1. Sonstiges

Steuerhinterziehungsa​ktionen in NRW

Unser Kavallerieoberst



Link zur ARD-Sendung: http://www.wdr.de/tv/​diestory/sendungsbeit​raege/2012/1015/westl​b.jsp

Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW), genauer: dessen Finanzminister Norbert Walter-Borjans schmäht die Schweiz als Land der Steuerhinterzieher. Walter-Borjans hat immer wieder Schweizer Bankdaten gekauft und ist bereit auch in Zukunft solche zu kaufen. Er macht Stimmung gegen das Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland. Vor wenigen Tagen hat der Bochumer Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek Untersuchungen gegen mehrere hundert Kunden der UBS eingeleitet. Bochum liegt in NRW.

Am15.11.12 hat Phönix einen ARD-Film ausgestrahlt mit dem Titel: „Grössenwahn und Selbstbedienung – Der Krimi  um die Millionen der West-LB“ (Regie: Klaus Balzer). Die West-LB nunmehr zerschlagen und aufgelöst war die Landesbank von NRW. Da das Land den grössten Anteil an Aktien besass, sind Ministerpräsident und Finanzminister mitverantwortlich für das Handeln dieser Bank; sie sassen im Verwaltungsrat. In die jahrzehntelange Skandalgeschichte ist auch Herr Steinbrück verwickelt, zuerst als Finanzminister (2000 – 2002)und dann als Ministerpräsident (2002 – 2005). Er macht mit seinem Verhalten, seinen Äusserungen in diesem Film keinen guten Eindruck. Im Gegenteil: er sucht sich gegenüber Reportern damit herauszureden, dass er als Verwaltungsrat der Bank an keiner Sitzung des Finanzausschusses teilgenommen habe – was zutrifft – und daher für dessen Entscheide nicht verantwortlich sei. Jedoch, Herr Steinbrück, „unser Kavallerieoberst“, war Mitglied dieses Ausschusses und wurde dementsprechend orientiert: Er wusste Bescheid und war somit (mit)verantwortlich: 2000 führten das Land NRW und die West LB zusammen Klage gegen einen EU-Entscheid: Die EU hatte entschieden, dass die West LB dem Land NRW 1,6 Milliarden DM zurück zu zahlen habe, die früher das Land der Bank „geschenkt“ hatte. Das ist wohl einmalig, dass der, der Geld bekommen soll, das unter Schulden ächzende Land Nordrhein-Westfalen zusammen mit dem, der das Geld zu bezahlen hat, der NRW-Landesbank (West LB), gemeinsam gegen die Überweisung Klage führt. Finanzminister von NRW war damals Herr Steinbrück.

Besonder​s interessiert uns der Teil des Berichtes, in dem über Privatflüge ohne Bezahlung des CEO Friedel Neuber, des Ministerpräsidenten Rau und des Finanzministers Schleußer berichtet wird, die 2000 ruchbar wurden. Gemäss dem ARD-Filmbericht hat Friedel Neuber Koffer voll mit Geld nach Luxemburg fliegen lassen, und leer sind die Koffer wieder nach Hause geflogen worden. Die Staatsanwaltschaft von NRW ermittelte, es kam zum Prozess. Die West-LB musste 17 Millionen Euro, Neuber persönlich 300‘000 Euro Strafe bezahlen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung! Neuber, der Ministerpräsident, die Landesregierung, die Mehrheit des Landtages waren Mitglieder der SPD.

Zusammenfassung​:

Es ist somit gerichtlich erwiesen, dass die SPD von Nordrhein-Westfalen aktiv Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet hat. Und deren „Nachkommen“ wollen über uns das Maul aufreissen.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
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Comments to: Steuerhinterziehungsa​ktionen in NRW
  • November 17, 2012

    Interessanter Beitrag des WDR. Man kann gut die Rolle Steinbrücks erkennen.

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    • Juli 19, 2021

      Danke, sehr geehrter Herr Keller!
      Ich hoffe, dass möglichst viele in unserem Land Steinbrücks Charakter erkennen. Evtl. haben wir es mit ihm ab 2013 zu tun.
      Mit freundlichen Grüssen
      Jürg Walter Meyer

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  • November 24, 2012

    Sehr geehrter Herr Walter

    Hochinteres​sant, diese Ausführungen!! Als Otto-Normalbürger kenne ich nur die Berichte vorwiegend aus den schweizerischen Medien. Solche aus deutschen Medien habe ich bislang nur sehr spärlich mitbekommen.
    Eines scheint mir aber nach einer Sendung des Schweizer Fernsehens tatsächlich richtig zu sein: nämllich dass das Abkommen, wie es zurzeit dasteht, doch noch die einen oder anderen Schlupflöcher bietet.
    Das ist in meinen Augen nach dem bisherigen Abschluss der Verhandlungen aber kein Grund, das Abkommen an sich grundsätzlich abzulehnen. Dennn wenn dieses nicht zustandekommt, sind die Folgen für Deutschland wesentlich schwerwiegender, als wenn es mit gewissen Mängeln in Kraft tritt. Aus diesem Grund kann ich eine Partei, die sich als sozial bezeichnet und damit als Vertreterin des Kleinbürgers, absolut nicht verstehen, wenn sie dann hingeht und eine solche Geldquelle schlicht und einfach ablehnt – zumal dadurch neue Verhandlungen vorprogrammiert sind. Denn bis diese durchgeführt und in umgesetzt worden sind, dürften etliche Jahre vergehen. Etwas, dass eigentlich nur im Sinne von aktiven Steuerhinterziehern sein kann.

    Wie es Ruedi Noser heute morgen bei einem Radiointerview ausgedrückt hat: wir Schweizer können uns vorerst zurücklehnen, denn abgelehnt haben ja nicht wir dieses Abkommen.

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