1. Gesellschaft

Sprachliche Frühförderung gehört nicht ins Schulgesetz

An der ver­gan­ge­nen Kan­tons­rats­sit­zun​g konnte auf An­trag der SVP die Sprach­li­che Frühförderung erfolgreich aus dem überarbeiteten Schul­ge­setz ge­stri­chen wer­den. Mit einem neuen Pa­ra­gra­phen im Schul­ge­setz wäre es möglich ge­wor­den, dass die Ge­mein­den die Kin­der be­reits vor dem Ein­tritt in den ob­li­ga­to­ri­schen Kin­der­gar­ten zur Teil­nahme an die­sem An­ge­bot ver­pflich­ten könnten.

Die Sprach­li­che Frühförderung hat nichts im Schul­ge­setz ver­lo­ren. Be­reits jetzt können Ge­mein­den ein An­ge­bot – falls Be­darf be­steht – an­bie­ten. Die­ses An­ge­bot kann dann auch frei­wil­lig be­sucht wer­den.
Die SVP Frak­tion ist klar der Mei­nung, dass die Kin­der im Kin­der­gar­ten un­sere Spra­che er­ler­nen können. Zusätzlich gibt es be­reits heute Mass­nah­men wie zum Bei­spiel DaZ (Deutsch als Zweit­spra­che), wel­che die Kin­der zusätzlich unterstützen, falls der Be­darf besteht.

Wie können wir überprüfen, ob die Kin­der bevor sie in den Kin­der­gar­ten kom­men be­reits genügend Deutsch­kennt­nisse be­sit­zen oder nicht? Wer stellt die Kri­te­rien für die genügenden Kennt­nisse auf? Nach wel­chen Kri­te­rien su­chen wir die Kin­der aus oder wol­len wir alle Kin­der „vorabklären“? Müssen wir dazu neue Stel­len schaf­fen?

Die Um­set­zung die­ses Pa­ra­gra­phen ist kom­plex und wäre überhaupt nicht prak­ti­ka­bel gewesen.

Beni Riedi, Kantonsrat Baar, SVP Kanton Zug

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Sprachliche Frühförderung gehört nicht ins Schulgesetz
  • Februar 8, 2015

    Zuerst müssen die Kinder im Kindergarten- und im Primarschulalter ordentlich Deutsch lernen. Man hat schliesslich festgestellt, dass Frühenglisch und Frühfranzösisch nichts bringen. Ab der 6. Klasse kann man mit einer ersten und mit einer zweiten Fremdsprache beginnen. So, wie wir dies damals kannten. Die Kinder sind doch total überfordert mit diesem ‘so früh wie möglich’-System. Grund sind pädagogische Richtlinien, sofern sie überhaupt bestehen, als Experimentalzweck bei den Kindern zu verwirklichen. Kinder sind Kinder. Erwachsene sind Erwachsene. Aus, Fertig, Amen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubüherl ich binmit Ihnen einig bis auf,
      “zuerst müssen die Kinder im Kindergarten- und im Primarschulalter ordentlich Deutsch lernen.”

      Eigentlic​h müssten sie beim Eintritt in den Kindergarten mundart sprechen können und es nicht erst da lernen!;-) Aber eben, für viele ist das halt schon eine Fremdnsprache mit der sie wenig bis keinen Kontakt haben, bevor sie in den Kindergarten kommen und da müsste man den Hebel schon mal ansetzte. Früh Förderung ja! Für die welche die Umgangsprache bis zum Kindergarten nicht erlernt haben, dann aber bitte kostenpflichtig für die Eltern, immerhin hätten sie so um die 6 Jahre Zeit gehabt.

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  • Februar 9, 2015

    Felix Kneubühl

    Da bete ich mit Ihnen aus vollster Ueberzeugung gerne mit. Aus, Fertig, Amen.

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  • Februar 10, 2015

    “Die SVP Frak­tion ist klar der Mei­nung, dass die Kin­der im Kin­der­gar­ten un­sere Spra­che er­ler­nen können. Zusätzlich gibt es be­reits heute Mass­nah­men wie zum Bei­spiel DaZ (Deutsch als Zweit­spra­che), wel­che die Kin­der zusätzlich unterstützen, falls der Be­darf besteht.”

    Herr Riedi,
    1. Kindergärtner sind keine Sprachlehrer und der Kindergarten ist keine Sprachschule, wo aufgeholt werden kann, was die Eltern sträflich vernachlässigt haben!

    2. Es genügt nicht, entsprechende vorschulische Förderprograme anzubieten, man muss sie zum Pflichtprogramm erklären! Wessen Kind beim Kindergarteneintritt die Landespsrache nicht versteht, wird gebüsst. Nur so wird’s funktionieren! Wär’s anders würden diese Kinder die Sprache ja lernen, tun sie aber eben nicht! Und warum nicht? Weil’s keine Konsequenzen (für die Eltern) hat!

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