1. Umwelt, Klima & Energie

Arbeiter des Waldes: Trauermückenlarven

Trauermücken sind vor allem als Pflan­zen­schäd­linge​ in Deutsch­land be­kannt. In Win­ter­gär­ten oder in der Woh­nung kön­nen sie schnell zu einer Plage wer­den, der man nicht mehr so schnell Herr wird. Dabei sind diese klei­nen In­sek­ten so viel mehr als nur Läst- be­zie­hungs­weise Schäd­lin­ge. Im hei­mi­schen Wald sind sie sogar un­er­setz­lich. Denn Trau­er­mü­cken legen ihre Eier mit Vor­liebe auf feuchte Erde, aus denen sich dann nach we­ni­gen Tagen schon die ers­ten Lar­ven ent­wi­ckeln. Diese fres­sen sich fortan wo­chen­lang mun­ter durch das Erd­reich. Was im Blu­men­topf auf der Fens­ter­bank fa­tale Fol­gen für ge­liebte Pflanze hat (feine Wur­zel­här­chen wer­den zer­stört und die Pflanze ver­liert Was­ser und Nähr­stof­fe), ist im Wald­bo­den aber benötigt und ge­wünscht. Denn dort ar­bei­ten die Lar­ven der Trau­er­mü­cken als so ge­nannte Sa­pro­pha­gen; sie fres­sen und ver­dauen also totes bio­lo­gi­sches Ma­te­rial und be­rei­ten es so neu auf. Neben Bak­te­rien und Pil­zen stel­len In­sek­ten­lar­ven die wich­tigs­ten Zer­set­zer im eu­ropäi­schen Wald­bo­den dar. Ohne ihre Ar­beit würde sich das Laub jeden Herbst me­ter­weise tür­men ohne zu ver­rot­ten. Wei­ter­hin wird durch die Ak­ti­vität der Lar­ven im Boden das Erd­reich durch­pflügt und auf­ge­lo­ckert. Auch das sind wich­tige Dienst­leis­tun­gen am hei­mi­schen Wald.

Aus diesen Gründen suchen Trauermücken gerne Orte auf, wo es feucht, faulig und modrig riecht. Hier gibt es genug Feuchtigkeit, so dass sich die Larven frei in der Erde bewegen können. Weiterhin schließt der modrige oder gar faulige Geruch auf alte Pflanzen- und Pilzreste, die eine geeignete Nahrungsquelle für die Trauermücken bilden.

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