Auch am diesjährigen Klimatreffen wird viel geredet und nichts Konkretes beschlossen. Wie gut die einzelnen Länder im Klimaschutz sind, zeigt eine Rangliste des «Climate Change Performance Index». Auf den ersten drei Plätzen ist NIEMAND. Die Staatengemeinschaft ist nicht auf Kurs, wenigstens das sehr moderate Pariser Abkommen einzuhalten. Sie führt die Erde mit wehenden Fahnen in die Klimakatastrophe.

Länder mit hohen Emissionen müssten den CO2-Ausstoss drastisch reduzieren und netto Null bereits vor 2030 erreichen. Und auch die Umstellung auf erneuerbare Energieträger in armen Ländern müsste gut organisiert und Geld dafür locker gemacht werden. Es kann nicht sein, dass Industriestaaten einander mit Netto-Null-Strategien auf die Schulter klopfen, ohne sich als Hauptverursacher zu griffigen Massnahmen zu verpflichten.

Die EU-Mitgliedstaaten befinden sich allerdings auf sehr unterschiedlichen Pfaden: Während sich Länder wie Polen oder Ungarn gegen einen Kohleausstieg stemmen, hat beispielsweise Deutschland immerhin eine klare Klimastrategie. Doch auch dort: Das meiste ist erst Ankündigung und hilft dem Klima nicht weiter.

Selbst für das Erreichen des (zu hohen) Zwei-Grad-Ziels brauchte es global bald negative Emissionen.

Wenn es eine echte Message im diesjährigen IPCC-Bericht gibt, dann ist es die Dringlichkeit, endlich etwas gegen die Klimaerwärmung zu tun. Immerhin haben sich alle beteiligten Staaten bereits in Paris auf diese Dringlichkeit geeinigt.

Schon lange weiss man, dass allein die G20-Staaten einen riesigen Beitrag zur Klimalösung liefern könnten: Sie sind für etwa achtzig Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Weiterhin fördern sie Kohle, Öl und Erdgas mit gigantischen Subventionen.

Faktisch wäre es bereits eine Errungenschaft, den Temperaturanstieg auf sehr hohe 2,5 Grad begrenzen zu können …

Die Katastrophe trifft bereits alle Menschen, jene in den ärmsten Ländern aber am stärksten, die verursachenden Industrieländer (wie die Schweiz) noch am wenigsten.

Personen haben auf diesen Beitrag kommentiert.
Kommentare anzeigen Hide comments
Comments to: KLIMAERHITZUNG UM ÜBER 2,5 GRAD VOR 2050 …
  • November 11, 2021

    11. November 2021

    Leider nützen alle dringenden Aufrufe der Klimaforscher zu sofortigen Notmassnahmen nichts. Die \”bürgerlichen\” Parteien können nicht für die Unterstützung griffiger Massnahmen gewonnen werden. Man hat u. a. lange auf eine ökologische Umkehr der CVP gewartet. Aber die MITTE bleibt stramm rechts der Mitte. Es gelingen auch keine Massnahmen, indem man nun die Grünen auf Kosten der originalgrünen SP in die Parlamente wählt.

    Kommentar melden
  • Dezember 17, 2021

    Sagt der Mars zur Erde: „Du siehst aber heute schlecht aus.“ Klagt die Erde: “Mit mir geht’s zu Ende. Ich habe Homo sapiens.“ – „Mach dir nichts draus!“, tröstet der Mars. „Das hatte ich auch mal. Das verschwindet von selbst.“

    Kommentar melden
  • Februar 8, 2022

    U. a. dem Kanton Luzern ist die Bekämpfung des Klimawandels zwar \”ein wichtiges Anliegen\” – aber nur auf dem Papier. 2019 hat das Parlament symbolisch laut den Klimanotstand ausgerufen.

    EINE LEBENSBEDROHENDE KLIMAERHITZUNG UM ÜBER 2,5 GRAD WIRD BEREITS VOR 2050 EINTRETEN. Der Kanton Luzern will bis dahin aber erst \”klimaneutral\” werden. Wie selbst dieses Wenige gelingen soll, weiss der Regierungsrat nicht. Immerhin knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen im Kanton Luzern entfallen auf den Verkehr. Im Verkehr brauchte es u. a. eine vollständige Umstellung auf Elektro-Mobilität.

    Kommentar melden
  • Mai 10, 2022

    Die Erderwärmung überschreitet vielleicht schon in den kommenden vier Jahren die 1,5-Grad-Marke. Das Risiko für einen Temperaturanstieg auf dieses Niveau bis 2026 betrage fast 50 Prozent, meldet die Weltmeteorologieorganisation. Die Fachleute machen auch regionale Vorhersagen – so zum Voranschreiten der Dürre. (NZZ)

    Kommentar melden
  • Juni 2, 2022

    Die Klimastatistik zeigt, dass in den letzten tausend Jahren auf einen trockenen Frühling oft ein extrem heisser und trockener Sommer gefolgt ist, und diese trockenen Sommer sind bedeutend wärmer als früher.

    Aus diesem Grund bereitet die Witterung im März, April und Mai dieses Jahres dem Berner Klimahistoriker Christian Pfister grosse Sorgen. «Die Wahrscheinlichkeit, dass 2022 auch ein trockener Sommer folgen wird, ist erheblich», sagt er im Interview mit dem «Bund».

    Kommentar melden
  • Juni 5, 2022

    Die Welt steht nun auch vor einer Ernährungskrise. Eine der Ursachen ist der Krieg gegen die Ukraine. Hinzu kommt die Klimaerhitzung. Es drohen u. a. Hungersnöte biblischen Ausmasses.

    Kommentar melden
  • Juni 8, 2022

    Wegen der Klimaerwärmung und des Krieges in der Ukraine steht z. B. Somalia vor einer Hungerkatastrophe. Ausbleibende Getreidelieferungen und steigende Temperaturen führen dazu. Die UNO schlägt Alarm und bittet um Hilfe.

    Kommentar melden
  • Juni 9, 2022

    Der Ukraine-Krieg und Corona-Spätfolgen sind nicht die einzigen Gründe für die Nahrungsmittelkrise. Auch Dürre spielt eine Rolle. Vor allem die Trockenheit wegen der Klimaerhitzung verschärft die weltweite Ernährungskrise: In Ostafrika verendet das Vieh, in Frankreich verdorren die Felder.

    Kommentar melden
  • Juni 12, 2022

    Indien und seine Nachbarländer in Zentralasien erleben derzeit einen extrem frühen Sommerbeginn mit rekordhohen Temperaturen. Nachdem Indien nun bereits den heissesten März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 122 Jahren erlebt hat, setzte sich die gefährliche Hitzewelle im April fort. Mancherorts näherten sich die Temperaturen den 50 Grad. In Regionen wie Haryana, Punjab, Delhi, Uttar Pradesh und Teilen Zentralindiens wurde die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Es wird immer deutlicher, dass solche gefährlichen Hitzewellen häufiger, extremer und früher im Jahr auftreten werden. Armen ist es nicht möglich, sich an die Folgen der Klimaerhitzung anzupassen. (nach WoZ)

    Kommentar melden
  • Juni 16, 2022

    Seit den 80er-Jahren wird der Sommer weltweit immer wärmer. Auch in der Schweiz nimmt die Anzahl Hochdrucklagen in den letzten Jahren deutlich stetig zu. Das führt zu Hitzewellen, die für manche ältere und schwächere Menschen schon jetzt tödlich sind. Die \”Klimaseniorinnen\” haben gegen die in der Schweiz verantwortlichen Behörden deshalb eine Klage wegen tödlicher Gefährdung von Menschen und wegen Körperverletzung durch unterlassene Massnahmen, die nun vom \”Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte\” bevorzugt behandelt wird, eingereicht.

    Kommentar melden
  • Juni 19, 2022

    In Norditalien zum Beispiel leidet die Po-Ebene unter der schlimmsten Dürre seit 70 Jahren. Einige Gemeinden haben das Wasser rationiert. Die Hälfte der Anbauflächen ist von der Austrocknung bedroht.

    Die Zunahme der Hitzewellen und Dürren ist laut Wissenschaftern eine direkte Folge der globalen Erwärmung. Dabei nehmen sowohl Intensität als auch Dauer und Häufigkeit dieser Phänomene zu.

    Kommentar melden
  • August 7, 2022

    Die Ursache dafür, dass dass wir der Klimakatastrophe bereits bedrohlich ausgesetzt sind, ist die Tatsache dass die \”bürgerlichen\” Mehrheiten in den eidg. Räten griffige Lenkungsabgaben mit Rückverteilung pro Kopf verhindert haben. Ab sofort wird der Bundesrat Notmassnahmen ergreifen müssen, so Autofahrbeschränkungen, Heizungsreduktionen, Wasser- und Stromsperrungen und Flugverbote.

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

Neuste Artikel

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

  1. 1. Die Verdichtung wurden in den Kantonen von den \"bürgerlichen\" Mehrheiten demokratisch beschlossen. – 2. Bei den Verdichtungen muss der…

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu