mutiger Aufstand des Gewissens wird es mehrheitlich nie geben. Wir sind alle zu verschieden. Die Bescheidenheiten und die Ansprüche sind unterschiedlich. Die Angst vor Verlust ist gross. Das bedeutet der Wohlhabende sorgt sich um detaillierte Situationen. Der Arme sorgt sich ums nackte Überleben. Die Prägungen sind dadurch unterschiedlich. Wir vergessen immer noch, dass unsere Erde unglaublich gross ist.

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Auf welche Passage beziehen sie sich mit der Aussage “ein bisschen zu weit hergeholt”, Herr Kneubühl? Ein Zitat würde helfen.

      “Ja wie wäre es, wenn Afrika die Industriemacht Nr. 1 wäre? Und wir Europäer eine Dritte-Welt-Zone?”

      Im Idealfall sollten auf der Welt all diese Ungerechtigkeiten überwunden werden, sodass gar nicht mehr zwischen 1., 2. und 3. Welt zu unterscheiden ist, zumal letztlich jedes Individuum, egal wo es geboren wurde, allen anderen gleichwertig ist.

      “Der grössere Teil der Menschheit hat keine Zeit und keine Lust dazu, solche Gedanken zu machen.”

      Hiebei gebe ich ihnen voll und ganz recht. Das ist zwar äusserst betrüblich, aber leider nicht zu leugnendes Faktum.

      “Was der andere erreicht und macht, sofern er direkt keine Schäden an dritten hinterlässt, muss einem Individuum gleichgültig sein.”

      Ja, Jean-Jacques Rousseau’s Sicht dazu teile ich ebenfalls.

      “In dieser Zone sind Ungerechtigkeiten deutlicher sichtbar, weil das Demokratieverständnis​, so wie wir es kennen dort in den Kinderschuhen steckt.”

      Das ist m.E. eine etwas blauäugige Sicht auf die Verhältnisse. Die Strukturen der Welt (vgl. Jean-Paul Sartre) sind massgeblich für diese globalen Ungerechtigkeiten verantwortlich, und nicht das angebliche Demokratieverständnis​.

      “Ein mutiger Aufstand des Gewissens wird es mehrheitlich nie geben.”

      Das ist zwar sehr schwarzmalerisch, jedoch haben sie damit höchstwahrscheinlich recht… leider…

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Es sind mehrere Passagen und ausserdem habe ich den Eindruck, dass Sie mit dem Wirtschafts-Liberalis​mus nicht zufrieden sind. Dieser Zustand wird sich, so wie ich die international diplomatische und politische Entwicklung beobachtet habe, meiner Meinung nach auch auf unserer Erde vollständig durchsetzen.

      Zu Ihrer Frage, wieso von weit her geholt. Nenne ich zwei Zitate als Beispiele aus Ihrem zusammengetragenen Artikel.

      “Wenn man die heutigen Staatengebilde der westlichen Welt (einmal etwas genauer betrachtet, dabei nicht ausser Acht lassend, dass in massiven Ausmass weitere Bestrebungen hin zur totalen Zentralisierung den Weg in gültige, jedoch grundlegende Bürgerrechte massiv antastende Gesetze finden” (Sie meinen damit die Vernehmlassungen als Zielführungen zu Ergänzungen oder Änderungen zum geltendem Recht, so wie ich Sie verstehe).

      Weiter Zitat: “und damit die Souveränität der einzelnen Nationen-zugunsten eines im Gleichgespann mit der neuen oligarchischen Aristokratie” (Damit meinen Sie Russland, wobei die letzten Berichte deutlich zeigen, dass die Entwicklung Russlands durch Putins Partei in Richtung heutiges chinesisches System führen kann und Putin die Absicht hat, Russland als Weltmachtfaktor neben den USA und China wieder aufzubauen. Genau das will die westliche Welt verhindern. Das klassische Beispiel sich in der gespaltenen Ukraine.

      Ihre Meinung steht dort schon fest, dass dadurch Zitat: “die einzelnen Staaten gezielt in zutiefst, undemokratische und parasitäre Institutionen verwandelt wurden.”

      Und genau dort gehen unsere Meinungen auseinander, weil ich der Ansicht bin, dass unsere politische Welt ständig im Wandel ist. Bei meinem ersten Kommentar wollte ich einfach zeigen, dass es zum heutigen Zeitpunkt unmöglich ist, eine Weltordnung zu schaffen, die allen Völkern dienlich ist. In ferner Zukunft gibt es sicher etwas besseres als die heutigen politischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, weil der Mensch aus der Erfahrung und aus der Historie neue Erkenntnisse erhält und dadurch neue Ideen aufbringen muss. Und dies geht nur in der freien Gesellschaft, so wie ich das sehe.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Genau das ist die entscheidende Wahrheit, Herr Kneubühl! Es ist nicht möglich, eine Weltordnung zu schaffen, die allen Völkern dienlich ist.

      Trotzdem wird mit aller Macht eine Weltordnung geschaffen. Klar dass sie nur Wenigen dienlich sein kann.

      Ihr Vertrauen in die Zukunft, wo es dann bessere politische und wirtschaftliche Möglichkeiten geben soll, ist zwar gut gemeint, aber äusserst fahrlässig. Die Gefahr ist riesig, dass durch die sich für die genau gleiche Zukunft etablierende Weltordnung, eben weil sie nur Wenigen dient, die dannzumaligen Möglichkeiten und Erkenntnisse stark eingeschränkt sein werden.

      Als Bürger die die Zusammenhänge erkennen können (oder auch nur erahnen), haben wir die Pflicht, alles in die Wagschale zu werfen, was hilft eine Weltordnung zu verhindern!

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Danke für ihren Kommentar Herr Knall. Das unterschreibe ich, so wie es da steht, sehr gerne.

      Kommentar melden
  • Dezember 3, 2013

    An Hans Knall betreffend den gelöschten Kommentar:

    Die letzte Zeile hätten sie schlauerweise besser sein gelassen. Dieses Urteil war in der verabsolutierenden Art definitiv fehl am Platze, unabhängig davon, ob sie, was die Regel betrifft, mit der Aussage recht haben, oder nicht. Solche verabsolutierenden Respektlosigkeiten ziemen sich einfach nicht.

    Wie Herr Witschi richtigerweise anmerkt, sollte die Zivilgesellschaft sich viel eher auf die Gemeinsamkeiten ausrichten, anstatt sich an Unterschieden “aufzuhängen”…


    Es hat mich indes aber überaus gefreut, dass endlich mal jemand hier Bezug auf die Aussagen von Herr Juncker genommen hat! Zudem ist ihr Vergleich zur UDSSR auch überaus trefflich. Sogar etliche renomierte Experten bestätigen die Entwicklung hin zu einer EUDSSR, wie folgender Dokumentation zu entnehmen ist:

    http://www.yo​utube.com/watch?v=kz1​FnBoRwkk

    Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      In der, Herr Horweil, letzten Zeile, habe ich “das Volk” mit etwas knalliger Begriffsauswahl der Blauäugigkeit gegenüber den offensichtlichen Manipulationsversuche​n durch Eliten und Obrigkeiten bezichtigt.

      Es erstaunt mich, dass Ihnen das unter dem Titel “verabsolutierende Respektlosigkeit” eine Zensurlöschung wert war, habe ich doch die Gefahr der Zersetzung unserer Zivilgesellschaft durch mein Geschreibsel niemals dermassen hoch eingeschätzt.

      Auch weil ich mir jeweils redlich mühe gebe, niemanden persönlich zu attackieren, sondern nur die Sachverhalte als solche aufzuzeigen und mit entsprechenden Erwägungen meine Auffassungen zu belegen und zu unterstreichen.

      Kommentar melden
    • Juli 19, 2021

      Die Meldung kam nicht von mir, werter Herr Knall. Ich melde grundsätzlich nichts, zumal ich mit Tacheles-Aussagen keinerlei Probleme habe, wollte einfach anmerken, was ich von falschen Verabsolutierungen (es ist bei weitem nicht das ganze Volk, auf welches ihr hier nicht mehr erneut wiederholtes Prädikat verdient hat) halte.

      Zudem entstellen m.E. solche falschen Verabsolutierungen die ansonsten mich erfreuende Gesamtaussage von ihnen.

      Nichts für ungut.

      Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen


  1. «Unterlassene Schweizer Hilfeleistung» – so titelte gestern der Schweiz-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Worin gründet ein solcher Vorwurf eines gesetzwidrigen…


  2. Die BEWAFFNETE Neutralität erlaubt der Schweiz, sich gegen Angriffe zu wehren. Da die Schweiz durch die Massnahmen Russlands ebenfalls angegriffen…


Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu