1. Sozialpolitik & Sozialsysteme

Rentenreform: Keine Erhöhung des Rentenalters

Rentenreform: Keine Erhöhung des Rentenalters; neue Finanzierungsquellen anzapfen
 
Das Pensionsalter ist für viele – gute Gesundheit vorausgesetzt – die schönste Zeit ihres Lebens: keine Bevormundung durch Eltern, Pädagogen und Chefs, kein Stress, Meinungsäusserungsfre​​iheit ohne Rücksicht auf den Arbeitgeber. Keine Reduktion dieser schönen Zeit!
Bei der Rentenreform sollte man nicht nur die Erwerbstätigen und die Arbeitgeber:innen zur Kasse bitten, sondern auch die Rentner:innen, die Finanzjongleure und den Luxuskonsum. Auch eine Umlagerung des Bundesbudgets (z. B. weg von Kampfjets, uneffektiver Entwicklungshilfe und quantitätsbezogenen Direktzahlungen an die Landwirtschaft) käme in Betracht. Zuerst muss sich das aber in den Köpfen der Politiker:innen festsetzen, bevor man sich um die Details der Umsetzung kümmern kann.
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Comments to: Rentenreform: Keine Erhöhung des Rentenalters
  • November 6, 2021

    Richtig betr. Erhöhung Rentenalter. Wieso das Rentenalter erhöhen, solange es Zwangsfrühpensionierungen gibt? Firmen und auch Gemeinden füllen so ihre Kassen. Den Kassen geht es besser als uns weisgemacht wird. Rüstige Rentner werden so vom Konsum abgesägt und sogar \”entmietet\” -> sprich sie dürfen sich mit der AHV und ggf. Pensionskasse oder halt dann EL eine teurere Wohnung suchen. P.S.: den Artikel 112 2b (Die Renten haben den Existenzbedarf angemessen zu decken) scheinen gewisse Politiker vergessen zu haben?

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  • November 7, 2021

    \”neue Finanzierungsquellen anzapfen\”
    Der Grundgedanke welche man \”finanziell\” haben sollte ist der:
    Es gibt eine so genannte Gesamtgeldmenge. Bei uns heissen sie M0, M1, M2, M3
    Die Frage die man sich stellen sollte, welchen Einfluss haben mehr Rentner auf diese Gesamtgeldmengen?
    Ich meine, gar keine. Das Geld, welches vor Renteneintritt benötigt wurde, ist nach wie vor da. Es fliesst einfach durch oder in andere Kanäle.
    Auch wird bei dem Thema Rente mit viel \”Fear mongering\” gearbeitet mit dem Ziel, dass durch die Panikmache viele junge Leute in die Vorsorgeprodukte der Banken & Versicherungen ihr Geld \”parken\”.
    Der Grund wird einem klar, wenn man diesen Beitrag liest:

    https://www.infosperber.ch/politik/schweiz/der-konfliktreiche-weg-zu-den-drei-saeulen-der-altersvorsorge/

    Und ich habe den Eindruck, dass man bei der AHV immer nur von Neurentnern spricht.
    Von den \”Austritten\” dagegen hört man nichts?
    Wegen Corona las ich zum ersten mal etwas darüber:
    Das grosse Corona-Tabu: Die dramatischen Todeszahlen entlasten die AHV – um eine Milliarde Franken

    https://www.tagblatt.ch/schweiz/sozialwerke-das-grosse-corona-tabu-die-dramatischen-todeszahlen-entlasten-die-ahv-um-eine-milliarde-franken-ld.2092794?reduced=true

    Aber auch ohne Corona wird es \”Austritte\” geben. Da die Bevölkerung viel ältere Personen aufweist wird (leider) die Sterblichkeit (auch ohne Corona) zunehmen.
    Ich selbst habe in der Verwandschaft 3 Personen im AHV Alter mit EL verloren.
    Da ich nicht denke, dass deren AHV und EL in Himmel oder Hölle nachgeschickt werden werden diese Gelder wieder frei für andere Rentner!

    Speziell auch, in China beträgt das Rentenalter für Frauen Arbeiterinnen 50, für Akademikerinnen 55, Männer 60.
    Und wir reden hier schon von Rentenalter 66 Mann und Frau (Jung FDP).
    Für mich auch stossend, dass beim \”Rentenalter\” die Erwerbsdauer unberücksichtigt bleibt. So wird Leuten, welche direkt nach der Schule erwerbstätig wurden, die so genannten \”Jugendjahre\” nicht angerechnet. Diese Jugendjahre können lediglich zur Deckung von Beitragslücken verwendet werden wobei die Beitragslücken min 5 Jahre vor Rente enstanden sein müssen.

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    • November 7, 2021

      \\”neue Finanzierungsquellen anzapfen\\”
      Der Grundgedanke welche man \\”finanziell\\” haben sollte ist der:
      Es gibt eine so genannte Gesamtgeldmenge. Bei uns heissen sie M0, M1, M2, M3
      Die Frage die man sich stellen sollte, welchen Einfluss haben mehr Rentner auf diese Gesamtgeldmengen?
      Ich meine, gar keine. Das Geld, welches vor Renteneintritt benötigt wurde, ist nach wie vor da. Es fliesst einfach durch oder in andere Kanäle.
      Auch wird bei dem Thema Rente mit viel \\”Fear mongering\\” gearbeitet mit dem Ziel, dass durch die Panikmache viele junge Leute in die Vorsorgeprodukte der Banken & Versicherungen ihr Geld \\”parken\\”.
      Der Grund wird einem klar, wenn man diesen Beitrag liest:

      https://www.infosperber.ch/politik/schweiz/der-konfliktreiche-weg-zu-den-drei-saeulen-der-altersvorsorge/

      Und ich habe den Eindruck, dass man bei der AHV immer nur von Neurentnern spricht.
      Von den \\”Austritten\\” dagegen hört man nichts?
      Wegen Corona las ich zum ersten mal etwas darüber:
      Das grosse Corona-Tabu: Die dramatischen Todeszahlen entlasten die AHV – um eine Milliarde Franken

      https://www.tagblatt.ch/schweiz/sozialwerke-das-grosse-corona-tabu-die-dramatischen-todeszahlen-entlasten-die-ahv-um-eine-milliarde-franken-ld.2092794?reduced=true

      Aber auch ohne Corona wird es \\”Austritte\\” geben. Da die Bevölkerung viel ältere Personen aufweist wird (leider) die Sterblichkeit (auch ohne Corona) zunehmen.
      Ich selbst habe in der Verwandschaft 3 Personen im AHV Alter mit EL verloren.
      Da ich nicht denke, dass deren AHV und EL in Himmel oder Hölle nachgeschickt werden werden diese Gelder wieder frei für andere Rentner!

      Speziell auch, in China beträgt das Rentenalter für Frauen Arbeiterinnen 50, für Akademikerinnen 55, Männer 60.
      Und wir reden hier schon von Rentenalter 66 Mann und Frau (Jung FDP).
      Für mich auch stossend, dass beim \\”Rentenalter\\” die Erwerbsdauer unberücksichtigt bleibt. So wird Leuten, welche direkt nach der Schule erwerbstätig wurden, die so genannten \\”Jugendjahre\\” nicht angerechnet. Diese Jugendjahre können lediglich zur Deckung von Beitragslücken verwendet werden wobei die Beitragslücken min 5 Jahre vor Rente enstanden sein müssen.

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