1. Politisches System

Korruption im Bundeshaus; Augiusstall ausmisten

Autor tho­mas ramseyer
Korruption im Bun­des­haus; Stall des Au­gius muss aus­ge­mis­tet werden

Untersuchung gegen SECO-Mitarbeiter; Pflästerlipolitik vom Uebelsten

Immer wenn jemand erwischt wird, herrscht Aktvismus im betroffenen Bundesamt. Dabei gilt die Regel der Spitze eines Eisberges; auf EIN entdecktes Uebel fallen SIEBEN weitere, welche nicht entdeckt worden sind.

Nicht nur ein Amt muss untersucht werden, sondern ALLE. Die gesamte Organisation muss auf Herz und Nieren geprüft werden.

PUK ungenügend; sie wird nur fallweise eingesetzt
Eine Parlamentarische Untersuchungskommissi​on wird von der Bundesversammlung eingesetzt. Dies nur um Vorkommnisse von grosser Tragweite zu klären. Initiiert wird dieser mittels parlamentarischer Initiative eines Ratsmitgliedes bzw. einer Fraktion oder einer Kommission.

Die Einsetzung erfolgt nach Anhörung des Bundesrats. In allen Fällen ist eben gerade der Bundesrat oberste verantwortliche Instanz, wenn es darum geht, missliebige Vorfälle abzuklären. Der Bock wird also zum Gärtner gemacht.

Gewisse Dinge werden unter dem Titel “Geringfügigkeit” ganz einfach unter den Teppich gekehrt.

Verschärfte​ stetige Kontrollinstanz gefordert

Dazu muss ein vom Parlament kontrolliertes Instrument geschaffen werden, welches sich ständig mit den Abläufen, Kompetenzen, internen Kontrollen und deren Einhaltung beschäftigt. Diese Kontrolleinheit muss ausschliesslich dem Parlament, also Nationalrat und Ständerat, vom Volk in demokratischem Prozess nach Bern entstandt, unterstehen.

Es kann nicht sein, dass die obersten Verantwortlichen anlässlich von Missständen überhaupt angehört werden. Sie wiegeln ab.

Acht “geringfügige” Vorkommnisse ballen sich zu Vorkommnissen von “grosser Tragweite”. Im Grunde genommen geht es um das Vertrauen des Volkes in National- Stände- und Bundesrat; das Vertrauen in unser politisches System.

Kernfrage: tut der Bundesrat überhaupt, was wir das Volk ihm auftragen?

Empfehlun​g
1) Alle Parlamentarier setzen sich für die Bildung einer ausschliesslich durch sie beausichtigte Kontrollinstanz ein. Diese arbeitet vollamtlich und revidiert die GESAMTE Organisation in den Bundesämtern.

2) Parlamentarier, welche sich nicht dafür einsetzen wollen, werden als Filz betrachtet und andlässlich kommender Wahlen von den Stimmbürgern, letztlich den alles und jeden bezahlenden Auftraggebern NICHT mehr gewählt.

3) Die Abgewählten werden durch geeignete sich für die Belange der Bevölkerung einsetzenden Politikern ersetzt.

copyright thomas ramseyer

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Comments to: Korruption im Bundeshaus; Augiusstall ausmisten
  • Januar 30, 2014

    Und gleich weiter im Text/was BR vormacht scheint auch in dessen Bürokratien-Werkstätt​en üblich:

    http://www​.bernerzeitung.ch/sch​weiz/Korruptionsverda​cht-beim-Seco-VIPTick​ets-hier-Auftraege-da​/story/12758573

    ​Korruptionsverdacht beim Seco: VIP-Tickets hier, Aufträge da

    Von Christian Brönnimann. Aktualisiert um 10:14 100 Kommentare

    Ein Ressortleiter des Seco hat sich gemäss Dokumenten seit Jahren persönliche Vorteile verschafft. Im Gegenzug schanzte er Freunden in der IT-Branche Aufträge zu – zu überhöhten Preisen.

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