1. Finanzen & Steuern

OECD-Mindeststeuer: Mehreinnahmen gehören den heute steuergünstigen Kantonen.

Besteht in einem Kanton eine Gesamtsteuerbelastung von unter 15%, ist dies auf eine niedrige Kantonssteuer zurückzuführen. Wird in Zukunft eine Mindestbesteuerung von 15% festgelegt, müssen die generierten Mehreinnahmen verursachergerecht auch denjenigen Kantonen zugutekommen, die die geringe Besteuerung erst ermöglichen. Sie müssen sich im Standortwettbewerb für die Zukunft optimal positionieren können, damit das Steuersubstrat nicht abwandert.

Die Zuweisung der Mehreinnahmen an den Bund führt faktisch zu einer materiellen Teilharmonisierung der Gewinnsteuern. Ein solch signifikanter Systemeingriff ist falsch – die Schweiz wäre gut beraten, die Einführung der Mindeststeuer nicht für eine weitere innerstaatliche Umverteilung zu missbrauchen.

Comments to: OECD-Mindeststeuer: Mehreinnahmen gehören den heute steuergünstigen Kantonen.

Neuste Artikel

  1. Politisches System
Femizide: SP plant Volksinitiative SP und Grüne befinden sich in einem Formtief. Die politischen Schwergewichtsthemen EU, Migration und Asyl werden von der SVP erfolgreich bewirtschaftet. Die Bürgerlichen drängen auf einen Ausbau des Verteidigungsbudgets; in Anbetracht des Ukraine-Krieges nicht ganz unverständlich. Die prekäre Finanzlage des Bundes lässt einen Ausbau des Sozialstaates und des nicht mehr prioritären Klimaschutzprogramms kaum mehr zu. Was tun, wenn einer Partei die zugkräftigen Themen ausgehen? Man setzt auf emotional aufgeladene und von der Mehrheit der Wählerschaft gut versteh- und nachvollziehbare politische Nebenthemen wie Frauenschutz, Mutterschutz, Kinderschutz, Lärmschutz, Tierschutz, das Gendern oder die IV. Mit Hilfe solcher „Emotionsthemen“ kann man neue Wählerschichten gewinnen und davon ablenken, dass man eigentlich die grossen Themen der Bürgerlichen in eine andere Richtung lenken möchte.
  1. Finanzen & Steuern
Kantonaler Wettbewerb: Der Aargau hat ein Ressourcenproblem! Der Kanton Aargau bezieht Finanzausgleich, weil seine steuerlich ausschöpfbaren Ressourcen knapp 20 Prozent unter dem schweizerischen Pro-Kopf-Durchschnitt liegen. Wenn man die einzelnen Komponenten des Ressourcenpotenzials betrachtet, dann ist der Unterschied vor allem bei den Gewinnen der juristischen Personen gross. Zudem weist der Aargau eine unterdurchschnittliche Firmendichte auf.

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

  1. Die EWR-Frage war keine Frage des Freihandels oder des Zugangs zum Binnenmarkt, nein: Es war eine Frage der Demokratie. «Solange…

  2. Welche Folgen sehen Sie mit dem Vorschlag gemäss Ihrem Beitrag? Die Schweiz kann sich nicht annähernd selbst versorgen. Importe, Exporte…

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu