1. Sonstiges

“Schweizer sind Idioten”. Warum Dieter Moor recht hat.

Der Schwei­zer Mo­de­ra­tor Die­ter Moor, der seit Jah­ren in Deutsch­land lebt, hat mit sei­ner Aus­sage im deut­schen Fern­seh­sen­der N-tv “Die Schwei­zer sind Idio­ten” für Auf­se­hen ge­sorgt. Seine Aus­sage war si­cher­lich un­dif­fe­ren­ziert, im Grund­satz hat Moor aber recht: Schwei­zer verfälschen tatsächlich dau­ernd die Ge­schichte und hal­ten sich an My­then statt die Fak­ten zur Kennt­nis zu neh­men. Das be­wies kürzlich auch Bun­des­rat Ueli Mau­rer mit sei­nen stu­pi­den Äusserungen zur EU.

Auf die Ursachen nach dem gespannten Verhältnis zwischen Deutschen und Schweizern angesprochen antwortete Moor: “Weil die Schweizer einfach Idioten sind. Schweizer haben kein Selbstbewusstsein und verfälschen permanent ihre Geschichte.” Weiter geht Moor auf die zahlreichen historisch falschen und bis heute aufrechterhaltenen Schweizer Mythen ein.

Moor hat recht
Moors Äusserungen sind zwar provokativ und undifferenziert, im Grundsatz treffen sie aber den Nagel auf den Kopf: In der Schweiz wimmelt es von Mythen, die auf falschen Fakten, Unwahrheiten oder historischem Unsinn beruhen und bis heute Bestand haben. So halten sich die erwiesenermassen falschen Mythen von der “älteste Demokratie der Welt”, der “glorreichen Landesverteidigung”,​ der “Anbauschlacht”, der “Unabhängigkeit” und “Neutralität” o​der dem “erfolgreichen S​chweizer Alleingang” bis heute. Fakten werden dabei konsequent ignoriert.

Ueli Maurers Faktenresistenz
Wie recht Moor mit seinen Äusserungen hat, zeigten die stupiden, unqualifizierten und schlichtweg falschen Aussagen von Bundesrat Ueli Maurer in einem Interview in der Wochenzeitung “Die Zeit”. So behauptete Mauerer “niemand wolle heute noch EU-Mitglied werden”. Offensichtlich hat Maurer nicht mitbekommen, dass das kroatische Volk erst kürzlich dem EU-Beitritt zugestimmt hat. Und zwar haushoch, wie dies schon früher die grosse Mehrheit der anderen EU-Staaten per Volksentscheid getan haben. Auch das repräsentative Umfragen (darunter eine im SVP-Propagandablatt “Die Weltwoche”) klar bestätigen, dass die grosse Mehrheit der Europäer nach wie vor klar hinter der EU stehen ignoriert Isolationist Maurer.

Weiter behauptet Maurer, die Schweiz sei die “beste Volkswirtschaft der Welt”. Offensichtlich hat Maurer nicht mitbekommen, dass die Schweiz in den letzten 20 Jahren gerade als Folge des Alleingangs von zahlreichen Staaten überflügelt oder eingeholt wurde. Oder versteht Maurer unter “bester Volkwirtschaft der Welt” etwas das gleiche wie unter “bester Armee der Welt”? Wenn man da an das Chaos in dem von ihm “geführten” VBS denkt…

Maurers Aussagen werden aber noch unsinniger: So behauptet er, wäre die Schweiz dem EWR beigetreten hätte dies das Land in “eine tiefe Depression” geführt. Offensichtlich hat Maurer in den 1990er Jahren wenig von der Realität mitbekommen: Die stagnierende Schweizer Wirtschaft in einem florierenden Europa, Rekordarbeitslosigkei​t in der Schweiz (bis 5,7%), stagnierende Reallöhne, das Grounding der Swissair,…

Wenn Mythen derart stark die Wahrnehmung der Realität verfälschen wie in der Schweiz, werden sie zu einer Bedrohung für ein Land. Besonders bedenklich ist es, wenn sich Regierungsmitglieder derart stark von Mythen fehlleiten lassen…

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Comments to: “Schweizer sind Idioten”. Warum Dieter Moor recht hat.
  • Juni 23, 2012

    ausserdem sagte ueli maurer, das niemand der noch bei verstand ist, in die eu möchte und niemand der noch bei verstand ist, würde behaupten dass er damit unrecht hat!

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  • Juni 26, 2012

    Es ist köstlich, seit Jahrzehnten verkünden rechtskonservative Kreise das Ende der EU (und ihrer Vorgängerorganisation​en EWG und EG). Und in der Realität passiert das Gegenteil: Die EU wird immer grösser und erfolgreicher!

    So wurde damals behauptet die EWG habe keine Zukunft, man müsse wenn schon der EFTA beitreten. Heute hat die EFTA keinerlei Bedeutung mehr. Die EU hingegen ist die grösste Wirtschaftsmacht der Welt!

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    • Juli 19, 2021

      Die, die sie hier als Kurzsichtig “Tellerrand hinwegzusehen” beleidigen möchten, haben schon sehr früh bemerkt das die EU so nicht funktionieren kann. Freier Waren, Kapital, Dienstleistung und Personenverkehr, wäre Günstiger und ebenso effektiv zu haben gewesen ohne dieses Selbstmörderische Konstrukt des Grössenwahns!

      Es​ ist doch eher so Lohmann, dass vom Sinkenden Schiff verkappte Notsignale gesendet werden um A) mit Schweizer Geld das Loch zu Stopfen und B) in Ihrem Kommunistenwahn die Schweiz mit in den Abgrund zu Reisen. Denn ganz ehrlich Herr Lomann, das EU Konstrukt kann und hat nur ein Ziel, Kommunistische Diktatur. Da ist die Schweiz mit Wohlstand für den einzelnen ein Dorn im Auge. Wer sich mit Fleiss und Eigenverantwortung mehr leisten kann ist geradezu ein Staatsfeind für die Kommunisten. Nicht vergessen darf man das es Zwei Arten von Kommunisten gibt. Der Gemeine Kommunist, der sich vom Staat führen und Füttern lässt und der Reiche, der die Gemeinen Kommunisten zu Arbeiter instrumentalisiert. So herrscht der Vermeintliche Frieden, niemand hat was und der Reiche hat alles.

      Noch ist der grösste Teil der Schweizer Pflichtbewusst und Arbeitsam und so kann er sich auch etwas leisten. Leider wird aber der Mittelstand auch in der Schweiz durch Linkes-Kommunistische​s Gedankengut weg radiert werden.

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    • Juli 19, 2021

      Ha ha, Dank Frau Merkel existiert die EU überhaupt noch. Hätte sie vor Monaten schon zum Austritt von Griechenland zugestimmt, würden wir heute darüber diskutieren wann (nicht ob) Spanien, Portugal und Italien austritt.

      Die EU brökelt dahin. Der EURO wird zum Damoklesschwert der Union.

      “Die EU wird immer grösser und erfolgreicher” – na ja, träumen ist ja schliesslich nicht verboten.

      “Die EU ist die grösste Wirtschaftsmacht der Welt” – sogar die Amerikaner, welche ja auch nicht gerade auf der Erfolgswelle surfen, lachen über Europa. Das will was heissen.

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  • Juni 26, 2012

    Es ist schon erschreckend, wenn einem Regierungsmitglied wie Ueli Maurer derart der Bezug zur Realität fehlt!

    Zu den Fakten:

    1. Mit Inkrafttreten des EU-Binnenmarkts 1993 war die Schweiz das einzige westeuropäische Land das nicht von den 4 Freiheiten in diesem Raum profitieren konnte. Schweizer Unternehmen waren gegenüber EU/EWR-Unternehmen massiv benachteiligt!

    2. Das hatte zur Folge, dass die Schweiz in den 10 fatalen Jahren nach dem EWR-Nein das mit Abstand tiefste Wirtschaftswachstum aller westeuropäischen Staaten hatte!

    3. Die gravierenden Folgen: Rekordarbeitslosigkei​t (doppelt so hoch wie heute!!!), Swissair-Grounding, stagnierende Reallöhne (diese steigen heute wieder stark)!

    4. Österreich hatte vor 20 Jahren das massiv tiefere BIP/Kopf als die Schweiz. Heute ist EU-Staat Österreich praktisch auf den gleichen Level wie die Schweiz! Luxembourg hat die Schweiz bei weitem überflügelt… usw

    Man muss schon sehr faktenresistent und faktenignorant sein, um zum gleichen Schluss betreffend EWR-Beitritt wie Ueli Maurer zu kommen.

    Ueli Maurer empfehle ich diesen Artikel zu lesen:

    http://schl​emihlsblog.wordpress.​com/2011/10/03/eu-sta​aten-sind-wirtschaftl​ich-erfolgreicher-als​-die-schweiz/

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wrobel,

      ganz einfache Fragen für Sie:

      1/2: geht es der Schweiz besser oder schlechter als den meisten EU Staaten heute ?

      3: hat die Schweiz mehr oder weniger Arbeitslose als der Durchschnitt der EU Staaten ?

      4. Wen interessiert das BIP. Wer bestimmt was für Lastwagen wann und wo durch Oesterreich fahren ?

      Jokerfrage: Hat die Schweiz mehr Schulden als der Durchschnitt der EU Staaten ?

      Ich glaube jeder 3. Klässler hat bis heute erkannt, dass das Projekt EU und EURO gescheitert ist. Die einzigen funktionierenden Staaten in Europa sind Norwegen und die Schweiz, welche ach du Schreck, gar nicht in der EU sind.

      Aber es schadet nie ein bisschen Mut anzuschreiben, Herr Wrobel. Ob’s hilft wage ich schwer zu bezweifeln.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wrobel,

      Ihre erfolgreiche EU hat schon das nächste Päckli für ihre Mitglieder parat: Die Vereinigten Staaten von Europa: eine Bank, überwacht ALLE EU Banken, die Risiken werden verteilt, es gibt eine Steuerharmonisierung – eine Art Internationaler Steuerausgleich zwischen den EU Staaten. Die Souveränität der Staaten ist der Preis für dieses vorsommerliche Geschenk.

      Das klingt nach absolutem Horror – ist aber wahrscheindlich die einzige Lösung für die EU. Mal schauen, welches Land zuerst den Bückling macht und diese Regeln akzeptiert ! Eine Fiskalunion. Wie die EU und der Euro ein schönes Märchen, welches unsere Kindeskinder in 100 Jahren deren Kinder vor dem Schlafengehen erzählen.

      “Es waren einmal ein paar Europäer, die hatten komplett den Verstand verloren und gründeten die EU. Nicht das es damit getan wäre, sie dachten dann, sie bräuchten noch die gleiche Währung. Jedes Land macht aber was es will – gibt jährlich mehr Geld aus als es einnimmt und wundert sich dann, dass unter dem Strich eine rote Zahl steht. Wenn sie nicht gestorben sind, dann glauben sie noch heute das es trotz allem eine gute Idee war.”

      Gute Nacht !

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wrobel,

      erschreckend ist Ihre oberflächige Ansicht. Deutschland hat heute die 2 Billionen Schuldenmarke durchbrochen und jede Sekunde kommen 4’900.00 Euro hinzu!!! Ich habe ja nie verstanden, warum man versucht, “sozialen Frieden” auf Pump zu kaufen.

      Einige Politiker in Deutschland überkommt langsam die Nackte Angst. Die Frage lautet, wie zieht man sich aus dieser Misere ohne das Gesicht zu Verlieren. Jawohl, zum Glück gibt’s das Volk, lasst uns Abstimmen. Das Deutsch Volk ist die einzige Rettung für Deutschland. Das Deusche Volk wird den EU-Treibern die Zähne Ziehen den die Fiskalunion würde Bedeuten ca. 30% der Steuereinnahmen an den Süden abgeben. Also 30% Kürzungen im Gesundheitswesen, bei den Löhnen, bei der Bildung, etc. wahrscheinlich mehr, denn manche posten wie den Schuldendienst kann man nicht kürzen.

      Da wird wohl langsam der fanatischste EU Befürworter zur Vernunft kommen oder in die Schweiz Auswandern!

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    • Juli 19, 2021

      Interessant, wenn jemand sozusagen im gleichen Atemzug einem Bundesrat Faktenresistenz unterstellt, und gleichzeitig Unwahrheiten verbreitet…

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  • Juni 27, 2012

    Die Faktenlage ist klar (Herr Schlemihl hat das hier schon sehr schön aufgezeigt), die Schweiz war die klare Looserin nach dem EWR-Nein!

    Während alle anderen westeuropäischen Volkswirtschaften florierten, hatte die Schweiz 10 Krisenjahre (mit Swissair-Grounding, Verdreifachung der Arbeitslosigkeit, Stagnierung der Reallöhne,…)

    Das​s ein Bundesrat diese Fakten nicht zur Kenntnis nimmt (oder nicht nehmen will) oder vielleicht auch nicht versteht, ok. Dann sollte er aber nicht öffentlich über Dinge sprechen, von denen er keine Ahnung hat…

    Vielleicht sollte sich Maurer besser auf die Chaos-Truppe konzentrieren, die er “beste Armee der Welt” nennt…

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  • Juni 27, 2012

    Leider muss ich auch feststellen, dass die EU-feindlichen Schweizer Medien völlig einseitig berichten und viele der Journalisten die volkswirtschaftlichen​ und politischen Zusammenhänge nicht wirklich verstehen.

    So wurde in Schweiz praktisch vollständig unterschlagen

    – dass die deutsche Arbeitslosigkeit so tief ist, wie nie zuvor seit der Wiedervereinigung

    ​- dass Deutschland die USA in Sachen Exporte in den letzten Jahren überflügelt hat

    – dass es den deutschen KMU heute (gemäss eigener Aussage) so gut geht wie nie zuvor

    – dass die irischen Exporte neue Rekordhöhen erreichen
    – …

    usw

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    • Juli 19, 2021

      EU-feindliche Schweizer Medien? Das wüsste ich aber… Und zu den “Erfolgsmeldungen”:​ es ist naturgemäss sehr viel schwieriger, von 97% auf 98% zu kommen, als von 3% auf 9%. Trotzdem können Letztere ein riesiges Wachstum behaupten… Ich bin aber lieber bei denen, die nur von 97 auf 98 gewachsen sind!

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  • Juni 29, 2012

    Im Gegensatz zu Herrn Hafner und den anderen Isolationisten hier kann ich meine Aussagen anhand von Zahlen und Fakten belegen:

    Wachstum BIP/Kopf PPP 1992 bis 2002 (Quelle Weltbank):

    Irland (EU) 89%
    Luxembourg (EU) 39%
    Finnland (EU) 36%
    Norwegen (EWR) 32%
    Schweden (EU) 27%
    Island (EWR) 26%
    Niederlande (EU) 26%
    Österreich (EU) 23%
    Dänemark (EU) 22%
    Belgien (EU) 20%
    Schweiz (protektionistisch) 8%

    Fazit:

    1. Die Schweiz in den 10 Jahren nach dem EWR-Nein das mit Abstand tiefste Wachstum aller westeuropäischen Staaten!

    2. Auch Behauptung von Herrn Hafner, die Schweiz sei bereits 1992 auf einem derart hohen Level gewesen, dass grosses Wachstum fast unmöglich gewesen sei, ist Unsinn! EWR-Mitglied Norwegen ist vom gleichen Level aus massiv stärker gewachsen und hat die Schweiz abgehängt! Luxembourg war bereits 1992 auch höherem Level und ist nochmals viel stärker gewachsen!

    3. Die Behauptung von Herrn Hafner die anderen Staaten seien heute auf viel tieferem Level als die Schweiz, ist erwiesenermassen falsch! 1992 lagen diese Staaten weit hinter der Schweiz zurück, heute sind Österreich, Schweden, Finnland, Irland, Island, Dänemark, die Niederlande und Belgien praktisch auf dem gleichen Level wie die Schweiz!

    Wer nicht zu faul ist die Fakten zu konsultieren, erkennt das…

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    • Juli 19, 2021

      Wie war das gleich mit den Fakten? Man sollte eben schon absolute und relative Zahlen voneinander unterscheiden können – wie ich eben schon erwähnt habe.

      Um es nicht endlos werden zu lassen, hier nur ein Beleg: beim BIP/Kopf liegt die Schweiz nur hinter Norwegen und den Kleinststaaten Monaco, Luxemburg und Liechtenstein – wobei Norwegen noch den Vorteil der Ölförderung hat…

      Weiterer Kommentar wohl überflüssig…

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  • Juni 29, 2012

    Herr Lohmann und wer hat es uns eingebrockt, ja richtig, die linken! in den von Ihnen erwähnten Jahren, von 1989 bis 2003 tobte die verschwenderische Politik der Linken. Die Schulden des Bundes hat sich, stand 1990 von 38.5 Mrd, bis 2005 auf 130.3 Mrd. erhöht.

    Nimet man den Bund, Kanton und Gemeinde zusammen, erhöhten sich die Schulden, stand 1991 97.7Mrd. bis 2004 bis auf 246.5Mrd Franken.

    Die Linken bedienen sich schamlos am Portemonnaie des Bürgers, immer neu Abgaben werden erfunden, meist unter dem Deckmantel Umwelt! Immer Höhere Steuern und Abgaben. Sie sind verantwortlich für

    1. Verschuldung und Verschwendung
    2. Immer mehr Steuern, Gebühren und Abgaben.
    3. EU-Beitritt statt Selbstbestimmung
    4. Aushebelung demokratischer Entscheide
    5. Immer mehr Private und Gewerbliche Einschränkungen.
    6. Immer mehr Zuwanderung und Zuwanderungsprobleme.​
    7. Fiasko in der Verkehrspolitik.

    N​ach den 15 Jährigen (1990-2005) Illusorischer linker Politik steht die Schweiz 2013, dank dem NICHT EU-Beitritt gestärkt und sehr gut da, im Vergleich zu EU-Länder, von denen gerade mal nur Vier Zahler sind, der Rest ist nur Nutzniesser und Geld Bezüger.

    „Gute Aussichten für Schweizer Konjunktur“

    Die Aussichten für das Schweizer Wirtschaftswachstum sind ungebrochen gut. Die Konjunkturforschungss​telle der ETH Zürich (KOF) stellt eine positive Entwicklung in der Industrie, beim Konsum und beim Export in die EU fest.

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  • Juni 29, 2012

    “Schweizer sind Idioten”. Diese Aussage ist etwas sehr direkt.

    Die Scheizer haben der Personenfreizügigkeit​ zugestimmt und als Folge steigen und steigen die Arbeitslosenzahlen und Sozialausgaben. In der Schweiz gibt es eher zu wenig Arbeitskräfte, also könnte in wirtschaftlich guten Zeiten jeder! arbeitswillige Schweizer eine Stelle haben. Die Realität ist anders. Denn nach jeder Wirtschaftskrise ist die Sockelarbeitslosigkei​t im nachfolgenden Aufschwung wieder ein bischen höher. Dementsprechend steigen auch die Sozialausgaben.

    We​r hat keine Bekannten, die verzweifelt eine Stelle suchen?

    Hier hilft nur die Rückkehr zum Inländervorrang!
    Meh​r dazu in meinem Kommentar zu:
    http://www.vimen​tis.ch/d/dialog/reada​rticle/solidarhaftung​-ist-kmu-feindlich/

    Wer weiss? Vielleicht werden die Schweizer ja irgendwann vernünftig! Aber vermutlich muss es ihnen vorher noch schlechter gehen. Leider!

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  • Juli 2, 2012

    Die Reaktionen von gewissen Leuten auf diesen ausgezeichneten Artikel zeigen, wie recht die beiden Dieter (Moor und Lohmann) haben!

    So wird immer wieder behauptet die Arbeitslosigkeit sei in der Schweiz als Folge der Personenfreizügigkeit​ gestiegen. Das ist absoluter Blödsinn und kann anhand der Arbeitslosenzahlen leicht widerlegt werden:

    Wir haben heute eine Arbeitslosenquote von rund 3%. Was in anbetracht der Tatsache, dass wir seit rund 5 Jahren in einer globalen Finanzkrise stecken ein sehr tiefer Wert ist!

    Als Folge des fatalen EWR-Neins stieg hingegen die Arbeitslosenquote in der Schweiz bis auf fast 6%!!! Offensichtlich hat das aber Ueli Maurer vergessen oder gar nicht mitbekommen…

    Auc​h das Märchen die Löhne würden als Folge der Personenfreizügigkeit​ sinken ist absoluter Blödsinn! Die Reallöhne sind in den letzten Jahren massiv angestiegen und wir Schweizer verdienen durchschnittlich nominal und real so viel wie noch nie!!!

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  • Juli 3, 2012

    Ganz offensichtlich wissen gewisse Leute (darunter Herr Hafner) nicht, wann es sinnvoll ist absolute und wann relative Zahlen zu verwenden.

    Hier geht es um die ENTWICKLUNG des BIP/Kopf nach dem EWR-Nein. Da macht die Verwendung von absoluten Zahlen, wie dies u.a. Herr Hafner propagiert, überhaupt keinen Sinn!

    Andere Leute (Herr Anderegg) können offenbar eine zehnjährige von eine zwanzigjährigen Zeitperiode nicht unterscheiden.

    @Rolli Anderegg:

    Von 1992 bis 2002 sind es 10 Jahre, nicht zwanzig Jahre! Und das durchschnittliche jährliche Wachstum von Irland betrug also fast 9%! Dasjenige der Schweiz nicht einmal 1%!!!

    Bitte richtig lesen und rechnen!

    Nachfol​gend die aussagekräftigen (relativen) Wachstumsraten:

    Wa​chstum BIP/Kopf PPP 1992 bis 2002 (Quelle Weltbank):

    Irland (EU) 89%
    Luxembourg (EU) 39%
    Finnland (EU) 36%
    Norwegen (EWR) 32%
    Schweden (EU) 27%
    Island (EWR) 26%
    Niederlande (EU) 26%
    Österreich (EU) 23%
    Dänemark (EU) 22%
    Belgien (EU) 20%
    Schweiz (protektionistisch) 8%

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    • Juli 19, 2021

      Daniel Ryder sagte gerade eben

      Herr Lohmann,

      was Sie auch immer mit Ihren Zahlen aussagen wollen Herr Lohmann, sind sie eben Real doch verfälscht. Anscheinend geht ihnen auch niemand auf den Leim. Zudem, in welchem Jahr leben Sie denn, wir schreiben heute das Jahr 2012 und nicht 2002. Ich denke, was auch immer Sie bezwecken wohlen, der Entscheid nicht in den EWR einzutreten war auf jeden Fall richtig ebenso wie der nicht Beitritt in die EU. Die Aussichten für das Schweizer Wirtschaftswachstum sind ungebrochen gut. Die Konjunkturforschungss​telle der ETH Zürich (KOF) stellt eine positive Entwicklung in der Industrie, beim Konsum und beim Export in die EU fest. Und wie Ihr Sinnes Genosse Herr Worbel uns mitteilt “sind die Reallöhne in den letzten Jahren massiv angestiegen und wir Schweizer verdienen durchschnittlich nominal und real so viel wie noch nie!!!”

      Wären wir beigetreten, hätten wir massiv mehr Schulden und unsere Sozialwerke wären nicht auf diesem Level. Weiter hätten wir höhere Steuern und weniger Geld im Sack, Zustände wie im EU-Land. Gottlob blieben wir fern!

      Herr Worbel,

      Herr Worbel, die Arbeitslosen Zahlen sind beschönigt und entsprechen nicht der Wahrheit!
      Sie dürfen nicht vergessen, dass die Arbeitslosen nach 400 Tage aus der Arbeitslosenkasse in die Sozialkasse abgeschoben werden. Viel Arbeitnehmer wurden in die Frühpensionierung gedrängt und abgeschoben. Es ist in Tat und Wahrheit nicht so rosig wie sie es darstellen!

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  • Juli 4, 2012

    Wenn es darum geht zu beurteilen, was für Auswirkungen das EWR-Nein hatte, muss der Zeitraum von 1992 bis 2002 betrachtet werden.

    In diesem Zeitraum konnte die Schweiz als einziger westeuropäischer Staat nicht von den 4 Freiheiten des florierenden EU-Binnenmarktes profitieren.

    Die fatalen Folgen:
    – mit Abstand tiefstes Wirtschaftswachstum aller westeuropäischen Staaten!
    – stagnieren der Reallöhne
    – massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit (bis auf fast 6%!!!)

    Seit 2002 kann die Schweiz in eingeschränkter Form von diesen 4 Freiheiten profitieren. Und seither geht es auch wieder einigermassen vorwärts mit der Schweizer Wirtschaft:

    – die Reallöhne steigen wieder
    – die Arbeitslosigkeit ist wieder deutlich tiefer

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  • Juli 6, 2012

    Neben den zahlreichen Mythen über die Schweiz herrschen in der Schweiz auch zahlreiche falsche und unsinnige Mythen über die EU:

    Der Vergleich der EU mit der Sowjetunion ist diesbezüglich das stupideste Beispiel und trotzdem wird es aus den Reihen der Isolationisten immer wieder gebracht

    Die wichtigsten Grundpfeiler der EU sind vier FREIHEITEN: Freier Waren-, Kapital-, Dienstleistungs-, und Personenverkehr.

    Vielleicht sollten die Herren Isolationisten mal ins kommunistische Nordkorea reisen und diese Freiheiten dort suchen! Oder in Geschichtsbüchern über die Sowjetunion…

    Fak​t ist, die EU ist das GEGENTEIL der Sowjetunion!!! In der EU kann man sich frei bewegen und frei handeln!

    Es sind gerade die Schweizer Isolationisten, die mit ihrer protektionistischen Abschottungspolitik nordkoreanische Verhältnisse einführen wollen!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Lohmann
      In der Sowjetunion konnte man unter den UDSSSR Staaten auch sich frei bewegen, es wurde aber alles aus Moskau, EU= Brüssel, vorgeschrieben, was die Länder zu tun haben, gleiche Währung, Meinugsfreiheit, wirtschaftliche Regelungen usw. wo kann ich die EU nicht mit UDSSSR vergleichen?

      Ich bin gerne auf einer Insel also wandert doch ihr lieben EU Turbos doch bitte, bitte, bitte aus der Schweiz in ein EU Land aus, und lasst wenigstens die Iinselbewohner, die auf der schönen Insel leben wollen doch in Ruhe leben. Es gibt kein schöneres Land als die Schweiz, also können wir nicht auswandern, sorry.

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  • Juli 7, 2012

    Immer diese EU-Fanatiker mit ihren Weltmachtsfantasien! Das ist unerträglich! Zudem sie scheinbar überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft haben! Schulden Uhr 2009 Zuwachs von 4‘439 Euro pro Sekunde. Dürfte heute um einiges mehr sein aber dies wird ja Heutzutage Zensuriert. Lohmann, man kann sich darüber streiten welcher der Idiot ist, ich jedenfalls finde Ueli Maurer hat recht. Zudem glaube ich, man muss wirklich ein Itiot oder SP-Kommunist sein wenn man als Schweizer noch in die EU will.Im Fakten verdrehen oder nicht wahr zunehmen sind Sie Lohmann, gerade zum Weltmeister. Von wegen Haushohe Annahme, das Gegenteil stimmt. Die große Mehrheit Kroatiens ist gar nicht erst zur Abstimmung gegangen 56% wollten aus unterschiedlichen Gründen nicht pro Beitritt sein + jeder Dritte war gegen den Beitritt, also anders herum nur 30% der Wahlberechtigten sind pro Beitritt. Also so gesehen ist es eine Minderheit die pro EU Stimmten. Eigentlich sogar sehr Bedenklich da doch sehr viel Geld auf die Kroaten warten von der EU, ich würde sogar behaupten Kroatien wurde Gekauft.Ergebnis für das deutsche Volk: Noch ein Land zum durchfüttern.Ergebn;i​st für die Kroaten: Ein schneller, kreditbefeuerter Aufschwung mit der dann zu späten Erkenntnis, dass man ein Pakt mit dem Teufel geschlossen hat.Ergebnis für das Finanzkapital: Wieder ein neues Opfer für Kredite, Zins und Zinseszins.Ergebnis; für die Wirtschaft: Ein neuer, kreditfinanzierter Wachstumsmarkt.Das Karussell kann sich also noch ein paar Jahre weiterdrehen. Die erneute Ausweitung des Schneeball-Systems lässt es noch ein wenig weiterlaufen – es gibt wieder neue Kunden.Das ist der Unterschied, wer Geld braucht will rein. Wer Geld hat, bleibt fern und Frei!Schauen sie sich einmal die Berichte von Euronews zu wirtschaftlichen Lage der Werftenindustrie dort an! Bzw lesen sie makroökonomische Daten/Statistiken. Wir haben in der EU schon mit Slowenien eine Balkanperle des “wirtschaftlichen” Wunderlandes, das es geschafft hat seine Staatsverschuldung innerhalb von 2 Jahren zu verdoppeln von 23 % des BIP auf 48 %. Wenn die bis 2013 weiter so machen überholen sie Italien und Griechenland. Des Weiteren hat Slowenien erst letzte Woche einen 10 Milliarden Standby Kredit vom IWF still und leise bekommen um nicht noch ein Euroland unter dem Rettungsschirm zu bringen. Zypern ist auch schon Pleite und wird mit dem 7 Milliarden Kredit des IWF über Wasser gehalten. Die österreichische Presse berichtet darüber aber in Deutschland herrscht ein Mantel des Schweigens über solche Ereignisse.Unglaublic​h in so einem ehemaliges Ostblockland, dass jahrzehntelang von Kommunisten beherrscht wurde, da gibt’s jetzt richtige Demokratie mit Volksabstimmung während Ihr dank Angie usw. immer weiter in die Diktatur abgedriftet sind ….Bemitleidenswerte​s Deutschland!!!

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  • Juli 20, 2012

    Moor hat tatsächlich recht! Gute Analyse!

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  • Juli 21, 2012

    Herr Lohmann
    In der Sowjetunion konnte man unter den UDSSSR Staaten auch sich frei bewegen, es wurde aber alles aus Moskau, EU= Brüssel, vorgeschrieben, was die Länder zu tun haben, gleiche Währung, Meinugsfreiheit, wirtschaftliche Regelungen usw. wo kann ich die EU nicht mit UDSSSR vergleichen?

    Ich bin gerne auf einer Insel also wandert doch ihr lieben EU Turbos doch bitte, bitte, bitte aus der Schweiz in ein EU Land aus, und lasst wenigstens die Iinselbewohner, die auf der schönen Insel leben wollen doch in Ruhe leben. Es gibt kein schöneres Land als die Schweiz, also können wir nicht auswandern, sorry.

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  • Juli 21, 2012

    Hier wird immer wieder die liberale, demokratische EU wird der kommunistischen, diktatorischen UdSSR verglichen. Ein unsinniger Vergleich; aufgezeigt am Beispiel Österreich:

    1. In Österreich konnte das Volk über den EU- Beitritt entscheiden. Das Volk sagte deutlich JA!!! Die Kasachen konnten nie entscheiden, ob sie Teil der UdSSR sein wollten!

    2. Die PF beinhaltet auch, dass jeder Österreicher sich überall in der EU niederlassen darf und ein Unternehmen gründen darf! In der UdSSR unvorstellbar!

    3. Jeder Österreicher darf die EU verlassen wann und wie er will. In der UdSSR unvorstellbar.

    4. In der EU finden auf allen Ebenen freie Wahlen statt. In der UdSSR nicht!

    usw.

    Die​ EU ist das Gegenteil der UdSSR. Dank der EU geniessen die Bürger mehr freiheiten!!!

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  • Juli 21, 2012

    Roland Durrer sagte gerade eben

    Herr Lohmann

    Bitte wandern Sie doch bitte, bitte aus in ein EU Land, wenn da alles so viel besser ist als hier in der Schweiz. Oder sind Sie schon in D? Nehme an, dass Sie ehemaliger oder immer noch Deutscher sind, so wie Sie uns hier Ihre Argumentationen darlegen. Wegen der UDSSR können Sie mir nichts vormachen, die EU will ja auch die CH zwingen der EU beizutreten. Glauben Sie mir, ich kenn die Geschichte der UDSSR auch, aber nicht nur von Bücher und Medien. Die EU ist alles andere als komplet anders. Ein sozialistisches Gefüge, das langsam aber sicher zerfällt, und das geht bestimmt nicht mehr solange, das man dann das Thema EU Beitritt all für allemal beerdigen kann.
    Was haben Sie dann noch zu Berichten?
    Sehr geliebte EU Turbos, bis jetzt konnte noch Niemand ein wierklich gutes Argument bringen, warum wir bei diesem Verein mitmachen müssen oder sollten.

    Bin gespannt auf Ihre Argumente. Danke

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    • Juli 19, 2021

      Herr Durrer

      Offensichtl​ich scheinen Ihnen die sachlichen Argumente zu fehlen, dass Sie hier mit persönlichen Angriffen daher kommen müssen!

      Das würde Ihnen so passen: Alle die eine andere Meinung vertreten als Sie, sollen auswandern. Ein merkwürdiges Demokratie-Verständni​s haben Sie!!!

      Nebenbei:​ Ich lebe rund 2 bis 3 Monate pro Jahr im EU-Raum, u.a. in Deutschland und dem aufstrebenden Rumänien.

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  • Juli 23, 2012

    Ich habe hier schon oft die Vorzüge eines EU-Beitritts für die Schweiz dargelegt. Aber ich wiederhole es gern ein weiteres Mal:

    1. Wirtschaftliche Vorteile: Die Schweiz hatte (ausser Italien) das mit Abstand tiefste Wirtschaftswachstum aller westeuropäischen Staaten!

    2. Mehr Mitbestimmung und mehr Souveränität: Die Schweiz übernimmt heute gleichviel EU-Recht wie Österreich. Aber im Gegensatz zu Österreich kann die Schweiz nicht mitbestimmen.

    3. Ausweg aus der Isolation: Die Schweiz ist heute politisch isoliert. Das zeigen u.a. die Themen Bankgeheimnis und Steuerstreit!

    In Zukunft werden immer mehr Regeln auf globaler und europäischer Ebene getroffen. Umso wichtiger, dass man konstruktiv mitbestimmt!

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  • Juli 23, 2012

    Hier nochmals die fatalen Folgen des EWR-Neins:

    Wachstu​m BIP/Kopf PPP 1992 bis 2002 (EWR-Nein bis Inkrafttreten Bilaterale) (Quelle Weltbank):

    Irland (EU) 89%
    Luxembourg (EU) 39%
    Finnland (EU) 36%
    Norwegen (EWR) 32%
    Schweden (EU) 27%
    Island (EWR) 26%
    Niederlande (EU) 26%
    Österreich (EU) 23%
    Dänemark (EU) 22%
    Belgien (EU) 20%
    Schweiz (protektionistisch) 8%

    Bitte diese Fakten zur Kenntnis nehmen!

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    • Juli 19, 2021

      Bei diesen schmackhaften Zahlen sollte man nicht vergessen, dass sich die Schweiz auf extrem hohen wirtschaftlichen Niveau befindet.

      Und Irland mit sagenhaften (+89 %) ist heute nur noch ein bankrotter Scherbenhaufen; die sind auf die EU nicht mehr gut zu sprechen.

      Liebe Grüsse

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