1. Wirtschaft

Billiglohnarbeit in Asien im Aus. Neu in der EU.

Wer heute noch glaubt, dass Asien der Bil­lig­her­stel­ler von Klei­der sei, der täuscht sich mas­siv. Die Trans­port­kos­ten sind zu hoch und die Löhne stei­gen auch regelmässig.

Darum verlegen die meisten grossen Markenhersteller ihre Produktion nach Bulgarien oder Rumänien (ein EU-Land). Der Transport ist billiger und dank offener Grenzen auch Zollfrei in der ganzen EU transportierbar.

Die Miss-Stände sind der EU bekannt aber getan wird eher wenig. Warum auch – die Wirtschaftsbosse sitzen in den “reichen” Länder und wissen genau wie man die Politik dahin bewegt, dass die sog. unabhängigen EU-Beamten keine Zeit finden oder nichts davon Wissen möchten.

Löhne in der Höhe von rund 350-420.–/mt für eine Näherin sind eher die hohen Löhne. Decken jedoch kaum 1/3 der Lebenshaltungskosten ab.

Und das brisante an der Sache, dass man Fabrikhallen, die nicht geheizt sind im Winter, immer dahin verlegt, wo hohe Arbeitslosigkeit ist. Nun wird man sagen, das ist doch gut. Klar…. um die Arbeiter schön bei Laune zu halten, da sie damit Arbeit haben. Aber ganz sicher nicht aus dem Sozialgedanken und der Fördergelder aus der EU wegen. Menschen die auf Arbeit angewiesen sind, mukken weniger auf und tun alles damit sie die Arbeit nicht verlieren.

Denn das nächste Gebiet mit leeren Fabrikhallen, ohne Heizung, wartet schon auf die Verlegung, wenn es den Arbeitern in den Sinn käme zu rebellieren für solche Zustände.

http://www.​nzz.ch/international/​billigarbeit-in-rumae​nien-und-bulgarien-hu​ngerloehne-in-osteuro​pas-kleiderkammer-ld.​6075

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Comments to: Billiglohnarbeit in Asien im Aus. Neu in der EU.
  • August 21, 2016

    Nicht nur die cleveren Unternehmer steuern ihren Profit – auch unsere “Geiz ist Geil” Gesellschaft trägt viel zum guten Gelingen von Niedriglöhnen im EU Raum bei. Aber bis alle begreifen, dass der Hauptzweck der EU-Verbündeten ist, möglichst einfach und ohne Grenzen schnell ein Milliardenvermögen zu scheffeln, werden noch einige Jahre vergehen – bis dahin werden dann auch die letzten EU-Befürworter den Sand aus ihren Augen geieben haben…..

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    • Juli 19, 2021

      Entspricht leider der Tatsache. Und wenn es eng wird, werden die Geschäfte einfach über verschiedene Gesellschaften abgewickelt, damit eine Nachverfolgung verunmöglicht wird.

      Es ist zu hoffen, dass nun auch dank den offenen Grenzen in der EU, auch solche Offenlegungen der Machenschaften immer einfacher und veröffentlich werden.

      Und wie heisst es so schön: Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.

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    • Juli 19, 2021

      Aber ja, Herr Meienhofer und Herr Schweizer. Geiz ist geil!
      Man sieht es auch an den Einkäufen der Schweizer jenseits der Grenze.
      Und viele Konsumentenorganisati​onen unterstützen das Motto “Geiz ist geil” indirekt kräftig.

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    • Juli 19, 2021

      Nur ist es leider so, dass der Verkäufer bestimmt, wenn Geiz Geil ist – dann wenn er die Marktoberhand erhaschen will, und das wollen alle – wir selber haben unserer Politik vorgeschrieben, welcher Weg die freie Marktwirtschaft geht – und dies ist eine – ein Eigengoal, indem wir unsere eigenen staatlichen Mechanismen selber ausgeschaltet haben in einem Umfeld der vielgelobten direkten Demokratie ! Man kann dem Bürger deswegen nicht an den Karren fahren wenn er seine politischen Chancen nicht nutzen kann ! Übrigens die heutigen EU Länder des ehemaligen Ostblockes wurden nicht grundlos so rasant schnell in die EU einverleibt – die Akteure wussten damals schon, was asiatische Unternehmer mit Ausbeutung an Milliarden verdienen, dazu braucht’s ein Staatsgefüge wie in Drittweltländern – oder will jemand behaupten z.B. Bulgaren hätte Red’ und Ehrlich die Anforderungen der EU damals erfüllt ?

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  • August 22, 2016

    Die Textil-Branche ist das klassischen Beispiel,von Produktions-Absurditä​ten mit Gewinnmargen,die geradezu horrend ausfallen!Wenn man sich mal in einem Sportfachgeschäft umschaut,sich die Preise zu Gemüte führt,und sich dann vorstellt,dass da jemand auf der Touristen-Insel SriLanka für Fr.5.- pro Tag schöne,warme Ski-Handschuhe anfertigt,die dort unten fürwahr kein Mensch jemals tragen wird,und sich dann die Preise anschaut,zwischen Fr.60.- bis Fr.300.- das Paar in diesen Sportfachgeschäften,w​undert sich kein Mensch mehr,dass unterdessen die einst blühende Textil-Industrie in der CH buchstäblich weggefegt worden ist,durch das Tolerieren von solch schäbigen Löhnen und zumeist auch nicht gerade grossartigen Arbeits-Bedingngen.Di​e Geschichte lehrt uns allerdings,dass das zuweilen eine Zeit lang gut geht,bis die Menschen begreifen,dass sie eigentlich wie,Weihnacht-Gänse ausgenommen werden und dann irgendwann zu rebellieren anfangen.Ja,es sind traurige Geschichten von der Mentalität des schnellen Geldes getrieben,die ganze Länder dafür bluten lässt.Geiz ist geil Gesinnung,ruinöse Wettbewerbs-Bedingung​en wo die EU es nicht zulässt,dass mit Preis-Absprachen Firmen und Unternehmungen etwas Luft bekommen täten,in diesem ruinösen Preis-Kampf,tragen das Ihre dazu bei.Am Schluss dieser Preis-Kette sind die Bauern,die nur noch mit staatlichen Subventionen überhaupt noch existieren können.Wir wollen alles..!..nur hungern lassen dürfen sie die Völker nicht..!..die Suppenküchen in den Grossstädten Europas sind allerdings bereits ein Drohfinger..!!!!!!…​.wenn es in den Dörfern dereinst auch welche braucht,sind schlimme Zeiten ins Land gezogen..!

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    • Juli 19, 2021

      ..nehmen Sie es einfach als Statement dazu,dass in diesem Europa mit seiner globalen Ausrichtung und mit der Erde als ganzheitlichem Handelsraum,es nicht so grossartig bestellt ist,wie es uns zurzeit gewisse Kreise weismachen wollen.Es ist nicht relevant,wer wie und wo dabei verantwortlich ist,ob wir man noch einen “lebenswerten” Lohn erhalten,als Gegenleistung für getane Arbeit.Fact ist,das zuviele mit ihrem Gehalt nicht mehr leben können,und noch ein zweites Standbein bzw, sich noch zusätzlich nach Arbeit umsehen müssen!..zu oft handelt es sich dabei um Schwarzarbeit,was wiederum Handwerkern Aufträge weg nimmt…!..ein Teufelskreis…!..noc​h haben wir in der CH eingermassen vernünftige Arbeitstbedingungen,j​edoch schon mit Tendenzen,von zusätzlichen Sozialhilfen,und auch Ergänzungsleistungen,​weil auch hier der Lohn bei vielen nicht mehr bis Ende Monat reicht…!!..Geiz ist eben nicht so geil,wie manche behaupten!

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    • Juli 19, 2021

      Arroganz ist auch eine Tugend…..!!..sie sind mir nicht würdig,für weitere Erklärungen…!

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  • August 22, 2016

    Wenn dadurch der Zulauf von Billig Prostituierten in den Westen reduziert wird, …ja, es ist nicht schön an Orten Arbeitsplätze aufzubauen, in denen eine grosse Armut herrscht…denk mal ein Anfang, es werden dann auch weitere Arbeitsplätze erschaffen

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  • August 22, 2016

    Herr Schweizer

    Bitte bedenken Sie, dass ein Container von Asien nach Europa bloss etwa 500.- bis 2000.- sFr kostet.

    Wenn Sie sich vorstellen, wie viele Kleider Sie in so einen Container stopfen können und bedenken, wie viel die kosten, ( Baumwolle 0.5 -2.0 sFr pro kg ) dann können Sie nachrechnen, dass die Transportkosten vernachlässigbar sind.

    Die meisten Kleider werden nach wie vor in Asien produziert.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Marquis

      Bitte lesen Sie doch alles und nicht nur einen Punkt. Sie vergessen, dass zu den Transportkosten auch die Zeit gehört, welcher der Container unterweg ist. Die Fahrten aus Bulgarien sind massiv kürzer und somit auch Kostengünstiger.

      N​un wenn Sie immer noch davon überzeugt sind, dass das Gros der Kleider in Asien hergestellt würden, dann möchte ich Ihnen auch nicht versuchen zu erklären, dass Ihr Betrag für einen Seecontainer auch nicht korrekt ist. Sollten Sie tatsächliche einen Seecontainer für diesen Betrag erhalten, dann sollten Sie mir schnellstens Ihre Lieferquelle bekannt geben.

      Ihre komplette Darstellung ist falsch, denn nebst dem falschen Preis des Containers, der vergessenen Zeitkosten (differenz von Monaten), haben Sie einfach vergessen, dass Produktion in Asien zu einem Import in die EU führt, welcher mit Zoll belegt wird und bezahlt werden muss. Nicht als Halbfabrikat, sondern als sog. veredeltes Produkt, welches massiv höhere Zollkosten verursacht.

      Und da die Schweiz meines Wissens das einzige Land ist welches die Zollkosten auf Gewicht erhebt und nicht auf den Betrag, sollten Sie vielleicht dann sich mal erkundigen, was die Einfuhrzölle ausmachen für “veredelte Stoffe”, welche Sie nicht wie in der Schweiz per Gewicht bezahlen, sondern per Verkaufspreis.

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    • Juli 19, 2021

      Nur so NB Herr Marquis

      Ihre Darstellung vom Seecontainer hat noch einen weiteren “Haken”. Mit der Verschiffung ist es nicht getan, die Ware muss von Rotterdam auch noch in die Zentrale der Kleiderbranche. Wenn Sie das direkt von Bulgarien mit dem LKW ausführen, bezahlen Sie gleich viel direkt von Bulgarien (Polnischer Transporteur, Bulgarien-Stuttgard ca. 800 Euro für 2 Container auf dem Fahrzeug) bis z.B. nach Stuttgart, wie von Rotterdam nach Stuttgart. Der Seecontainer muss dann zusätzlich noch bezahlt werden.

      Produktion​ ist nicht ein Geschäft welches von heute auf Morgen entstehen oder verschoben wird. Sollten Sie sich also mal die Löhne von China und Bulgarien betrachten, dann erkennen Sie das Asien nicht mehr günstiger ist.

      https://www.l​aenderdaten.info/durc​hschnittseinkommen.ph​p

      Dazu kommt, dass in absehbarer Zeit die Löhne in Asien massiv ansteigen, denn z.B. China hat zur Zeit das grösste Steigerunspotential im Wachstum, was somit auch die Löhne im Land ansteigen lässt.

      https://www​.google.ch/search?q=w​irtschaftswachstum+we​ltweit+vergleich&clie​nt=firefox-b&sa=X&biw​=1280&bih=689&tbm=isc​h&imgil=pvJUry7r4xk-r​M%253A%253BiLHNv5BjWS​aNSM%253Bhttp%25253A%​25252F%25252Fwww.wirt​schaftswurm.net%25252​F2010%25252Fwirtschaf​tswachstum-mal-langfr​istig%25252F&source=i​u&pf=m&fir=pvJUry7r4x​k-rM%253A%252CiLHNv5B​jWSaNSM%252C_&usg=__r​lzLAa9hE-tqSFhWvm1p_4​h4RLc%3D&ved=0ahUKEwi​apP-AmtbOAhVBDiwKHVZw​C2YQyjcIJw&ei=TY67V9r​JJcGcsAHW4K2wBg#imgrc​=pvJUry7r4xk-rM%3A


      Und falls Sie immer noch nicht an diese Aussage glauben, dann sollten Sie mal recherchieren, oder den SRF4 Bericht hören (21.8.16/23:00 Uhr). Darin wird belegt, dass heute der grösste Anteil der Kleiderproduktion aus Bulgarien und Polen stammt.

      http://www​.srf.ch/sendungen/kas​sensturz-espresso/the​men/konsum/kleiderpro​duktion-modische-klei​der-miserable-loehne

      Beachten Sie dabei Punkt 3, der klar zeigt wo welche Löhne bezahlt wird.

      Kleider die nicht mit einem Markenlabel versehen sind, werden heute hauptsächlich in Kambotscha, Vietnam, Bangladesch und Indonesien hergestellt. Billigkleider werden in solchen Ländern hergestellt, da in diesen Ländern noch billiger produziert wird. Und bei NonNameMarken die Zeit nicht ein entscheidender Faktor ist und somit auch nicht einen hohen Kostenfaktor darstellen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer

      Stuttgar​t?

      Der Container geht von Rotterdam mit dem Schiff nach Basel nicht nach Stuttgart.
      Das Schiff ist preiswerter, braucht weniger Energie, hat aber etwas länger als ein LKW.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Marquis

      Bulgarien – Stuttgart. Nicht nach Basel. Stuttgart war das Endziel meiner Erklärung. Aber auch nach Basel wird ein LKW von Bulgarien billiger fahren und erst noch schneller als das Schiff.

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    • Juli 19, 2021

      PS: Der mit der weniger Energie sollten Sie bitte zuerst mal Recherchieren…..

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    • Juli 19, 2021

      Ein Schiff benötigt weniger Energie, um die gleiche Ware zu transportieren.

      Ri​​chtig ist, dass das länger dauert, vor allem im Vergleich mit einem Flugzeug.

      Kleider sind ein Massenprodukt.

      Nac​​h dem Winter kommt der Sommer. Die Mode wechselt nicht so schnell,
      dass eine Lieferzeit von 3 Monaten wirklich relevant ist.

      Ich habe ein paar Jahre im Textilmaschinenbau gearbeitet.
      Als ich in einem Kleiderladen eine Verkäuferin auf die ausgestellten Garnspulen angesprochen habe, meinte sie, sie hätte noch nie so grosse Garn – Spulen gesehen.

      Mit anderen Worten: Die meisten Schweizer haben noch nie eine Textil – Fabrik von innen gesehen. Ich auch nicht, bevor ich in dieser Branche gearbeitet habe.

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  • August 31, 2016

    Guten Tag Herr Schweizer

    Sie und ich (und sogar die NZZ?) sind uns eigentlich einig: Das ist eine Schweinerei.

    Detai​lliert und eindrücklich finden Sie die Schweinerei auch hier beschreiben:
    http://​www.srf.ch/play/radio​/international/audio/​30-rappen-pro-stueck-​fuer-bulgariens-naehe​rinnen?id=def4ee34-f5​49-4ae7-80e7-af23f28c​2137

    Wir sind uns sogar darin einig, dass wir den „Wirtschaftsbossen“, die für diese Zustände letztlich verantwortlich sind, das Feld nicht kampflos überlassen dürften – Weil solche Zustände sonst unweigerlich auch auf uns überschwappen werden. Dies ist ja bereits im Gange.

    Wenn wir uns (was wir zweifellos gleich wieder tun werden) streiten statt uns zu verbünden so lacht das Herz der Verantwortlichen Multinationalen Konzerne – eine mutlosere Beschreibung für ebenjene „Wirtschaftsbosse“.

    Was wären Sie den bereit gegen diese Schweinerei zu unternehmen?

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