1. Sonstiges

Unsere Energieministerin hat schwierige Zeiten vor sich.

In einer Arena-­Sen­dung habe ich erst­mals di­rekt im Stu­dio zu­schauen müs­sen, wie un­sere Ener­gie­mi­nis­te­ri​n mit ihrer fla­chen ho­ri­zon­ta­len Hand das Preis­ni­veau einer Ki­lo­watt­stunde Pho­to­vol­taik schritt­weise auf ein tiefe­res Ni­veau sin­ken liess. “Mensch …” hab ich ge­dacht “… die hat un­sere Strom­ver­sor­gung noch ü­ber­haupt nicht be­grif­fen!” Wir brau­chen eine kon­stante Span­nung im ge­sam­ten Ver­tei­lungs­netz. Manch­mal ist eine Ki­lo­watt­stunde sehr wert­voll, manch­mal bringt sie nur Ü­ber­las­tungs­pro­b​le­me. Ihr Wert ist in die­sem Zeit­punkt deut­lich unter Null.

“Wir müssen nur leistungsfähige und preisgünstige Speicher finden” hab ich unsere Energieministerin später gehört. Doch für die kurz- und mittelfristige Stromspeicherung haben wir in der Schweiz mehr als genug Speicherkapazität. Im Winterhalbjahr haben wir jedoch als Folge der wenig Wasser führenden Flüsse schon lange viel zu wenig Strom. Für einige Wochen können wir dank unseren zum Teil riesigen Stauseen Strom fürs Winterhalbjahr speichern. Doch im Winterhalbjahr müssen wir schon seit Jahrzehnten viel Strom aus unsern Nachbarländern importieren.

Garantie​rte Einspeisevergütungen verzerren den Strommarkt total. Sie führen nach einer gewissen Zeit zum finanziellen Niedergang der Stromkonzerne. Dies gilt nicht nur bei uns sondern auch in Deutschland, dem Eldorado der Photovoltaik.

Und übrigens …
Wer meint, ich sei gegen Photovoltaik, der irrt. Mein nächstes Auto wird ein Elektroauto sein. Seine Akkus werde ich mit selbst produziertem Photovoltaik-Strom aufladen. Ich finde das sinnvoll. Auf die Idee kam ich dank unserer Energieministerin Doris Leuthard.

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Comments to: Unsere Energieministerin hat schwierige Zeiten vor sich.
  • März 11, 2016

    Noch mehr als durch Einspeise-Subventione​n wird der Strom durch unverhältnismässig geforderte Rücklagen
    für Luxus-Unterkünfte der nicht ganz verbrauchten Brennstäbe für die noch ganzen verbleibenden 13 Milliarden UniversumJahren – anstatt der statistisch für den homo sapiens noch verbleibenden 5000 Jährchen. Dann wäre nämlich auf der Erde bereits ein so grosses (min. +30 Mia Erdenbürger) Gedränge, dass kein AKW mehr genügen würde.

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    • Juli 19, 2021

      Gemäss Experten zeichnet sich bereits ein Rückgang des Zuwachses ab. Man rechnet langfristig mit einer Stabilisierung der Weltbevölkerung bei ca. 10 Milliarden Menschen. Siehe >>> http://www.ch-strategie.ch/e​nergie.htm

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    • Juli 19, 2021

      Herr Scheuber

      Grundsätz​lich richtig, aber hat einen Haken. Wenn sie die heutige Entwicklung der Verteilung betrachten, steigt die Kohlekraft in exoribtanter Weise an für die Energieerzeugung. Es kann nicht Sinn und Zweck sein, AKW’s abzustellen um dann unsere Luft mit solchen Kohlekraftwerken zu verunreinigen. Das tun wir nähmlich dann heute und jetzt. Aber für die Brennstäbe könnte man durch intensivere Forschung weitere Endnutzung entwickeln.

      Alles was auf unserer Erde besteht ist Energie. Und nur weil wir heute nicht in der Lage sind “verbrauchte” Brennstäbe weiter zu nutzen um die Restenergie auch noch zu anderer Energie umzuwandeln, heisst das nicht, dass es nicht möglich ist.

      Aber Kohlekraftwerde verunreinigen die Luft heute und jetzt, was wir nicht mehr rückgängig oder durch Weiterentwicklung und Forschung verändern können.

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  • März 12, 2016

    …was wird da eigentlich “gespielt “?…woher kommt den dieser “Gratis-Strom “?..warum können die Akw’s den nicht mehr den Kunden den Preis verrechnen,der für ein profitables “Geschäften”notwendig​ ist?Das gleiche gilt nun offenbar auch für die Wasserkraftwerke!Was zwingt die Stromerzeuger dazu,in der CH den Strom zu nicht mehr kostendeckenden Tarifen anzubieten?Bis jetzt war ich der Meinung,dass ich nach wie vor einen Strompreis zahle,der in der Vergangenheit weder höher war,nun aber in der Gegenwart auch nicht wirklich real extrem viel billiger geworden ist!……das Ganze ist für den “Normalbürger “ziemlich undurchsichtig und auch etwas dubios!….vielleicht​ kann mich da drin jemand “aufklären “….

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wolfensperger

      Da die Industrie und Dienstleistungsbranch​e rund 70% des gesamten Energiebedarfs bezieht ist der Strompreis auch auf diesen Abgestimmt, damit im heutigen sog. globalisierten Markt der Abgabepreis konkurrenzfähig ist gegenüber dem Ausland. Somit wird dieser in den angesprochenen Sparten durch die Anderen Bezüger Quersubventioniert oder halt wie heute bei Alpic unter dem Herstellungspreis abgegeben.

      http://​eneff-industrie.info/​quickinfos/zweitequic​k/anteile-der-verbrau​chergruppen-am-stromv​erbrauch-in-prozent/

      Ein weiterer Nachteil der sog. Globalisierung des Markes, dass rund 70% des Bedarfs nun den Strom da kaufen kann wo er am billigsten ist. Sicher ist das für die Herstellung und Produktion nützlich, damit der Herstellungspreis von Produkten tief gehalten werden kann. Aber wie jedes “Ding” haben solche sog. Vorteile auch Nachteile. Und das ist nun halt mal der Zerfall des Strompreises.

      Woll​en wir einen Produktionspreis vom Strom in der Schweiz erhalten, müssten wir die Überregionalen Strombezüge abkoppeln, was aber wiederum höhere Produktionskosten von Produkten bedeutet und somit dann wiederum Arbeitsplätze fordert, die man entwickelt hat um das hohe Bevölkerungswachstum zu beschäftigen.

      Wer das noch nicht eingesehen hat, dass das zusammenhängt????

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    • Juli 19, 2021

      PS: man wollte die liberalisierung des Strommarktes und das sind die Folgen davon. Freier Einkauf von Strom irgendwo auf der Welt zu dumpingpreisen, weil da grad eine Überproduktion besteht, so wie unser Strom ins Ausland verkauft wird zu Dumpingpreisen, wenn zuviel Strom vorhanden ist.

      Aber wie sagt man schon “Fünfer und s’Weggli” bekommt man nicht. Entweder werden wir auch hier abhängig vom Ausland, weil unser Strom auch teurer ist in der Produktion als im Ausland. Oder wir unterbinden solche Weltweiten Einkäufe und finanzieren unseren Strom durch für unsere Region bezogenen korrekten Preisen. Was aber auch bedeutet, dass man Arbeitsplätze abbauen muss, wiederum bedeutet, dass man auf hohe Zuwanderung verzichten muss.

      Dies ist nun halt mal das sog. Wachstumsspiel

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    • Juli 19, 2021

      Danke Herrr Schweizer!
      Ich vermute,dass vielen Menschen (und mir übrigens auch!) gar nicht bewusst ist,wie skurppellos hier mit den Resourcen der Stromversorgung umgegangen wird.
      Also,was mich daran beschäftigt ist,wie die Kontrollen solcher Stromgeschäfte ablaufen,wenn dann angeblich Wind-Strom in Norddeutschland gekauft wird sozusagen fast gratis,und was machen die AKws hier mit dem überflüssigen Strom…oder zahlt man einfach eine Rechnung nach Norddeutschland die halb so viel kostet,wie wenn die Rechnung ins Schweizer Akw geschickt wird…???…mir soll doch keiner kommen,dass das alles noch übersichtlich,sauber und ohne Komplikationen vor sich gehen kann!
      Technischer Fortschritt ist schön und gut,aber hier hört es auf,weil meiner Ansicht nach eine Kontrolle über Stromherkunft,ob grün oder Akw`s schlichtweg nicht machbar ist.Schlaumeiereien über sauberen oder eben nicht so sauberen Strom müssen doch an der Tagesordnung sein.
      Das da dass alles schlussendlich zum Zusammenbruch der ganzen Stromversorgung führen könnte,scheint vielen offenbar gar nicht bewusst zu sein.Aber wen interessiert es schon,solange der Rasierapparat am Morgen läuft….und die Kühltruhe nicht aussteigt..??

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    • Juli 19, 2021

      Das ist so Herr Wolfensperger

      Auch​ wenn die sog. Globalisierung angeblich Positives bewirkt, entwickelt sich aus dieser immer grösser werdenen Anonymität auch die Gefahr, dass Dinge passieren die nicht mehr kontrollierbar sind.

      Aber leider reagieren auf solch kritisches Hinterfragen einige Menschen sehr pickiert und fühlen sich angegriffen. Spricht man kritisch gegenüber der heute herrschenden Globalisierung, ist man sofort ein Gegner.

      Doch leider vergessen viele in diesem sog. Freiheitswahn, dass diese Freiheit viele Negativpunkte mit sich bringen. Und wenn der Mensch wieder weniger materiell denken würde, könnte er auch erkennen, dass eine Globalisierung in Bezug zum Menschen eher weniger Gemeinschaft bringt. Jeder wird immer anonymer in einer grösser werdenden Masse. Daraus entwickelt sich dann auch der Schluss-Satz von Ihnen. “Hauptsache mein Rasieraparat läuft und der Andere solle doch Nass rasieren, ich habe ja scho einen Akkurasierer, damit ich keinen Strom aus der Steckdose beziehe”

      Aber viele vergessen, dass mit dieser Globalisierung auch ein immer grösser werdender Pragmatismus gefragt ist.

      Und Ihre Bedenken kann ich auch nur Teilen. Denn die Privatisierung unseres Strommarktes hat sicherlich auf den Preis gedrückt, aber nicht auf die Qualität gesetzt. Ist wohl aber auch nicht erwünscht in heutiger Weltansicht, denn die einzelne Person hat wohl Freiheit gewonnen, aber verliert immer mehr den Überblick für das Wesentliche. Das wird dann unweigerlich von Herren Chefetagen, Verwaltungsräten auch in der Politik sitzend genutzt um dank dieser Unkontrollierbarkeit ihre Gewinne zu fördern.

      Und auch wenn ich hier wieder auf Gegenliebe stosse. Der Mensch verliert mit der Globalisierung mehr als er gewinnt. Nur wird er das erst dann erkennen, wenn er bereits ein “Nichts” ist auf dieser Welt. Immer mehr eine Nummer, welche man uns als Einsparungspotential verkauft und somit wiederum das Ego des Einzelnen bei der Abstimmung für seine Nummer schaut.

      Aber kritisches Hinterfragen oder Gegendarstellungen sind heute auch nicht mehr erwünscht. Sollte man das tun, ist man gleich von der SVP oder ein Feind, welcher “gebodigt” werden muss, damit die eigene Meinung dann im Vordergrund stehen könnte.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wolfensperger

      Sie beklagen, dass Sie immer noch gleich viel für den Strompreis bezahlen.

      Ich nehme nun an, dass Sie eine 400V/230V Leitung haben.

      Das EW verrechnet dafür in der Grössenordnung von 15 – 25 Rappen pro kWh.

      Wären Sie ein Grossverbraucher und hätten einen Anschluss mit einer 16kV oder sogar einer 50kV – Leitung, würden Sie bloss 4 – 6 Rappen pro kWh bezahlen. Sie müssten jedoch selber den Transformator kaufen und auch warten was natürlich wieder kostet.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Marquis

      Er hat das nicht beklagt, sondern sich gewundert, dass seit Jahren der angeblich immer billigere Strompreis nicht bei Ihm ankommt.

      NB: Man benötigt keinen eigenen Transformator um Billigstrom zu bekommen. Sie müssten einfach ein grosse Menge abkaufen und erhalten dann einen “Spartarif” je nach Menge den Sie beziehen.

      Dies hat halt auch die Liberalisierung, Pivatisierung mit sich gebracht, dass Jener der viel bezieht den Preis drückt und da dies rund 70% Industrie und sonstige Branchen sind gerät ein Anbieter sehr schnell unter Druck, weil er sonst bis zu 3/4 seiner Kunden verlieren könnte, wenn er den Preis nicht anpasst.

      Wie überall ist schlussendlich der Leittragende der Kleinbezüger (Privatkunde), welcher einfach bezahlen muss. Würde ein grober Aufschlag nicht ein riesen Geschrei erzeugen, hätte man den rund 30% Privatkunden den Preis schon längst erhöht um die Preisnachlässe zu kompensieren. Da aber die betroffene Menge Menschen weit über 90% der Kunden sind, dürfte es einem Anbieter schwer fallen, den Preis einfach ungehindert zu erhöhen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer

      Soweit ich Sie verstanden habe, unterstellen sie den Elektrizitätswerken, dass sie die Grossbezüger mit den Kleinbezüger von Strom quersubventionieren?

      Können Sie dies belegen?

      Ansonsten​ hat es hier einen interessanten Artikel zum Thema:

      http://www.​tageswoche.ch/de/2016​_11/schweiz/713956/H%​C3%A4-AKW-rentieren-n​icht-mehr-Kann-mir-da​s-mal-jemand-erkl%C3%​A4ren-Ja-voil%C3%A0.h​tm

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    • Juli 19, 2021

      Herr Marquis

      Wer was Quersubentioniert möchte ich hier nicht pauschal definieren. Aber es liegt auf der Hand, dass man mit allen Mitteln Grossbezüger bei der Stange halten möchte, da diese die Volumen darstellen um überhaupt noch einen vernünftigen Preis zu erhalten.

      Dazu kommt, dass explizit nur Bezüger über einem bestimmten Bedarf seinen Bezug da definieren kann wo er möchte (also auch im Ausland). Kleinbezüger kommen nicht in den “Genuss” den Strom im Ausland “einkaufen” zu können. So zumindest habe ich das noch im Gedächnis, als man die EW’s privatisiert hat.

      Und es wäre auch eine logische Schlussfolgerung, dass der Kleinbezüger sich nicht gross aussuchen kann wo er was einkauft und somit einen definierten Preis bezahlen muss.

      Dass es sich bei Alpic sicherlich auch um Managementfehler, oder zu hohe Gagenbezüge, handelt kann nicht von der Hand weisen. Und die “arme” an der Spitze sitzende Frau wird nur noch “verheizt”, als man ihr den Posten angeboten hat.

      Etwa so spiegelt sich das Geschehen über die letzten Jahre.

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  • März 12, 2016

    Herr Jorns

    Es ist löblich, dass Sie Ihr nächstes Fahrzeug so betreiben möchten. Es sollte auch das Ziel sein, dass der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug nur dann Sinn ergibt, wenn die dazu benötigte Energie aus solcher “Eigenproduktion” von Solarzellen entsteht. Unsinnig wäre die heute teilweise versuchte Entwicklung, dass man Elektrofahrzeuge fördert, welche am Stromnetz aufgeladen werden, ausser es ist garantiert, dass die bezogene Energie ausschliesslich über Solarzellen entsteht.

    Dies ergäbe dann einen nahezu neutralen Kreislauf, bezogen auf die Nutzung des Fahrzeuges. Mal davon abgesehen, dass die Erzeugung und Entsorgung solch benötigter Energiespeicher massive Umweltprobleme erzeugen (Reststoffe die nicht recycelt werden können)

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