Es gibt nur eine ein­zige Begründung für eine starke Armee!

Einen möglichen Krieg in Europa vom Land fern zuhalten und, falls wir doch angegriffen werden, die Schweiz zu verteidigen, ist die einzige annehmbare Begründung für eine starke Armee.

All die Leute, die jetzt im Zusammenhang mit der Beschaffung des Gripen meinen, die NATO solle, könne, würde uns dann schon helfen, haben die Schweiz gedanklich schon in den nächsten Krieg gestossen. Denn falls es in Europa wieder einen militärischen Konflikt geben sollte – was Gott verhüten möge, aber denkbar ist – ist die NATO Kriegspartei.  Angesichts der grossen strategischen Bedeutung unserer Alpentransversalen, der Flugplätze, des Verkehrsnetzes, der Wirtschaft und dem Bollwerk “Alpen” möchte die NATO die Schweiz schon lange in ihr Bündnis integrieren. Jetzt helfen ihr die Gripen-Gegner dabei.

Gotthard Frick, Bottmingen

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Mitglied der NATO werden?
  • Mai 1, 2014

    Sie sind ja auch Gripen-Gegner. Eine NATO-Mitgliedschaft würde die Schweiz mehr als doppelt so viel kosten, als dass es unsere Armee jetzt kostet. Ausgerechnet Sie als SP-Mitglied würden diese Mitgliedschaft begrüssen, Herr Frick. Na gut bezahlen wir zu Handen der NATO weniger AHV-Beiträge. Der beste Weg ist, die Armee effizient zu gestalten in Friedenszeiten. Dem Armeebericht folgen, der besagt, dass die bestehenden 32 Flugzeuge für den Luftpolizeidienst reichen und im Jahr 2030 die gesamte Flotte ersetzen, durch neue, bereits erprobte und bewährte Flugzeuge, die nochmals die nächsten 30 Jahre zuverlässig für die Schweiz ihren Dienst tun. Die Elektrotechnik wird immer zeitloser und im Jahre 2030 ist der Gripen so oder so veraltet gegenüber den Flugzeugen der NATO.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frick ist gegen die Mitgliedschaft in der NATO. Da scheinen sie ihn flasch verstanden zu haben. Zudem ist er glühender Gripen-Befürworter. Er argumentiert, dass diejenigen, die sagen, die NATO würden uns schon helfen, eine Mitgliedschaft in der NATO begünstigen würden.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frick: Nicht nur sind Sie ein Gegner, sondern unser Schweizer Volk auch dagegen.
      Aus unser Konsequenzen wäre sich diese NATO der Mitgliedschaft und Berufsarmee viel zu teuer geworden.
      Als unser Schweizer Neutralitätsstatut der Schweizer Geschichte siehe Bundesbrief und Milizarmee sauber billigen.

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  • Mai 1, 2014

    Jetzt kommen natürlich wieder diese saublöden lächerlichmach-Kommen​tare die sagen, die Nato würde die Schweiz sicher nicht angreifen und so. Schon klar, das ist nicht sehr wahrscheinlich.

    Ab​er es geht darum, nicht zur NATO zu gehören, wenn sie Kriegspartei werden sollte, was jederzeit passieren kann. Gegen Russland zum Beispiel, oder im Mittelmeerraum und von mir aus auch am Hindukusch.

    Wir müssten dann sowohl der NATO wie auch deren Feinden gegenüber beweisen, dass das Schweizerische Territorium und damit unsere Neutralität jederzeit autonom verteidigt werden kann und dass wir keiner der Parteien angehören.

    Wer zu einem Militärblock gehört, ist augenblicklich der Feind aller gegnerischen Verbände.

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  • Mai 2, 2014

    “(…) Bedeutung unserer Alpentransversalen, der Flugplätze, des Verkehrsnetzes, der Wirtschaft und dem Bollwerk “Alpen” möchte die NATO die Schweiz schon lange in ihr Bündnis integrieren. Jetzt helfen ihr die Gripen-Gegner dabei.”

    Aus den Reihen der Gripen-Gegner/innen ist kein Vorschlag bekannt, der NATO als Mitglied beizutreten, Herr Frick, lieber Genosse, das würde mich auch sehr wundern.

    Im Kriegsfall wird es wie immer Absprachen geben – zwischen den Armeeführungen.

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    • Juli 19, 2021

      Vimentis.ch

      Sehr geehrter Herr von Wildenstein,

      Ich habe nicht gesagt, die Gripen-Gegner wollten die Schweiz in die NATO führen, sondern dass sie das im Falle eines Neins bewirken, weil dann in wenigen Jahren unser Luftraum von uns selber im Neutralitätsfall nicht mehr geschützt werden kann. Die NATO wird ihn dann uneingeschränkt für ihre eigenen Zwecke benützen und keine grossen Umwege mehr fliegen. Der Bundesrat kann dann nur „heftig“ protestieren. Aber ein Gegner der NATO wird feststellen: „Aha, die NATO benützt den Schweizer Luftraum“ und Gegenmassnahmen treffen – und schon sind wir auf Seiten einer Partei im Krieg, selbst wenn wir gar nicht unternommen hätten. Im Kriegsfall ist das Territorium der Schweiz, mit allem was wir haben, für alle Kriegsparteien viel zu wichtig, als dass sie diesen „Preis“, (das Wort ist aus einer deutschen Angriffsplanung entlehnt) nicht in ihre Kampfführung einschliessen würde – falls er billig oder gratis zu haben wäre. Sollte in den nächsten Jahren ein Krieg in Europa doch Wirklichkeit werden, werden wir unweigerlich hineingerissen, weil wir – auch dank SPS – keine Armee mehr haben, die stark genug ist, ihn vom Land fern zu halten.

      Ich finde es erstaunlich, dass man das überhaupt erklären muss, so offensichtlich ist es. Aber ich weiss, das schon lange währende schöne Wetter lässt viele glauben, die Welt habe sich verändert. Auf dem Zentralsekretariat der SPS wurde ich sogar darüber belehrt, die menschliche Natur habe sich völlig verändert und ein Krieg in Europa sei deshalb ausgeschlossen. Also Hyperschall-Epigeneti​c.

      1943 wurde die letzte grosse deutsche Angriffsplanung nicht ausgelöst, um die Schweiz zu erobern, sondern ausschliesslich, um zu verhindern, dass wir freiwillig oder gezwungenermassen auf Seiten der Alliierten in den Krieg eintreten, dass unser Territorium und der Luftraum den Feinden Deutschlands zur Verfügung stünde. Deutschland sah das als beunruhigendes mögliches Problem. Per Saldo kam die Planung doch zu einem für uns gesamthaft positiven Schluss, weil es angesichts der strikten Neutraliät undenkbar sei, dass wir von uns aus in den Krieg eintreten würde. So etwas sei mit der Schweizer Mentalität völlig unvereinbar. Und zweitens, weil wir eine sehr starke Armee hätten. Sie haben das folgende Zitat aus dieser Angriffsplanung vielleicht schon bei mir gelesen: „Die Bezwingung der sich erbittert verteidigenden Truppen im Hochalpenreduit wird eine schwer zu lösende Aufgabe darstellen.“ Müsste nicht jeder Schweizer auf eine solche Beurteilung durch die „besten Soldaten“ der Welt (laut Schlussbericht des US Senates über den 2. WK) stolz sein und dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft so gesehen werden und damit einen Krieg vom Land fernhalten können? Nur dann können wir auch weiterhin als einziges Volk der Welt sogar über Kampfflugzeuge abstimmen.

      Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick, Bottmingen

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  • Mai 5, 2014

    Die NATO-Exponentenländer​ bauen bereits seit Jahren an einer gegen Russland gerichteten geopolitischen Architektur. (Auffallenderweise ziemlich genau nach den Anleitungen zur Strategie der US-Vorherrschaft in “Die einzige Weltmacht” von Zbigniew Brzezinski). Da werden Stellungen errichtet, in die sich die Schweiz keinesfalls hineinziehen lassen darf, will sie selbständig und neutral bleiben.

    Am 01.05.2014 berichtet German-Foreign-Policy​.com:
    Mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung haben am letzten Wochenende mehrere hundert Menschen im westukrainischen Lwiw der Gründung der Waffen-SS-Division “Galizien” gedacht. Die Veranstaltung setzt die sich neu verdichtende Tradition ähnlicher SS-Ehrungen auch in anderen Städten der Westukraine fort, an denen sich mehrmals Politiker der Regierungspartei Swoboda beteiligt haben.

    Die SS-Ehrungen knüpfen an das Erstarken des Kultes um die früheren NS-Kollaborateure von der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) an, den der 2005 ins Amt gekommene ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko systematisch gefördert hat.

    Juschtschenko​, prowestlich, eng mit Berlin kooperierend, habe ab 2005 “eine umfassende historische Mythenbildung in der Ukraine” betrieben, berichtet der Historiker Per Anders Rudling (Lund University) im Gespräch mit german-foreign-policy​.com. Dazu habe ein umfangreicher Kult zugunsten der OUN, der UPA und ihrer Führer, insbesondere Stepan Bandera, gehört. Juschtschenko sei damit auf Protest gestoßen – in der Ost-Ukraine und in Polen, das mehr als 90.000 Opfer des UPA-Terrors zu beklagen hatte.

    Berlin hingegen liess Juschtschenko aus geostrategischen Gründen gewähren – und leitete ab Anfang 2012 sogar selbst eine immer engere Zusammenarbeit mit den OUN-Verehrern von der Partei Swoboda ein.

    Absehbares Ergebnis: Die forcierte Spaltung der Ukraine.

    Ganzer Bericht (sehr lesenswert): http://www.german-for​eign-policy.com/de/fu​lltext/58853

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