1. Sicherheit & Kriminalität

Beschaffung Kampfjets (F-35)

Das Volk sagte knapp «Ja» ohne, dass alle Bi­e­ler und Aus­land­schwei­zer bei der Ab­stim­mung mit­ma­chen konn­ten (zu spät er­hal­tene Un­ter­la­gen oder weg­ge­wie­sen vor dem Stimmlokal).

Dass es teurer werden kann als veranschlagt war zumindest mir klar. Nun liest man sogar, dass die Armee für F-35-Kampfjet Flugplätze umbauen müsste Kampfjet-Beschaffung:​ Für F-35 müssten Militärflugplätze umgebaut werden (blick.ch). Wurde dies in die Evaluation einbezogen Kampfjet: Wieso Viola Amherd auf die F-35 setzt – Blick? Ich weiss es nicht. Wurde in die Evaluation auch die Kritik und die Probleme einbezogen wie falsch definierte Entwicklungsziele; lediglich über vier interne Waffenpositionen, die nur Luft-Luft-Raketen und Bomben mit maximal 2 × 900 kg aufnehmen könnten; um das Angriffspotential zu erweitern, müssten zusätzliche Außenlasten an den Tragflächen angebracht werden, wodurch die Tarneigenschaften reduziert würden; geringe Höchstgeschwindigkeit​ (Mach 1,6); die Kosten eines Flugzeuges seien zu hoch? Anfang 2013 erschienen Berichte, in denen das Pentagon sowie Piloten die F-35 massiv kritisierten. Neben Kritik an mehreren Systemen, der Zuverlässigkeit und der Wartbarkeit wurde auch das Design der F-35 kritisiert: So sei die Sicht aus der Pilotenkanzel vor allem nach hinten sehr viel schlechter als in anderen Flugzeugen, was dazu führe, dass der Pilot während eines Luftkampfes nicht sehe, was hinter ihm passiert. Dieser Umstand schränke die Überlebenschancen der F-35 im Luftkampf sowie bei Bodenangriffen massiv ein. Das Helm-Display wurde von den Piloten ebenfalls stark kritisiert, da der eingeblendete künstliche Horizont nicht mit dem echten Horizont übereinstimmte und die Anzeige häufig flackerte, verschwommen, unscharf oder ganz defekt war.

Auch im Jahresbericht 2012 übte die Testabteilung Kritik an der F-35.

Diskussion über Scheitern des Programms: Im Februar 2021 wurden in US-amerikanische Medien Äußerungen von Vertretern der Air Force und der Regierung zitiert, welche vom Forbes Magazin als Eingeständnis des Scheiterns des F-35-Projekts gewertet werden. Kritisiert wurden die hohen Kosten für die Anschaffung und den Betrieb sowie die Unzuverlässigkeit der Maschinen. Das Flugzeug, welches als kostengünstiger Ersatz für die F-16 gedacht war, sei durch die lange Entwicklungsphase hindurch immer komplexer und teurer geworden. Letztendlich weise die F-35 all jene Probleme auf, zu deren Lösung sie entwickelt worden sei.

Laut Air Force Chief of Staff Gen. Charles Brown ist die F-35 „ein Ferrari, mit dem man nicht jeden Tag zur Arbeit fahre, sondern den man nur Sonntags nutze“. Brown verglich die F-35 mit der F-22, deren Bau nach 195 Exemplaren aus Kostengründen eingestellt worden sein. Brown legte die Entwicklung eines von grundauf neuen Flugzeugs nahe.

Regierungsber​ater Dan Grazier wies darauf hin, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt sei, mit der Entwicklung eines neuen Flugzeug zu beginnen. Die F-35 habe „zu viel machen sollen“. Denkbar sei laut Grazier, den Bau der F-35 (analog zur F-22) nach einigen hundert Exemplaren einzustellen und mehrere Milliarden Dollar in ein neues Entwicklungsprogramm umzuleiten. (Quelle Wikipedia: Lockheed Martin F-35 – Wikipedia).

Auch wenn die Schweiz nicht die gleichen Gegebenheiten wie die USA hat und entsprechend Kritikpunkte auf die Schweiz nicht anwendbar sind, so frage ich mich doch, ob die F-35 «das Kampfflugzeug» für die Schweiz ist, wenn das Geld für die F-35 umgeleitet wurde …

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