1. Aussenpolitik

2017, der EU Schicksalsjahr ?

Die EU steht vor einem tur­bu­len­ten Jahr: Die Bri­ten tre­ten aus, in Frank­reich, Deutsch­land und den Nie­der­lan­den wird ge­wählt. 2017 könnte einen Neu­be­ginn mar­kie­ren – oder der An­fang vom Ende Eu­ro­pas sein. 2016 war für die EU schon schlimm ge­nug: Ter­ror in Brüs­sel, Aus­tritts- Votum der Bri­ten, Ge­zerre um das Han­dels­ab­kom­men Ceta Ka­na­da, Rück­tritt von Ita­li­ens Re­gie­rungs­chef Ren­zi, der Wahl­sieg Do­nald Trumps in den USA. Doch selbst nach einem sol­chen Annus hor­ri­bi­lis gilt:

 

Schlimmer geht’s immer noch.

2017 könnte es für Europa noch dicker kommen.

 

1. Präsidentschaftswahl in Frankreich.

Richtig ernst wird es für die EU bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich. Die erste Runde ist am 23. April angesetzt, die Stichwahl am 7. Mai. Umfragen haben Marie Le Pen, Chefin des rechtsnationalen Front National, zeitweise sogar einen Sieg im ersten Wahlgang prophezeit. Inzwischen liegt Francois Fillon, der Kandidat der Konservativen, vorn. Sein grosses Handycap: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Unterschlagung von Staatsgeldern, angeblich soll er seiner Ehefrau einen fiktiven Lohn von ca. 480’000 € jährlich ausbezahlt haben. Seine Sekretärin jedenfalls sagte bereits aus, nie von einer Arbeit von Frau Fillon Kenntnis bekommen zu haben. Parteimitglieder hatten ihm nahegelegt, er solle sich z.G. eines anderen Kanditaten zurückziehen, was er jedoch ablehnte. Dass ein bürgerlicher Präsidentschaftskandi​​​​​​​​​dat sich wiederum dem Vorwurf der illegalen korrupten Bereicherung sich aussetzt, spricht auch nicht gerade für deren Qualität, welches des Bürgers Vertrauen verdiente. Dadurch könnte er zudem Konkurrentin Marie Le Pen noch mehr Wahlmunition geliefert haben.

 

2. Monsieur Fillon könnte Einigung Europas vorantreiben

Es gibt also auch einen Lichtblick: Sollte Fillon die Wahl gewinnen, könnte dies zu einer Stärkung der EU führen. Zwar kritisiert auch Fillon gern die Brüsseler Bürokratie und betont, dass er für ein “Europa der Nationalstaaten” sei. Sollte er zum Präsidenten gewählt werden könnte dies den EU-Zusammenhalt stärken. Er will die EU-Verteidigungspolit​​​​​​​​​ik und den gemeinsamen Grenzschutz deutlich stärken, Grossprojekte nach dem Vorbild von Airbus oder Arianespace anstossen. Vor allem aber will Fillon Steuern auf Kapital, Unternehmen und Waren EU-weit angleichen, ein regelmässig tagendes Direktorium der Staats- und Regierungschefs der Eurozone einrichten und die Schulden der Euroländer vergemeinschaften. Letzteres dürfte insbesondere in Südeuropa auf Zustimmung, in Berlin dagegen auf heftige Gegenwehr stossen. In jedem Fall aber liefe es auf ein engeres Zu sammenrücken der EU hinaus.

Sollte Marie Le Pen, deren erklärtes Ziel die Zerstörung der EU ist, Frankreichs Präsidentin werden, könnte dies das Ende des europäischen Projekts bedeuten.

 

3. Die Rolle Deutschlands in Europa. ?

Bei der Wiedervereinigung 1989 der Bundesrepuplik mit der ehemaligen DDR waren Grossbritanien und Frankreich bekanntlich dagegen, weil dann wieder eine Hegemonie Deutschlands über Europa befürchtet wurde. Präsident Mitterand stellte als Bedingung eine gemeinsamen Währung. Der Euro & das vereinigte Deutschland mit der Hauptstadt Berlin wurden Wirklichkeit. Deutschland mit aktuell Bundeskanzlerin Merkel ist mit ein Hauptgrund für die EU-Krise, weil sie unlegitimiert eindeutig die Führungsrolle in der EU übernommen hat. Dies ist auch den Oststaaten sehr sauer aufgestossen. Absolut nicht verständlich ist es auch für mich, wie die Deutschen Politiker/Innen so unsensibel sich seit Jahren verhalten können, nämlich dass viele dieser jetzigen EU-Länder alle unter einer grausamen Nazi-Besatzung gelitten haben, welches Elend immer noch latent in fast allen Familien erhalten geblieben ist. Diesbezüglich sehr deutliche Signale gab es schon während der Finanzkrise. Vor allem in Griechenland, wo bei öffentlichen Demonstrationen BK Merkel auf Plakaten mit “Hitler-Schnauz” gezeigt wurde. Und Marie Le Pen hielt 2016 im Europaparlament in Strassburg als Abgeortnete Frankreichs im EU-Parlament eine Rede – im Beisein von BK-Merkel und Präsident Hollande ganz brav wie ein Schosshündchen neben ihr sitzend – die sie wie folgt begann: “Chère Madame “Bundeskanzlerin” Merkel et Monsieur “Vice-Bundeskanzler” ….”, was im Klartext bedeutete, dass President Holland und damit ganz Frankreich nach der “Pfeiffe/Peitsche” von BK-Merkel tanzen muss. Die Franzosen gleich wie die Briten haben bekanntlich ein etwas über grosses Nationales Ehrgefühl das anhält, was erstaunlicherweise deutschen Politikerinnen und Politiker immer noch nicht bewusst & noch weniger begreiflich ist. In den Ostblockstaaten wie Ungarn, Polen, Tschechoslovakei und Slovenien, Rumänien usw. haben die Menschen der älteren noch lebenden Kriegsgeneration zu viele Traumatas in fast jeder Familie. Mit Sicherheit werden diese auch die nächste Generation und deren Kinder noch Nachwirkung zeigen, somit beeinflussen. Also meiner Meinung nach würde mit ein bisschen Einsicht und Weitsicht eine Bundeskanzlerin dezenter im Hintergrund ihre “Fäden ziehen”. Auch darum ganz sicher keinen Deutschen als Präsident eines europäischen “Parlamentes” in der Person von Herrn Schulz zugelassen haben. Ein Luxemburger, Belgier, Holländer, Portugiese oder Spanier würden einem besseren Gemeinschaftsgefühl viel viel besser wirklich gedient haben.

 

4. Die Flüchtlingskriese 2015 in Europa

Will man die EU wirklich begreifen und verstehen, dann muss man eben mal genau hinschauen und sich das Ganze hinterfragen wie das i.S. “Gemeinschaft” dort so abläuft. 2015 streckte BK-Merkel als moderne “Mutter Theresa” – welche ja heilig gesprochen worden ist – ihre Arme aus und rief alle als in Deutschland willkommen mit ihrem Slogan: “Ja wir schaffen das”. 1,5 Millionen folgten diesem Lockruf und überrannten ganz Europa, alleine in Deutschland wurden 500’000 Migranten völlig über fordert nicht registriert, man weiss also nicht wer sich überhaupt im Lande aufhält. Die Nächte in Köln und Hamburg, das Weihnachtsattentat 2016 in Berlin mit 21 Toten und noch mehr Schwer verletzen, wurden zum Fanal dieser eigenmächtigen falschen Merkel-Politik. In diesem Fiasko verlangte dann Merkel: “Solidarität ist gefragt, auf alle EU-Mitgliedstaaten müssten nun im Ver hältnis zur Grösse die Flüchtlinge verteilt werden.” Einige, allen voran Ungarn mit Präsident Orban “bockten” verständlicherweise, denn wer sich die Suppe einbrockt, der soll sie dann auch selber auslöffeln. Eine allgemeine Volksweisheit. Die im Grunde genommen natürlichsten Regeln werden da auf dem “Kaiserlichen-Thron Europa” von Merkel zu sehr völlig ignoriert. So jedenfalls macht man sich keine Freunde. Ob Länder früher mit militärischer Gewalt oder heute mit wirtschaftlicher Macht beherrscht werden, spielt für sie doch überhaupt keine Rolle, sie reaktivieren beide Ablehnung und Widerstand. Im übrigen hat Frau BR-S. Sommaruga im Namen der Schweiz bezeichnender Weise (als formelles Nicht-EU Mitglied) sich wiederum als Erste sofort bereit erklärt 1500 Migranten zu übernehmen. Ich weiss es nicht, doch hatte sie vielleicht noch die Redensart vom früheren SPD-Bundeskanzler-Kan​​​dida​​​​​t Steinbrück im Hinterkopf: “Wenn die Schweiz nicht nach unserem Gusto pariert, schicke ich einfach mal unsere “Kavallerie” vorbei”. Und der Senior Franz Müntefering, Ex-Präsident der SPD setzte diesbezüglich ja dann noch einen drauf. Also nichts von einmaligem Ausfall.

Auch in der Schweiz macht man sich mit solch einer Denkart einer “Gewaltpflege” natürlich keine Freunde. Ein guter deutscher Freund hat sich mir gegenüber deshalb entschuldigend entsetzt gezeigt, wie sicherlich eine Mehrheit der anständigen Deutschen auch.

 

5. Ein Lösungsansatz: EU-Verfassung mit einheitlicher Struktur und Rechtspersönlichkeit

 

Der Vertrag über eine Verfassung für Europa war ein 2004 unterzeichneter, aber nicht in Kraft getretener völkerrechtlicher Vertrag, durch den das politische System der EU reformiert werden sollte. Insbesondere sollte er der Europäischen Union eine einheitliche Struktur und Rechtspersön lichkeit geben und die bis dahin gültigen Grundlagenverträge (vor allem EU-, EG- und Euratom-Vertrag) ablösen; die bisherige formale Unterteilung in EU und EG sollte entfallen. Gegenüber dem bisher gültigen Vertrag von Nizza sollte die EU zusätzliche Kompetenzen erhalten, ausserdem sollte ihr institutionelles Gefüge geändert werden,

um sie demokratischer und handlungsfähiger zu machen.

Der Entwurf eines EU-Verfassungsvertrag​​​​​​​​​s wurde 2003 von einem Europäischen Konvent erarbeitet und am 29. Oktober 2004 in Rom feierlich von den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitglied staaten unterzeichnet. Er sollte ursprünglich am 1. November 2006 in Kraft treten. Da jedoch nach gescheiterten Referenden in Frankreich und den Niederlanden nicht alle Mitgliedstaaten den Vertrag ratifizierten, erlangte er keine Rechtskraft. Stattdessen schlossen im Dezember 2007 die europäischen Staats- und Regierungschefs unter portugiesischer Ratspräsidentschaft den Vertrag von Lissabon ab, der am 1. Dezember 2009 in Kraft trat.

 

6. Ein erneutes Referendum im Zuge dessen fand jedoch nie statt.

Eine Partnerschaft sowie eine Freundschaft können bekanntlich auch nur halten wenn sich alle darin auch beachtet & respektiert fühlen können. Genauso und nicht anders verhält es sich natürlich auch bei Staaten. Wenn Bürgerinnen und Bürger eines ihren Heimatländern übergeordneten EU Bundesstaates jedoch nicht mehr über eine revidierte EU-Verfassung abstimmen dürfen, dann bedeutet dies weder Respekt noch Achtung für die Bürgerinnen und Bürger. So ist diese “europäische Gemeinschaft” zwangsläufig auch so lange auf Sand wie aktuell latent gebaut, wie diese Missachtung der Bürger anhält. Leider sind die EU Verantwortlichen aber genau da stecken geblieben. Vielleicht so uneinsichtig weil zu Macht besessen.? Für uns Schweizerinnen & Schweizer spielt sich im Prinzip jetzt ja ein ähnliches Drama ab, indem mehrheitlich Bundesrätinnen und Bundesräte wie Parlamentarierinnen & Parlamentarier die vom Souverän in die Bundesverfassung geschriebenen Verfassungsartikel sowie Volksentscheide einfach nicht mehr umsetzen. Ist es nicht auch dieselbe Art von Ignoranz und Machtbesessenheit so über die Köpfe des Volkes in der Schweiz hinweg selbstherrlich zu bestimmen wie es die EU-Kommissare ja es auch machen.?

Soll die jetzige EU nicht in kürzester Zeit wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, so muss sie dringend schnell auf ein Fundament von Fels gestellt werden. Dieser Fells ist eine vom Volke selber gutgeheissene EU-Verfassung. Die USA und die Eidgenossenschaft machen es seit über 200 Jahren – bewährt in der Praxis – ja vor, also müssten die EU-Verantwortlichen nur einmal die europäische Geschichte etwas intensiver studieren und dann Emanuel Kant’s Erkenntnis Folge leisten:

“Ein vereinigtes Europa müsste eine vergrösserte Schweiz sein, wo die Macht von unten nach oben geht und nicht von oben nach unten.”

Dazu bietet die Schweizerische Bundesverfassung dem Prinzip nach die beste Möglichkeit, welche wiederum die US-Amerikanische Verfassung und die französische Revolution als gute Vorbilder hatte.

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7. Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft

vom 18. April 1999 ist die Verfassung der Schweiz. Sie geht zurück auf die erste Bundesverfassung vom 12. September 1848, mit der die Schweiz vom Staatenbund zum zum Bundesstaat geeint wurde. Sie ist stark von der Verfassung der Vereinigten Staaten sowie dem Gedankengut der Französischen Revolution beeinflusst. Sie sieht vor, dass die Kantone eigenständig (Souverän) seien, soweit sie diese Souveränität nicht explizit einschränke.

8. Stellung einer erforderlichen EU-Verfassung in der Rechts- hierarchie

Eine​​​​​​​​​ Europäische Verfassung stünde auf der obersten Stufe des EU-Rechtssystems. Ihr wären sämtliche Verordnungen und Erlasse der Europäischen Union (EU) sowie die Verfassungen, Gesetze, Verordnungen und Erlasse der EU-Länder untergeordnet. Grundsätzlich dürften diese daher der EU-Verfassung nicht widersprechen. Jeder Erlass der EU muss sich auf eine solche Norm stützen. Existiert keine explizite EU-Kompetenz in einem bestimmten Gebiet, so sind dafür die Länder zuständig und die EU ist darin nicht befugt, gesetzgeberisch tätig zu werden (siehe Förderalismus in der Schweiz, Subsidiarität). Die Kompetenzen der EU könnten im Laufe der Zeit auch ständig erweitert werden, sei es durch Anstoss der EU-Kommissionen, des EU-Parlamentes in Strassburg

oder mittels obligatorischen Referenden oder durch Volksinitiativen.

​​​​​​​​​

9. Der vormalige Präsident des europäischen Parlamentes in Strassburg

und der aktuelle Bundeskanzlerkanditat​​​​​​​​​ der SPD (Deutschland) Herr Schulz, er müsste sich – sofern er es wirklich ernst & ehrlich meint mit seinem aktuellen populären Wahlschlager: “Wir müssen die Bürger wieder wahrnehmen, ihr Nöte und Ängste endlich wieder ernst nehmen und die Bürger auch respektieren”. Genau dies müsste er jetzt in der Realität in “Beton” giessen in Form einer Volksabstimmung in allen EU-Ländern über eine noch zu revidierende neue EU-Verfassung. Genau dies wäre jetzt die BESTE GELEGENHEIT seinen obigen “Wahlschlager” in der Praxis konkret unter Beweis zu stellen.

Da Herr Schulz in all den Jahren seiner Präsidentschaft des EU-Parlamentes in Strassburg aber nichts dergleichen auch nur im Ansatz leistete, ist die Zuversicht, nämlich dass eine dieser letzten Hoffnungen für ein erfolgreiches demokratische Europa jetzt doch noch wahr werden möge, leider verschwindend klein.

 

So platzt wohl auch dieser Traum zu Mitbestimmung aller Bürgerinnen und Bürger der EU wiederum wie ein Luftballon.

****​​​​***

“Gedu​ld ist eine gute Eigenschaft.

Aber nicht wenn es um die Beseitigung von Missständen geht.”

Margaret Thatcher, britische Politikerin 1925

 

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Comments to: 2017, der EU Schicksalsjahr ?
  • März 19, 2017

    In Holland hat Geert Wilders mit seiner Ein-Mann-Lügen-Show weit weniger Erfolg gehabt als in den Umfragen zu befürchten war. Allerdings hat der Wahlsieger, der derzeitige Präsident, Wilders Anti-Ausländer-Rhetor​ik zu einem Grossteil kopiert. Das gibt seinem Sieg einen schalen Beigeschmack.

    Für Frankreich kann ich nur hoffen, dass der Trump-Effekt wirkt und die Leute gegen Le Pen mobilisiert. Und dass ihr Gegner in der Stichwahl den Rassismus nicht kopiert, sondern dezidiert ablehnt – und damit gewinnt.

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    • Juli 19, 2021

      Es lebt sich ja gut mit den Terroranschlägen in Frankreich, alles paletti.

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    • Juli 19, 2021

      Schauen Sie mal hier:

      http://www.s​piegel.de/panorama/ju​stiz/muenchen-lange-h​aftstrafen-fuer-schwe​izer-schlaeger-a-7304​28.html

      Dieser Fall von drei Schweizer Shclägern zeigt, dass DIE Schweizer gefährlich sind, oder?

      Nein? Aber wenn der Täter Muslim ist, dann sind gleich DIE Muslime die Gefahr.

      Ruhig und logisch Denken hilft gegen Vorurteile und Rassismus, Herr Gutier. Und “erst denken, dann schreiben” ist auch immer ein guter Ratschlag.

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    • Juli 19, 2021

      Jetzt muss ich aber Lachen Herr Müller, ich habe das seiner Zeit verfolgt und wenn sie schauen woher die eingebürgerten Jungs kommen ist alles klar.

      Ruhig und logisch Denken hilft gegen Vorurteile und Rassismus, Herr Müller. Und “erst denken, dann schreiben” ist auch immer ein guter Ratschlag.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Müller, mir ist schon klar warum die Linken so viele junge Kriminelle unbedingt einbürgern wollen, so können sie dann jubeln: “Die gewalttätigen Kriminellen Schläger sind alles Schweizer !”

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  • März 19, 2017

    Eine deutsche Merkel für Klein-Europa (EU) dünkt mich immer noch besser als ein zukünftig besser legitimierter Putin ( Pardon Zarewitsch der Zukunft ) für Gross-Europa oder gar der Kaiser von China und Gross-Asien für den europäischen Anhang. Dann hätte auch die amerikanische NATO ausgedient.

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    • Juli 19, 2021

      Möglicherweise wird der Sultan mittelfristig Europa übernehmen ? Würd mich nicht verwundern, so lasch wie die Regierungen agieren.

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    • Juli 19, 2021

      Der Sultan erklärt poltische Gegner, unabhängige Medien und Richter zu Landesverrätern und Terroristen. Die SVP macht das auch. Nur mit dem Unterschied, dass die SVP im Gegensatz zu Erdogan nicht die Macht hat, ihre totalitären Fantasien umzusetzen. Das Perfide ist, dass von der öffentlichen Streiterei gerade die Rechtsnationalisten in den beteiligten Ländern profitieren. Und der Herr Gutier wählt die Schweizer Version des Sultans, ohne zu merken, was er tut.

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    • Juli 19, 2021

      Leider sind wir eben GEOGRAFISCH doch nur ein Anhängsel von Gross-Asien!

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  • März 20, 2017

    Brüssel ist der Schweizer Wirtschaft ein Klotz am Bein
    Das sagt eine Studie der Uni St. Gallen: Die Subventionierung von EU-Firmen kostet Schweizer Exporteure jedes Jahr Milliarden.
    Die bilateralen Abkommen mit der EU bieten der Schweiz nicht jenen Schutz vor handelshemmenden staatlichen Eingriffen, den man eigentlich erwarten würde. Zu diesem Schluss muss gelangen, wer die kürzlich veröffentlichte Studie* von Simon Evenett gelesen hat. Wie der Professor für internationalen Handel und wirtschaftliche Entwicklung an der Uni St. Gallen ermittelte, haben EU-Kommission und -Staaten seit Ausbruch der Wirtschaftskrise im November 2008 nicht weniger als 200 Massnahmen eingeführt, die schädlich für die Schweizer Handelsinteressen sind. Dabei handelt es sich jedoch nicht primär um Grenzhindernisse, wie sie typischerweise zur Erschwerung des Handels eingesetzt werden. Vielmehr kamen weit überwiegend Staatshilfen und Subventionen zum Einsatz mit dem Ziel, in der EU ansässige Firmen vor dem drohenden Konkurs zu retten.

    Wie Evenett betonte, wurden die besagten EU-Interventionen nicht gezielt gegen die Schweiz gerichtet. Anhand von 141 Fällen konnte die St. Galler Studie jedoch aufzeigen, dass Schweizer Exporteure in direkter Konkurrenz standen zu jenen EU-Unternehmen, die in den Genuss staatlicher Rettungsaktionen kamen. Diese Hilfen ermöglichten den angeschlagenen Firmen, ihre Preise künstlich tief zu halten – zum Nachteil der nicht subventionierten Konkurrenten, die sich mit Anpassungslasten konfrontiert sahen. So waren wohl auch Schweizer Unternehmen gezwungen, ihre Preise für Exportgüter zu senken oder tiefere Gewinnmargen hinzunehmen. Vor allem die drei grossen Nachbarländer der Schweiz – Deutschland, Frankreich und Italien – haben laut Evenett auf solche Massnahmen mit handelserschwerender Wirkung zurückgegriffen.

    F​​orderungen nach gleich langen Spiessen

    Dadurch, so die Berechnungen des Unidozenten, verliert die Schweiz jeden siebenten Franken aus ihren Exporten in die EU. Hochgerechnet auf ein Jahr, entspreche dies einer Summe von 17 Milliarden Franken. Wie Evenett dem Radio SRF sagte, solle unser Land bilateral bei den betreffenden EU-Staaten vorstellig werden und sich in internationalen Institutionen wie der Welthandelsorganisati​​on (WTO) und der OECD für die Aufhebung dieser handelshemmenden Eingriffe einsetzen. Die von ihm ermittelten Daten zeigten, so Evenett, dass die Handelsverträge der Schweiz mit der EU und die Schweizer Mitgliedschaft in der WTO nicht ausreichten, um sich vor derartigen Massnahmen von Partnerländern zu schützen.

    Bei Bundesrat Johann Schneider-Ammann ist der Professor auf offene Ohren gestossen. Er wolle die St. Galler Studie im Detail kennen lernen und habe Evenett nach Bern eingeladen, liess der Wirtschaftsminister durchblicken. Gegenüber Radio SRF sagte er weiter: «Es stimmt, wir haben Wertschöpfung ins Ausland abgegeben, ins unmittelbar nachbarschaftliche Ausland.» Auch verhehlte Schneider-Ammann nicht, dass seitens der Schweizer Wirtschaft Forderungen an ihn herangetragen worden seien, mit eigenen Massnahmen auf die Eingriffe der EU zu reagieren, um wieder gleich lange Spiesse sicherzustellen.

    R​​iesiger Datenfundus

    Von den besagten 200 EU-Interventionen seit Herbst 2008 sind nämlich immer noch 151 in Kraft. Wie Evenetts Studie weiter herausgefunden hat, sind diese schädlichen Massnahmen in den letzten Jahren gar noch in beschleunigtem Tempo eingeführt worden. Der Handelsexperte stützt sich dabei auf die von ihm koordinierte Datenbank namens Global Trade Alert (GTA). In dieser werden seit sieben Jahren weltweit möglichst alle staatlichen Massnahmen dokumentiert, die in irgendeiner Weise das Verhältnis zwischen inländischen und ausländischen Wirtschaftsinteressen​​ tangieren. Die dabei entstandene Datenfülle ist mittlerweile zweieinhalbmal so gross wie die vergleichbare Sammlung bei der WTO.

    Wie aus den GTA-Daten hervorgeht, hat auch die Schweiz Massnahmen zum Nachteil von EU-Exporteuren eingeführt, insbesondere im Agrarsektor. Ihre Zahl liegt aber mit 13 markant unter den von der EU getätigten Interventionen.

    * Simon Evenett, 2017, Collateral Damage: The Harm Done to Swiss Commercial Interests by EU Policies Since the Crisis Began, in «Journal Aussenwirtschaft», Nr. 67/3

    (baz.ch/Newsn​​et)

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  • März 21, 2017

    Mit den Europa-Verhandlungen ist es wie mit dem Liebesspiel der Elefanten:
    Alles spielt sich auf hoher Ebene ab,
    wirbelt viel Staub auf – und es dauert sehr lange,
    bis etwas dabei herauskommt.

    Willy​ Brandt, deutscher Staatsmann und Nobelpreisträger 1913 – 1992

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